ADAC Jugendfahrradturnier

ADAC Jugend-Fahrradturnier
Szene vom Fahrradturnier-Finale in Abtsgmünd 2018

Es ist ein Klassiker: Das ADAC Jugendfahrradturnier gibt es seit mehr als 45 Jahren, ist damit eine der ältesten Verkehrssicherheitsaktionen in Deutschland. Die Qualifikationswettbewerbe werden überwiegend an Schulen unter Regie der ADAC Ortsclubs ausgetragen. Mit dem ADAC Jugendfahrradturnier werden 8- bis 15-Jährige auf das richtige Verhalten und das sichere Beherrschen des Fahrrades vorbereitet. Schirmherr des württembergischen Turniers ist Verkehrsminister Winfried Hermann.

Wissenswertes

Finale 2018 in Abtsgmünd

Eine volle Tribüne, viel Spannung, reichlich Beifall, jubelnde Siegerinnen und Sieger: Beim württembergischen ADAC Fahrradturnier-Finale in Abtsgmünd herrschte am 30. September 2018 eine stimmungsvolle Atmosphäre. Den knapp 200 Meter langen Parcours in der Multifunktionshalle „Kochertal-Metropole“ absolvierten im Finale insgesamt rund 200 Kinder und Jugendlichen in drei Altersklassen. Die Teilnehmer hatten sich zuvor über Vorrundenturniere qualifiziert. Kurios: Erneut gewannen Zwillinge. Im vergangenen Jahr triumphierten Henni und Oskar Sommerkorn aus Leutkirch, diesmal Antonia und Fabian Wohlfarth aus Göggingen. Das zehnjährige Zwillingspaar setzte sich in der Altersklasse II durch. Überhaupt waren die Starterinnen und Starter aus dem Ostalbkreis äußerst erfolgreich. In der Gruppe 3 bis 15 Jahre gewannen Anna-Lena Schmid (Eschach) sowie Jannik Meßner (Schechingen). Ebenso groß war die Freude bei Noah Paar aus dem Gschwender Ortsteil Mittelbronn in der Altersklasse 1, den jüngsten Radlern. Mit Lara Manzke aus Winnenden siegte eine Schülerin, die nicht aus dem Ostalbkreis kommt ADAC Jugendfahrradturnier-Finale: Das bedeutet Spannung und höchste Konzentration. Punktrichter beobachten, ob die Teilnehmer die acht verschiedenen Geschicklichkeitsprüfungen auf dem Fahrrad fehlerfrei meistern, darunter Anfahren, Spurwechsel, Slalom und ein Bremstest. „Wichtig ist, die Kinder und Jugendlichen mit dem Fahrrad vertraut zu machen, ihnen aber auch die noch vorhandenen Probleme aufzuzeigen“, erläuterte Carl-Eugen Metz, Vorstand Verkehr & Umwelt des ADAC Württemberg, bei der Siegerehrung die Philosophie der Sicherheitsaktion.
Winfried Lining, Vorsitzender des örtlichen Ausrichters MSC Abtsgmünd, hatte am Morgen das Finale eröffnet: „Verkehrssicherheitsarbeit ist in unserem Club ein wichtiges Anliegen“, betonte Lining, der mit einem 45-köpfigen Team den veranstaltenden ADAC Württemberg beim Ablauf unterstützte. Ein breit gefächertes Rahmenprogramm mit einem Auftritt des deutschen Spitzen-Kunstradfahrers Martin Fürsattel (Fürth), der Nachwuchsfahrerinnen Nina Sandhöfner und Ina Wiedenhöfer (beide MSC Abtsgmünd), eine Pedalo-Spielstraße und ein ausgestelltes ADAC Straßenwachtfahrzeug gehörten zu den weiteren Programmpunkte. Die Polizei beteiligte mit der landesweiten Verkehrssicherheitsaktion „Schütze Dein Bestes – die Radhelmkampagne für Jugendliche“ und einem Infostand des Polizeipräsidiums Aalen. Unterhaltung boten zudem der Entertainer Tilo und das „kleine Zebra“ vom Polizeipräsidium Aalen.

Minister-Grußwort

Schirmherr der Finalturniere des ADAC in Baden-Württemberg ist Winfried Hermann, Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg.

Informationen für Schulen und Ausrichter

Weitere Informationen zu den ADAC Jugendfahrradturnieren in Württemberg erhalten Sie bei der Abteilung Verkehr und Umwelt des ADAC Württemberg. Schulen oder Vereine, die ein Turnier ausrichten wollen, melden sich beim ADAC Württemberg unter Telefon 07 11 / 28 00 - 1 51 oder per E-Mail.

Ziele des Programms

Das Turnier beginnt mit einer Fahrradkontrolle. Die Teilnehmer werden durch diese Kontrolle angehalten, nur ein verkehrssicheres Fahrrad zu benutzen und jederzeit auf einen einwandfreien Zustand zu achten. Die acht Fahraufgaben, ausgerichtet an Situationen und Anforderungen des Straßenverkehrs, haben folgende Lernziele:

  1. Anfahren - Unmittelbar vor dem Losfahren noch einmal nach hinten umschauen
  2. Spurbrett - Auch bei wenig Platz das Gleichgewicht halten und sicher geradeaus fahren
  3. Kreisel rechts - Mit einer Hand lenken, mit der anderen zum Beispiel Zeichen geben und dabei auch noch bremsbereit sein
  4. Spurgasse beziehungsweise Achter - Kurven und Engstellen mit angepasster Geschwindigkeit und mit der richtigen Pedalstellung durchfahren
  5. Kreisel links - Mit einer Hand lenken, mit der anderen zum Beispiel Zeichen geben und dabei auch noch bremsbereit sein
  6. Spurwechsel - Vor dem Überholen und vor jedem Wechsel der Spur umschauen und - wenn „frei" ist - ein deutliches Handzeichen geben
  7. Slalom - vorausschauend fahren und Hindernissen auch bei schneller Fahrt ohne großen Bogen ausweichen
  8. Bremstest - Aus schneller Fahrt ohne zu schleudern korrekt abbremsen und zielgenau anhalten

Während der Fahrt im Parcours sollen die Kinder und Jugendlichen - wie im realen Straßenverkehr - möglichst im Sattel sitzen bleiben und die Füße nicht von den Pedalen nehmen. Außerdem sollen die Kinder daran gewöhnt werden, ausschließlich mit Helm zu fahren.