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Der ADAC

#besserRadfahren: Beispiele für Gefahrenstellen

© Bild von Roland Steinmann auf Pixabay

ADAC Württemberg bewertet eingereichte Meldungen bei der Mitmachaktion

Mit der Aktion #besserRadfahren setzen sich ADAC und der SWR gemeinsam mit weiteren Partnern für einen fahrradfreundlichen Südwesten ein. Die Kernfrage lautet: Wo kann die Situation der Radfahrerinnen und Radfahrer im Südwesten (noch) besser werden? Auf diesen Aufruf sind bisher mehr als 10.000 Meldungen bei der Mitmachaktion eingegangen. Die Hochschule Karlsruhe hat daraus einige Meldungen zu Gefahrenstellen ausgewählt, die nach einer Änderung der Verkehrsführung rufen. Wir haben die Situationen aus der Region Württemberg fachlich geprüft und erklären, wo es hakt:

Lehlestraße, Faurndau (Göppingen) ∙ © ADAC Württemberg e.V.
  • Lage: Lehlestraße, Faurndau (Göppingen)

  • Meldung: Bei dem Neubau der Bahnbrücke (B297) wurde der Einmündungsbereich umgestellt. Durch Lärmschutzwände gibt es keine Sichtbeziehung zwischen Kfz Verkehr und Fußgänger / Radfahrer.

  • Einschätzung ADAC Württemberg: Beim Abbiegen in die Nebenstraße ist die Sicht aufgrund der Lärmschutzwand stark eingeschränkt. So werden Radfahrer erst sehr spät erkannt. Hier kann es zu sehr gefährlichen Situationen kommen.

ADAC Württemberg e.V.
Vaihinger Markt, Vaihingen ∙ © Nicht veröffentlichen
  • Lage: Vaihinger Markt, Vaihingen

  • Meldung: Der Radschutzstreifen mündet in Verlängerung auf dem Gehweg. Daher wurde der Weg verschwenkt auf die Fahrbahn. Das kann aber von den PKWs nicht rechtzeitig gesehen werden, da die Hauptstraße eine Kuppe darstellt.

  • Einschätzung ADAC Württemberg: Das Problem ist deutlich auf dem Bild erkennbar, hier droht ein Zusammenstoß von einschwenkenden Radfahrern und Pkw. Konflikte sind vorprogrammiert. Die Wartezone sollte idealerweise vor die Wartezone der PKW eingezeichnet sein, so wie es unten auf dem Bild umgesetzt ist.

ADAC Württemberg e.V.
Bahnhofstraße, Fellbach ∙ © Nicht veröffentlichen
  • Lage: Bahnhofstraße, Fellbach

  • Meldung: Schmaler Radstreifen im Dooring-Bereich, keine Benutzungspflicht mehr. Wenn man mit ausreichend Abstand zu parkenden Autos fährt, wird man angehupt, beschimpft, abgedrängt, ...

  • Einschätzung ADAC Württemberg: Die Meldung beschreibt leider ein sehr häufiges Problem. Hier herrscht ein großes Gefahrenpotenzial für Radfahrer bei sich öffnenden Türen, sogenannte Dooring-Unfälle. Autofahrer sollten deshalb den „holländischen Griff“ beim Aussteigen benutzen. Dabei öffnet der Fahrer die Autotür mit der rechten Hand statt mit der näheren linken Hand. So soll beim Aussteigen bewusst der Blick nach hinten geführt werden.

Reinsburgstraße, Stuttgart ∙ © ADAC Württemberg e.V.
  • Lage: Reinsburgstraße, Stuttgart

  • Meldung: Es wird hier beidseits ein Radweg suggeriert, aber in Wirklichkeit ist es nur eine Unterteilung des Parkplatzes.

  • Einschätzung ADAC Württemberg: Hier müssen dringend die Parkplatz-Markierungen angepasst werden. Sie erwecken tatsächlich den Anschein eines Radwegs, was zu Konflikten zwischen Auto- und Radfahrern führen kann.

Schwieberdinger Straße, Stuttgart-Zuffenhausen ∙ © ADAC Württemberg e.V.
  • Lage: Schwieberdinger Straße, Stuttgart-Zuffenhausen

  • Meldung: Hier endet der stadtauswärtige Radweg abrupt. Die Angabe "Weiterführung in 200m" ist wenig hilfreich.

  • Einschätzung ADAC Württemberg: In dieser Situation müsste das schlecht lesbare Hinweisschild erneuert und die 200 Meter lange Lücke im Radweg geschlossen werden. Letzteres dürfte aber schwierig umzusetzen sein, da aufgrund der Wohnbebauung auf diesem Abschnitt der notwendige Platz fehlt.

Hier gibt es weitere Informationen zur Aktion #besserRadfahren