Fahren bei Wind und Sturm

5.10.2018

Auch wenn Sie im Herbst besonders häufig damit rechnen müssen: Sturm, Wind und heftige Böen können Ihnen das ganze Jahr über begegnen. Hier unsere Tipps, wie Sie als Auto- und Motorradfahrer sicher ans Ziel kommen

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Schäden nach Unwettern sollten Autofahrer umgehend ihrer Teilkaskoversicherung melden.
  • Defensiv fahren: Tempo drosseln, volle Aufmerksamkeit dem Fahrzeug
  • Bei schwerem Sturm und Orkan: Fahrzeug stehen lassen!
  • Caravan-Gespanne, Wohnmobile, Busse sind besonders gefährdet

 

Darauf müssen Autofahrer bei Sturm achten

Starker Wind kann jedes Fahrzeug leicht aus der Bahn bringen. Deshalb gilt als wichtigste Regel: Geschwindigkeit senken! Erfasst eine Böe das Auto, kann man bei niedrigem Tempo erheblich einfacher reagieren und gegenlenken.

Sind Stürme angekündigt, sollten Sie sich schon vor Fahrtantritt darauf einstellen und bei der Routenwahl baumreiche Strecken meiden. Bereits ab Windstärke 5 (29 bis 38 km/h Windgeschwindigkeit) ist Vorsicht angesagt; bei schwerem Sturm (ab Windstärke 10) oder gar Orkanwarnung sollten Sie überhaupt nicht mehr Auto oder Motorrad fahren.

Auf Brücken, in Waldschneisen oder an Tunnelausfahrten ist das Risiko besonders groß, seitlich von starken Böen erfasst zu werden. Oftmals weisen Windsäcke oder Verkehrsschilder auf die Gefahr hin.

Vorsicht beim Überholen von Lastwagen und Bussen: Schon beim Eintauchen in den Windschatten des überholten Fahrzeugs verändert das Auto seine Richtung. Nach dem Überholvorgang wird es dann wieder voll vom Seitenwind erfasst.

Achten Sie verstärkt auf andere Verkehrsteilnehmer; sie können durch Wind oder Sturm plötzlich anders reagieren, als Sie selbst es erwarten würden. Immer beide Hände ans Lenkrad und beide Augen auf die Straße. Schalten Sie Ablenkungsquellen (Telefon mit Freisprecheinrichtung, laute Musik) am besten aus.

Dachlasten erhöhen die Wirkung des Sturms, denn Fahrräder oder Skiboxen bieten ihm eine größere Angriffsfläche. Aus diesem Grund sind auch Wohnmobile, Wohnwagen-Gespanne, Busse und Lkw besonders anfällig für Seitenwind. Diese Fahrzeuge können im schlimmsten Fall sogar umkippen.

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Entschädigung bei Sturm- und Wasserschäden

Wer kommt für die Regulierung eines Sturm- oder Wildschadens am Fahrzeug auf? Unsere Clubjuristen informieren.

Das sollten Sie wissen

Das ist bei starkem Wind für Biker wichtig

Grundsätzlich gelten für Motorradfahrer bei Sturm die gleichen Regeln wie für Autofahrer – siehe oben. Wenn Sie einige zusätzliche Tipps beachten, können Sie für noch mehr Sicherheit sorgen. Zunächst: Fahren Sie möglichst mittig auf der Fahrbahn, damit bei plötzlichen Böen Platz nach beiden Seiten bleibt.

Je weniger die Bekleidung des Fahrers flattert, desto ruhiger bleibt auch das Motorrad bei Wind. Fahrer mit gut sitzender Lederkombi sind hier im Vorteil. Wer Textilbekleidung trägt, sollte sie möglichst "körpernah" einstellen.

Die Wirkung des Windes hängt außerdem stark ab von der seitlichen Angriffsfläche, also der Silhouette von Motorrad und Fahrer. Ein Bike mit Tankrucksack, Gepäckrolle und/oder Topcase ist deutlich windanfälliger. Also: Mit Gepäck besonders vorsichtig fahren, Tempo drosseln. Luftverwirbelungen können auch den Helm erfassen und eine ruhige Sicht auf die Straße erschweren. Eventuell kann es helfen die Windschutzscheibe der Verkleidung (falls vorhanden) so zu verstellen, dass der Helm nicht mehr pendelt.