Umfrage: Hohe Spritpreise – so reagieren Autofahrer

Es muss nicht immer das Auto sein – manchmal ist das Rad eine gute Alternative
Es muss nicht immer das Auto sein – manchmal ist das Rad eine gute Alternative© iStock.com/lechatnoir

Hohe Kraftstoffpreise wegen des Ukraine-Kriegs: Der ADAC hat Autofahrende gefragt, ob sie ihr Verhalten ändern, um sparsamer unterwegs zu sein. Die wichtigsten Ergebnisse.

Energie und Kosten sparen durch Pkw-Verzicht

Auch eine Sparmaßnahme: Das Auto mal in der Garage lassen © iStock.com/querbeet

Seit Ende 2021 sind die Kraftstoffpreise stark angestiegen, gleichzeitig wurde die Energieabhängigkeit Deutschlands von Russland durch den Angriff auf die Ukraine zu einem noch größeren Problem.

Um Energie und Geld zu sparen, verzichtet im Vergleich zum Jahresanfang aktuell jeder Zweite gelegentlich auf Fahrten mit dem Pkw. Nur jeder vierte Befragte gab an, das treffe auf ihn bzw. sie nicht zu.

Weniger Spritverbrauch ist möglich

Vor der roten Ampel nochmal Gas geben? Muss nicht sein! © Shutterstock/ambrozinio

Um den Verbrauch an Diesel und Benzin zu senken, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten: vorausschauend und gleichmäßig fahren, bei hohem Verbrauch den Fahrstil anpassen, auf den optimalen Reifendruck achten und unnötigen Ballast aus dem Kofferraum entfernen.

Durch Maßnahmen wie diesen gelang es 60 Prozent der Befragten, den Verbrauch zurückzufahren. Jede bzw. jeder Zehnte geht davon aus, über zehn Prozent eingespart zu haben.

Das Rad ist die wichtigste Alternative zum Pkw

Bestimmte Wege und Fahrten sind unverzichtbar, müssen aber nicht zwangsläufig mit dem Auto gemacht werden. In der aktuellen Situation ist das Fahrrad als Alternative die erste Wahl. 28 Prozent nutzen es häufiger.

14 Prozent der Interviewten nehmen derzeit öfter die Öffentlichen als vor ein paar Monaten, und neun Prozent steigen häufiger in die Bahn. Jeweils über die Hälfte gaben an, Bahn und öffentliche Verkehrsmittel auch bisher so gut wie nie genutzt zu haben.

Jeder Vierte muss das Auto manchmal stehen lassen

Immer mehr Geld muss fürs Tanken ausgegeben werden © iStock.com/Creativebird

Die gestiegenen Betriebskosten – in erster Linie für Benzin und Diesel – übersteigen bei manchen die finanziellen Möglichkeiten. Sie können sich nur noch die unbedingt notwendigen Fahrten mit dem Auto leisten.

Von allen Befragten erklärte rund ein Viertel, aus Kostengründen die Nutzung ihres Autos einschränken zu müssen. Von denen, die für den Weg zur Arbeit auf ein Auto angewiesen sind, waren es sogar 30 Prozent.

So wurde untersucht

Anfang April 2022 hat die ADAC Markt- und Meinungsforschung zu diesem Thema 1028 Autofahrende ab 18 Jahren befragt, die an mindestens zehn Tagen im Jahr selbst am Steuer sitzen. Die repräsentative Studie wurde online durchgeführt.