Alles zur E-Mobilität

 
Der automobile Wandel schreitet voran. Die Zahl elektrisch betriebener Fahrzeuge nimmt ständig zu. Hier finden Sie Antwort auf viele Fragen rund um dieses Thema.

Erstberatung

Elektromobilität

Das private Laden von E-Fahrzeugen - ein ganz wichtiger Aspekt für Autobesitzer. Das Elektro Technologie Zentrum Stuttgart und der ADAC Württemberg erleichtern deshalb Autofahrerinnen und Autofahrern den Einstieg in die E-Mobilität. ADAC Mitglieder in Württemberg erhalten durch zertifizierte Elektrofachbetriebe eine kostenfreie Erstberatung für die Installation einer Ladesäule. Dabei werden die wichtigsten Kernfragen erläutert: Ist die vorhandene Elektroinstallation ausreichend abgesichert und leistungsfähig genug? Sind Veränderungen erforderlich und sind diese realisierbar? Welche Ladestation ist für das vorhandene oder geplante E-Fahrzeug am besten geeignet? Wer sich für eine kostenfreie Erstberatung interessiert - einfach Kontakt zum ADAC Württemberg aufnehmen (Telefon: 07 11-28 00 21 03 oder per Mail an technik@wtb.adac.de). Der ADAC vermittelt anschließend den Kontakt zu zertifizierten Elektrofachbetrieben, die eine Erstberatung vor Ort übernehmen. Die Fachbetriebe nehmen die vorhandene Elektroinfrastruktur in Augenschein, erstellen ein qualifiziertes Beratungsprotokoll und geben weitere Fachinformationen.

Info-Flyer zur Erstberatung, 1,05 MB
Broschüre "Elektromobilität", 6 MB

Das sollten Sie wissen

Öffentliches Laden

Wie schalte ich eine Ladesäule frei, um mein Fahrzeug zu laden?

Für die meisten Ladesäulen im öffentlichen Bereich benötigen Sie eine Ladekarte des Betreibers oder eine Ladekarte eines Unternehmens, welches mit dem Betreiber der Ladesäule kooperiert. Die Karte wird an die Ladesäule gehalten und die Säule dadurch freigegeben. Einige Betriebe bieten inzwischen auch die Freigabe mittels einer bereitgestellten Smartphone-App oder mittels SMS an.

Wo finde ich die nächste öffentliche Ladesäule?

Inzwischen gibt es verschiedene Internetseiten, die regelmäßig die Standorte der öffentlichen Ladesäulen aktualisieren. Auch unter maps.adac.de können Sie sich Ladesäulen entlang Ihrer Route anzeigen lassen. Eine aktuelle Übersicht finden Sie zudem auf der Internetseite http://www.goingelectric.de/stromtankstellen/.
Tipp: Schauen Sie in der App Ihres Ladekartenbetreibers nach, ob Sie mit Ihrer Ladekarte dort auch Strom tanken können.

Was ist Roaming und wie funktioniert es? Welche Roaming-Angebote sind die umfangreichsten?

Anfangs haben die Ladesäulenbetreiber nur ihre eigenen Ladekarten zugelassen. Inzwischen gibt es sogenannte Roaming-Angebote, die es ermöglichen mit einer Ladekarte an Ladesäulen vieler verschiedener Ladesäulenbetreiber Strom zu tanken und abzurechnen. Umfangreiche Angebote finden Sie unter bei den Anbietern NewMotion, PlugSurfing und Ladenetz.

ADAC e-Charge

Was für Ladekarten gibt es? Gibt es Ladekarten mit den ich auch Benzin tanken kann?

Es gibt Ladekarten von den einzelnen Betreibern als auch von Roaming-Partnern, die viele Betreiberangebote zusammenfassen. Inzwischen wird für VW- und Audifahrer die Charge & Fuel Karte angeboten, mit der man Laden und Tanken kann.

ADAC e-Charge

Was kostet ein Ladevorgang? Ist der Strompreis zum Laden überall gleich?

Die Kosten sind abhängig vom Betreiber der Ladesäule und nicht einheitlich.

Hier finden Sie detaillierte Informationen zu den Strompreisen

Wie bezahle ich?

Die Bezahlung erfolgt über die Ladekarte oder App. Daran erkennt die Ladesäule den Anbieter und übermittelt den Preis dem Ladekartenanbieter. Dieser belastet ihr Kundenkonto mit dem von ihm angebotenen und von ihnen ausgewählten Zahlungsmittel.

Woran erkenne ich welcher Steckertyp unterstützt wird?

Hier hilft es ungemein sich vorab zu informieren oder unterwegs mittels einer App des Anbieters nachzuschauen welcher Steckertyp vorhanden ist. Von weitem ist es gar nicht oder nur sehr zu schwer erkennen welcher Steckertyp unterstützt wird, hier hilft es nur anzuhalten und nachzuschauen.

Komme ich zuverlässig durch ganz Deutschland/Europa?

Ein Vorabplanung ist noch notwendig und niemand kann eine Lademöglichkeit garantieren. Auch wenn eine Ladesäule auf dem Weg vorhanden ist, bedeutet das nicht, dass diese auch frei oder womöglich defekt ist.

Benötige ich ein eigenes Ladekabel?

Ein eigenes Ladekabel ist in jedem Fall notwendig. Dieses Ladekabel sollte bei einem Neukauf jedoch immer zur Fahrzeugausstattung gehören. Bei einem Gebrauchtwagenkauf sollte darauf geachtet werden, dass dieses vorhanden ist. Sollte es nicht mehr vorhanden sein, so ist ein Kauf eines Ladekabels notwendig.

Benötige ich ein Smartphone?

Ein Smartphone ist zum Auffinden einer Ladesäule sehr hilfreich, jedoch nicht zwingend notwendig, insofern man sich vorab informiert hat.

Kann ich einen Strafzettel bekommen, während ich an der Ladestation parke?

Auch an einer Ladesäule muss die Straßenverkehrsordnung eingehalten werden. Deshalb müssen eventuell zeitlich begrenzte Halteverbote beachten oder auch in die korrekte Richtung geparkt werden. Auch ist das Parken an vielen Ladesäulen nur frei, wenn das Fahrzeug auch tatsächlich geladen wird.

Ist Rauchen an der Ladestation gefährlich?

Nein. Es besteht keine Gefahr, dass durch das Rauchen eine technische Reaktion ausgelöst wird.

Kann ich die Ladestationen auch bei Regen verwenden?

Die Ladespannung liegt erst an, wenn das Fahrzeug und die Ladesäule die Informationen ausgetauscht haben. Die heißt: Das Kabel muss richtig anliegen und alles in Ordnung sein. Zu diesem Zeitpunkt ist alles verriegelt und kein metallischer Gegenstand im Freien geschweige denn mit Wasser in Kontakt. Das Verwenden der Ladesäule ist also kein Problem.

Was bedeutet "induktives" Laden?

Induktive Laden bedeutet kontaktlos Laden. Dahinter steckt die Idee, Energie mittels hochfrequenter Wechselströme drahtlos zu übertragen. Damit könnten durch Ladeelemente in der Fahrbahn, auf Parkplätzen oder Garagen Fahrzeuge geladen werden. Derzeit ist diese Option noch nicht komplett serienreif. In Zukunft gehen Experten davon aus, dass das Laden an Ladesäulen der Vergangenheit angehören wird.

Wie viele Ladesäulen sind nötig? Werde ich jemals so bedenkenlos wie mit meinem Benziner fahren können?

Laut einer aktuellen Studie benötigen eine Million Stromer circa 35.000 öffentliche und halböffentliche Ladepunkte. Mit der Reichweitensteigerung und einer ausreichenden Anzahl an Nachlademöglichkeiten wird in Zukunft eine bedenkenlose Fahrt möglich sein.

Was passiert wenn die Ladesäule frei, aber zugeparkt ist? Gibt es da eine rechtliche Handhabe?

Das geparkte Fahrzeug, das nicht zum Laden dort steht, parkt dann im Normalfall im Halteverbot. Im Grunde darf abgeschleppt werden, wenn ein abgestelltes Auto andere behindert oder gefährdet. Das ist meist der Fall, wenn der Wagen im absoluten Halteverbot steht. Allerdings muss das im öffentlichen Raum durch die Polizei/Polizeibehörde veranlasst werden. Dies ist allerdings zeitintensiv. Somit dürfte es in vielen Fällen kaum sinnvoll sein zu warten, bis das Fahrzeug weggeschleppt wurde.

Wie kann sichergestellt werden, dass die Parkplätze an der Ladesäule nicht fremdbelegt werden?

Technisch ist es nur mit einem hohen Aufwand möglich diese Parklätze für E-Fahrzeuge sicher freizuhalten. Im Endeffekt müsste auch sichergestellt werden, dass diese Fahrzeuge dann auch laden?

Was passiert, wenn die Ladesäule das Kabel nicht freigibt?

Hier muss zwischen einem mechanischen Defekt und der Nichtfreigabe durch die Elektronik unterschieden werden. Bei einem mechanischen Effekt bleibt oftmals nichts anderes übrig als das Kabel hängen zu lassen und den Betreiber zu informieren. Sollte die Elektronik das Kabel nicht freigeben, hilft es den Betreiber (Nummer an der Ladesäule) anzurufen – dieser kann das Kabel häufig von der Ferne freigeben.

Kann ich auch meinen (Plug-In)-Hybrid an der Ladesäule laden?

Jedes Fahrzeug mit einer passenden Ladeeinrichtung kann an der Ladesäule geladen werden.

Hat der ADAC Ladesäulen?

Der ADAC betreibt in Württemberg keine eigenen Ladesäulen im öffentlichen Raum. Teilnehmern eines Fahrsicherheits-Trainings oder Besuchern der Verkehrsübungsanlage in Leonberg steht eine Ladesäule zur Verfügung.

E-Ladekarte

ADAC e-charge

Der ADAC und die EnBW bringen Licht in den oft undurchsichtigen Preisdschungel an Elektroladesäulen: Seit 1. April 2019 bietet der ADAC in Kooperation mit dem Energieunternehmen EnBW seinen Mitgliedern die Möglichkeit, mit ADAC e-Charge an mehr als 25.000 Ladepunkten im größten Ladenetz in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einheitlichen Preisen zu laden. Dabei nutzt der ADAC das Ladenetz der EnBW mobility+ App.

Abgerechnet wird ausschließlich nach der Menge des geladenen Stroms: Die Kilowattstunde per Wechselstrom-Ladung (AC) kostet einheitlich an jeder Ladesäule 0,29 Euro. Die Kilowattstunde per Gleichstrom-Ladung (DC) kostet unterwegs nur 0,39 Euro – egal, ob an einer EnBW-Ladesäule oder an einer Ladesäule eines anderen Anbieters im gesamten e-Roamingnetz des Energieunternehmens. Damit sind die Kosten nicht nur berechenbar, sondern auch günstig: Die meisten öffentlichen Elektromobilitätsanbieter rechnen pro Stunde oder nach Pauschalen ab und erheben zusätzliche Kosten wie Standgebühren.

Nach dem Download der EnBW mobility+ App und der Registrierung als ADAC Mitglied können Fahrer von Elektroautos mit der App oder der ADAC e-Charge Card bequem laden und bezahlen. Eine monatliche Grundgebühr gibt es für ADAC Mitglieder nicht. Die nächstgelegene Elektroladesäule lässt sich über die App ebenfalls schnell und einfach finden.

Weiterführende Informationen zum neuen Angebot

Für den Einsatz im nicht-deutschsprachigen europäischen Ausland stellt der ADAC Württemberg seinen Mitgliedern die ADAC e-drive Ladekarte für Elektro-Fahrzeuge zur Verfügung. Sie bietet Zugang zum Ladenetzwerk des Kooperationspartners New Motion – mit mehr als 64.000 Ladepunkten das größte in Europa. Die Karte selbst ist kostenlos. Abgerechnet wird der mit dem Betreiber der Ladestation vereinbarte Roaming-Tarif, der in der App für die jeweilige Station angezeigt wird. Hinzu kommt eine Transaktionsgebühr von 35 Cent pro Ladevorgang, maximal jedoch sieben Euro pro Monat. Die Nutzung ist mit keinen Abonnementskosten verbunden und neben Deutschland in beliebten Urlaubszielen wie Italien, Spanien oder Frankreich möglich. Erhältlich ist die e-drive Ladekarte für ADAC Mitglieder in allen 14 württembergischen ADAC Geschäftsstellen, telefonisch bestellbar unter 0711 28 00 21 03 sowie per E-Mail (technik@wtb.adac.de).

NewMotion-App

Wallboxen, Ladesäulen - Was bei einer Installation zu beachten ist

Wallbox

Die Installation einer Wallbox ist absolut nichts für Laien und auch nichts für „Hobby-Elektriker“. Eine 3-phasige 11-kW-Wallbox ist der optimale Kompromiss für den e-Autofahrer, da er sich mit dieser auch zukünftig „netzdienlich“ verhält. Elektroautos kann diese 1-phasig mit 3,7 kW (z. B. Nissan LEAF), 2-phasig mit 7,4 kW (z. B. VW e-Golf) und 3-phasig mit 11 kW (z. B. Renault ZOE) laden. „Über Nacht“ (zehn Stunden) können so selbst mit 3,7 kW über 30 kWh geladen werden, was bis zu 200 km Reichweite entspricht. Ein schneller Kundendienst ist bei einer eventuellen Störung essentiell, da das e-Auto für die Dauer einer Störung nicht geladen werden kann.
Nicht benötigte Ausstattungen können die Bedienung erschweren, zu Bedienfehlern und im schlimmsten Fall zu Störung/Ausfall führen.
Ein fest an der Wallbox angebrachtes ausreichend langes Ladekabel ist ein Komfortgewinn und meist günstiger, als ein extra Ladekabel zu kaufen, damit ein Ladekabel für unterwegs immer im Kofferraum dabei ist. Auch spart ein fest an der Wallbox angebrachtes Ladekabel Platz, was in engen Garagen hilfreich sein kann.

Fragen zur Installation

Ich möchte ein E-Auto kaufen und wohne in einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Wer ist mein Ansprechpartner zur Installation einer Ladesäule? Habe ich einen Anspruch?

Die Eigentümerversammlung muss mehrheitlich zustimmen. Der Gesetzgeber plant dazu eine Gesetzesänderung zugunsten des E-Mobilisten. Ausführliche Informationen: https://blog.adac/ohne-anschluss-kein-strom/

Gibt es eine Gefahrenerhöhung? Gebäudeversicherung?

Die Ladesäule muss der Versicherung nicht mitgeteilt werden. Wird extra eine Garage oder ein Carport gebaut, ist dies mitteilungspflichtig (bauliche Veränderung).

Wer prüft mein Stromnetz? Kann ich einfach das Auto in die Steckdose stecken? Gibt es brandschutztechnische Aspekte?

Die Dauerlast von mehreren Stunden kann die Hausinstallation an ihre Grenzen bringen. Im schlimmsten Fall könnte es sogar zu einem Brand kommen. Daher sei Käufern und Fahrern von Elektrofahrzeugen geraten, die vorhandene Elektroinstallation von einer eingetragenen elektrotechnischen Fachkraft überprüfen zu lassen.

Gibt es Installationsangebote von Stromanbietern – Autohersteller?

Grundsätzlich bieten die Autohersteller als auch die Elektriker und die Hersteller der Ladesäulen maßgeschneiderte Angebote an. Wichtig ist, dass ein qualifizierter Fachbetrieb die Installation durchführt, damit der Versicherungsschutz besteht.

Ist es möglich das Fahrzeug mittels einer Photovoltaikanlage und Energiespeicher zu laden?

Grundsätzlich ist es möglich über eine Solaranlage und sogenannten Powerwalls (Energiespeicher) Fahrzeuge zu laden. Die Ladegeschwindigkeit hängt jedoch stark von der Leistung der Anlage ab.

Wie lange braucht das Laden?

Die Ladedauer variiert je nach Fahrzeug, Fahrzeugausstattung und der Lademodi. Ein Beispiel: Der Opel Ampera-e hat eine Batteriegröße von 61 kWh. Wenn diese noch halbvoll ist dauert die Vollladung mit 2,3 kW mehr als 13 Stunden, mit 4,6 kW mehr als 6,5 Stunden und mit 50 kW mehr als 36 Minuten. Die maximale Ladeleistung ist aber begrenzt durch die maximal mögliche Ladeleistung des e-Autos und die der Elektroinstallation.

Wie kann ich mich gegen unbefugtes Nutzen schützen?

Es gibt verschiedene Varianten von Ladesäulen, die Sie mittels einer eigenen Tankkarte oder einem Schlüssel freischalten müssen und sich so gegen ein unbefugtes Nutzen absichern können.

Wie viel Platz brauche ich für eine Ladesäule?

Moderne Ladesäulen sind kompakt und können zum Beispiel problemlos an der Wand befestigt werden.

Was kostet eine Ladesäule?

Je nach Bedarf, Schnelllademöglichkeit, Ausstattung und Innen- oder Außenbereich müssen Sie derzeit mit 800 bis 3500 Euro rechnen.