Sommerferien in Bayern: Reiseapotheke und Auslandskrankenversicherung
Von Redaktion Südbayern

Mit Beginn der Sommerferien zieht es viele in den Urlaub, vor allem Ziele innerhalb Europas sind bei den Bayern beliebt. Wer verreist, sollte neben Reisepass, Badekleidung und Sonnencreme auch an eine gut ausgestattete Reiseapotheke und den richtigen Krankenversicherungsschutz denken. Denn die benötigten Medikamente sind im Ausland nicht immer erhältlich und bei einem Arztbesuch können schnell unerwartete Kosten entstehen.
Einer repräsentativen Umfrage des ADAC Südbayern im Juni 2026 unter 1000 Befragten in Bayern zufolge sind Reisen innerhalb Europas (30 %) diesen Sommer besonders gefragt. Und auch laut der Deutschen Reiseanalyse 2025 zählen die europäischen Länder Italien, Spanien, Österreich und Kroatien sowie außerdem die Türkei zu den beliebtesten Reisezielen der Bayern. Wer in diesen Ländern unterwegs ist, sollte jedoch nicht nur an Unterkunft, Anreise und Ausflugsziele denken, sondern auch an die eigene Gesundheit. Denn Medikamente sind im Ausland nicht immer in der gewohnten Form erhältlich und bei Arztbesuchen können je nach Reiseland zusätzliche Kosten entstehen. Mit einer gut ausgestatteten Reiseapotheke und dem passenden Krankenversicherungsschutz lassen sich viele unangenehme Überraschungen vermeiden.
Daher sollte vor der Abreise die persönliche Reiseapotheke unbedingt überprüft werden. Das ist besonders wichtig für Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen. Sie sollten ihre Arznei- und Hilfsmittel immer in ausreichender Menge, etwa 50 Prozent mehr als benötigt, mitführen. Hintergrund: Nicht alle Medikamente sind im Ausland verfügbar oder sie unterscheiden sich in Zusammensetzung und Dosierung.
Was gehört in die Reiseapotheke?
Eine gut ausgestattete Reiseapotheke sollte die häufigsten Beschwerden im Urlaub abdecken. Dazu gehören unter anderem:
Pflaster, Kompressen und Wunddesinfektion für kleinere Verletzungen
Schmerz- und Fiebermittel
Mittel gegen Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden
Medikamente gegen Reiseübelkeit
Nasenspray und Mittel gegen Erkältungssymptome
Insektenschutzmittel und Salben gegen Insektenstiche
Fieberthermometer
Persönlich benötigte Dauermedikamente
Wichtige Medikamente sollten möglichst in der Originalverpackung transportiert werden. Die Beipackzettel helfen dabei, Wirkstoffe und Dosierungen auch im Ausland eindeutig nachzuweisen. Wer mit dem Flugzeug unterwegs ist, sollte benötigte Arzneimittel grundsätzlich im Handgepäck verstauen und sich vorab bei seinem Arzt über eventuell benötigte Bescheinigungen informieren.
Tipps für die perfekte Reiseapotheke
Weitere Informationen rund um die Reiseapotheke und eine ausführliche Checkliste zum Download finden Sie unter: Tipps für die perfekte Reiseapotheke
Hilfreiche Tipps für die beliebtesten Reiseländer
Sonnenschutz nicht vergessen
Wer seinen Urlaub im Süden, beispielsweise am Mittelmeer wie in Italien oder Kroatien verbringt, sollte besonderen Wert auf Sonnenschutz legen. Aber auch in Mitteleuropa sollte man die Gefahren durch die Sonne nicht unterschätzen. Hohe Temperaturen und intensive Sonneneinstrahlung erhöhen das Risiko für Sonnenbrand, Sonnenstich oder Kreislaufprobleme. Sonnenschutzmittel mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor sowie Elektrolytpräparate können daher sinnvolle Bestandteile der Reiseapotheke sein.
Vorsicht bei Hitze und Magenproblemen
In Südeuropa − insbesondere in der Türkei und im Süden Spaniens − können hohe Temperaturen den Kreislauf stark belasten. Urlauber sollten daher immer ausreichend Wasser trinken und vorsorglich Mittel gegen Durchfall oder Übelkeit dabeihaben. Insbesondere bei Fernfahrten und Ausflügen können Magen-Darm-Beschwerden oder die Reisekrankheit den Urlaub beeinträchtigen.
Sicher unterwegs in den Bergen
Bei Wanderurlauben, zum Beispiel in Österreich oder Südtirol, gehören Blasenpflaster, elastische Binden und eine kleine Erste-Hilfe-Ausstattung ins Gepäck. Wetterbedingte Temperaturunterschiede können zudem schnell zu Erkältungen oder Kreislaufproblemen führen. Darauf sollten Reisende vorbereitet sein.
Reicht die Krankenversicherungskarte im Ausland?
Viele Reisende verlassen sich auf die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), die sich auf der Rückseite der gesetzlichen Krankenversicherungskarte befindet. Sie ermöglicht in allen EU-Staaten sowie unter anderem in Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz den Zugang zu medizinisch notwendigen Leistungen des öffentlichen Gesundheitssystems. Dazu gehören beispielsweise Arzt- und Zahnarztbesuche, Krankenhausbehandlungen oder notwendige Medikamente. Allerdings hat die EHIC auch Grenzen: Sie gilt nicht für Privatkliniken, deckt keinen medizinisch sinnvollen Rücktransport nach Deutschland ab und übernimmt nicht alle anfallenden Kosten im jeweiligen Land. Etwaige Zuzahlungen, beispielsweise für Krankenhausaufenthalte, müssen Urlauber häufig selbst tragen. Außerdem gelten stets die Regelungen des jeweiligen Gesundheitssystems vor Ort.
Auslandskrankenversicherung bleibt wichtig
Der ADAC aber auch Verbraucherschützer und Krankenkassen empfehlen Urlaubern daher zusätzlich eine private Auslandskrankenversicherung. Diese ist oft bereits für wenige Euro pro Jahr erhältlich und kann hohe Kosten vermeiden. Besonders wichtig ist sie für Reisen in die Türkei, da das Land nicht zur EU gehört und die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung dort deutlich eingeschränkter sein können. Aber auch innerhalb Europas bietet sie Schutz bei Kosten, die von der EHIC nicht übernommen werden.
Weltweiter Schutz mit der ADAC Auslandkrankenversicherung
Mit der ADAC Auslandkrankenversicherung sind Urlauber im Krankheitsfall weltweit geschützt, egal ob bei ambulanter, stationärer oder zahnärztlicher Behandlung, und zudem im Fall eines notwendigen Krankenrücktransports: Auslandskrankenversicherung des ADAC | Gut geschützt im Ausland!
Gut vorbereitet in die Ferien
Ob Urlaub in Italien, Spanien, Kroatien, der Türkei, Österreich oder einem anderen Land: Eine gut sortierte Reiseapotheke und eine passende Auslandskrankenversicherung gehören zu den wichtigsten Vorbereitungen für die Sommerferien. Wer bereits vor der Reise vorsorgt, kann kleine gesundheitliche Probleme oft selbst behandeln und vermeidet im Ernstfall unangenehme Überraschungen und hohe Kosten.