BMW Z4 2019: ADAC Test, Bilder, technische Daten & Preise

24.7.2019

Der BMW Z4 ist der ideale Roadster für Menschen, die Komfort und Luxus schätzen. Und dank perfekter Gewichtsverteilung, Stoffverdeck und bis zu 340 PS sollte auch genug Fahrspaß aufkommen. Der Z4 M40i im ADAC Test. Preis: 60.950 Euro

BMW Z4 in der Frontansicht
Neuer BMW Z4: Typisch Roadster mit langer Haube und kurzer Scheibe
  • Seit Frühjahr 2019 ist der Roadster erhältlich
  • Tolle Fahrleistungen, perfekte Abstimmung – etwas langweiliger Sound
  • Im Test: Der Z4 M40i mit 340 PS starkem Reihensechszylinder
  • Konkurrenten sind Audi TT, Mercedes SLC und Porsche Boxster

 

Das Timing konnte nicht besser sein: Nach dem deutschen Traumsommer 2018 ließ BMW die Hüllen fallen und zeigte die Serienversion des neuen Z4. Und rechtzeitig zum Frühjahr 2019 rollte der Roadster zu den Händlern. Ob der neue Z4 das ideale Open-Air-Gefährt ist, klärt der ADAC Test.

Das Serienmodell unterscheidet sich kaum von der 2017 vorgestellten Studie und dürfte mit seiner extrovertierten Optik nicht nur auf der Münchner Flaniermeile Leopoldstraße alle Blicke auf sich ziehen. Die Front wirkt mit der breiten, flachen Niere und der markanten Zeichnung in der Motorhaube sehr sportlich, das Heck mit integriertem Spoiler sieht fast schon futuristisch aus.  

BMW Z4 mit selbstbewusster Optik 

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BMW Z4 in der Heckansicht
Von hinten wirkt der Z4 fast schon futuristisch

Klar kann man darüber streiten, ob der Hintern gar so ausladend hätte ausfallen müssen – die Proportionen sind aber knackig. Vorteil des breiten Hecks: In den Gepäckraum passt nicht nur Handgepäck. BMW gibt 281 Liter Fassungsvermögen an, was in etwa auf dem Niveau der Konkurrenz liegt. Der ADAC hat bei seinen standardisierten Messungen 235 Liter in den Kofferrum gebracht – das ist nicht die Welt, aber für zwei Personen durchaus ausreichend.

Gegenüber seinem Vorgänger ist der neue Z4 acht Zentimeter länger und sieben Zentimeter breiter geworden. Wie es sich für einen Roadster gehört, sitzen Fahrer und Beifahrer tief und schauen auf eine lange Haube. Auf dem Fahrersitz findet man genügend Beinfreiheit bis zu einer Körpergröße von etwa 1,95 Metern. Auch bei geschlossenem Dach ist die Kopffreiheit für noch etwas größere Personen ausreichend. Subjektiv ist der Roadster bei geschlossenem Dach heimelig bis einengend, je nach persönlichem Geschmack. Unzweifelhaft sorgen die üppige Mittelkonsole, das niedrige Dach und die hohe Fensterlinie für ein nicht sehr luftiges Gefühl.

Mit einer perfekten Gewichtsverteilung von 50:50 auf Vorder- und Hinterachse, tiefem Schwerpunkt und kompaktem Radstand soll sich laut BMW ein "begeisternd agiles Handling" ergeben. Dem ist auch so. Die Lenkung des Z4 ist äußerst mitteilsam, man bekommt die Straßenbeschaffenheit quasi direkt in die Handflächen übertragen. In Verbindung mit der stets passenden Lenkkraftunterstützung und der sehr direkten Lenkübersetzung ist sehr präzises Fahren mit viel Gefühl für die Vorderachse möglich. Und wie souverän der Z4 den ADAC Ausweichtest absolviert. Das pefekte Fahrwerk macht richtig Laune!

Das Stoffverdeck freut Roadster-Fans

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BMW Z4 in der Seitenansicht
Der neue Z4 kommt wieder mit elektrisch bedienbarem Stoffverdeck

Über eins werden sich Roadster-Fans besonders freuen: Der neue Z4 hat ein Stoffverdeck. Zwar hatte das Stahlklappdach des Vorgängers unbestritten Vorteile bei Wintertauglichkeit und Geräuschdämmung, doch ein Stoffdach gehört einfach zu einem puristischen Roadster-Feeling. Nicht umsonst setzen Mazda MX-5 und Fiat 124 Spider auf die Textilkapuze. Zudem ist die Stoffkapuze 40 Kilogramm leichter als das Stahldach des Vorgängers.

Anders als bei den deutlich günstigeren Konkurrenten wird das Verdeck im BMW nicht von Hand geöffnet, sondern surrt wie beim Audi TT elektrisch auf. Beim neuen Z4 öffnet und schließt es bis Tempo 50 binnen zehn Sekunden auch während der Fahrt.

So, und jetzt Dach zurück und los gehts mit dem 3,0-Liter-Turbobenziner mit 340 PS. Die Achtgangautomatik setzt den Roadster unauffällig in Bewegung. Lässt man alle Fahrmodi unangetastet und verzichtet auch auf den manuellen Getriebemodus, ist der Z4 lammfromm und ein angenehm zurückhaltender Cruiser. Das sehr ordentliche Drehmoment von 500 Newtonmetern liegt schon früh an und macht hektische Gangwechsel des ZF-Getriebes obsolet.

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Der neue Z4 ist zwar deutlich sportlicher abgestimmt als der Vorgänger, durch das beim M40i serienmäßige adaptive Fahrwerk zieht sich der Z4 aber auch bei der Komfortbeurteilung achtbar aus der Affäre. Bereits ab Werk verfügt der M40i über Sportsitze, die sich in allen Richtungen einstellen lassen, zudem kann man die Wangenbreite an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Die Sitze sind bequem gepolstert und bieten gleichzeitig guten Seitenhalt.

Und der Motor? Ist mit seinen 340 PS über jeden Zweifel an Leistungsmangel erhaben. Er schiebt der Sechszylinder den Roadster in jeder Lebenslage vehement an und die versprochenen 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h nimmt man dem Roadster sofort ab. Die Fahrleistungsmessungen im ADAC Autotest bestätigen die Kraft des Motors, der simulierte Überholvorgang von 60 auf 100 km/h ist in 2,6 Sekunden erledigt. 

Klar, dass so ein potenter Antrieb keinen Kleinwagenverbrauch vorweisen kann. Im Schnitt des ADAC Ecotest kam der M40i auf 8,0 Liter Super auf 100 Kilometer, in der Stadt und auf der Autobahn auf 9,0. Sehr lobenswert dagegen: Die Abgase sind sehr sauber.

Tipp Icon

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Seitenansicht des Toyota Supra fahrend

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Digitale Instrumente, hochwertiger Innenraum

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Cockpit des BMW Z4
Alles digital: Instrumente, Head-up-Display und Touchscreen

Im Innenraum ist der Z4 kaum wiederzuerkennen – im positiven Sinne. Die Fahrposition ist sportlich tief und die beiden Sitze bieten eine ausgewogene Mischung aus Seitenhalt und Komfort. Vor den Passagieren baut sich die Mittelkonsole mit Gangwahlhebel und iDrive-Steuerung auf, das Infotainment-System der Münchner gehört auch viele Jahre nach der Einführung der ersten Version zu den besten auf dem Markt.

Im neuen Z4 wird die Navigation auf einem Bildschirm im Widescreen-Format dargestellt, während ein weiteres Display für die Einblendung der Tachodaten direkt vor dem Fahrer zuständig ist. Dieses punktet zwar mit einer gestochen scharfen Darstellung, die Optik mit dem vieleckigen Drehzahl- und Geschwindigkeitsband ist jedoch gewöhnungsbedürftig

Beim Preis übt BMW wenig Zurückhaltung und ruft für die Power-Version M40i satte 60.950 Euro auf. Und auch der Einstiegspreis von 40.950 Euro für den Vierzylinder sDrive 20i mit 197 PS ist durchaus selbstbewusst, schließlich bleibt es ja in den wenigsten Fällen beim Grundpreis, der sich mit allerlei Extras noch weiter in die Höhe schrauben lässt.

Hier lesen Sie den ausführlichen Testbericht zum BMW Z4 M40i.

 

Die Motoren im Überblick

Technische Daten (Herstellerangaben)
sDrive 20i  sDrive 30i
M40i (getestete Version)
Motor  Vierzylinder-Turbobenziner, 1998 cm3, 145 kW/197 PS, 320 Nm bei 1450 U/min  Vierzylinder-Turbobenziner, 1998 cm3, 190 kW/258 PS, 400 Nm bei 1550 U/min
Sechszylinder-Turbobenziner, 2998 cm3, 250 kW/340 PS, 500 Nm bei 1600 U/min
Fahrleistungen  6,6 s auf 100 km/h, Spitze 240 km/h  5,4 s auf 100 km/h, Spitze 250 km/h
4,5 s auf 100 km/h, 250 km/h Spitze
Verbrauch  5,8 – 6,1 l Super/100 km, 133 – 139 g CO2/km  5,8 – 6,1 l Super/100 km, 133 – 139 g CO2/km
7,1 – 7,4 l Super/100 km, 162 – 168 g CO2/km
Maße
L 4,32 / B 1,86 / H 1,30 m
L 4,32 / B 1,86 / H 1,30 m  L 4,32 / B 1,86 / H 1,30 m 
Kofferraum
281 l
281 l  281 l 
Leergewicht
1480 kg
1490 kg
1610 kg
Preis
ab 40.950 €
ab 48.950 €
ab 60.950 €
ADAC Messwerte (Auszug) Z4 M40i
Überholvorgang 60-100 km/h 2,6 s
Bremsweg aus 100 km/h 32,3 m
Wendekreis 11,4 m
Verbrauch / CO2-Ausstoß ADAC Ecotest 8,0 l Super/100 km , 186 g CO2/km (well-to-wheel)
Bewertung ADAC Ecotest (max. 5 Sterne) ***
Reichweite 650 km
Innengeräusch bei 130 km/h 70,3 dB (A)
Leergewicht / Zuladung 1585 / 275 kg
Kofferraumvolumen normal  235  l

 

ADAC Testergebnis Gesamtnote: 2,3
Karosserie/Kofferraum 3,4
Innenraum 2,2
Komfort 2,2
Motor/Antrieb 1,1
Fahreigenschaften 1,8
Sicherheit  1,8
Umwelt/Ecotest 3,0

 

  • Das hat uns gefallen: Hohe Verarbeitungsqualität. Kraftvoller und laufruhiger Motor. Hervorragende Automatik. Geringe Schadstoffemissionen
  • Das hat uns nicht gefallen: Schlechte Rundumsicht. Teuer in Anschaffung und Unterhalt. Recht hoher Verbrauch.

Text: Jochen Wieler, Max Friedhoff/SP-X. Fotos: BMW AG.

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