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Der ADAC

E-Scooter: Das sind die Regeln im Ausland für die trendigen Roller

Mann fährt mit Elektro-Scooter auf einer Straße in Barcelona.
In Großstädten wie Barcelona sind E-Scooter bei Touristen beliebt ∙ © Shutterstock/Ivan Marc

Immer mehr Touristen leihen E-Scooter. Ob Wien, Barcelona, Rom oder Paris – in Europa sind die Vorschriften überall anders.

  • Altersgrenzen sind oft sogar kommunal unterschiedlich

  • Eine Versicherungspflicht wie in Deutschland gibt es nur in Frankreich

  • In den Niederlanden sind Scooter bislang nicht erlaubt

Sie gehören zum Straßenbild jeder europäischen Metropole: E-Scooter, überwiegend als Sharing-Mietroller – eine umweltfreundliche Ergänzung zu den bisher bekannten Verkehrsmitteln. Im Alltag gibt es aber viele Probleme: oft rücksichtsloses und verkehrswidriges Verhalten, ungeordnetes Abstellen und zum Teil schwere Unfälle mit Fußgängern. In Madrid starb eine ältere Frau nach dem Zusammenstoß mit einem E-Scooter.

„Die Probleme sind überall ähnlich“, sagt ADAC Jurist Peter Jaklin, „nur die Lösungen in Europa sind sehr unterschiedlich.“ Und sie unterscheiden sich zum Teil deutlich von den E-Scooter-Regeln in Deutschland.

In den Niederlanden sind E-Scooter nicht erlaubt

Fast in ganz Europa sind E-Scooter gestattet. Aber es gibt Ausnahmen, zum Beispiel die Niederlande. „Hier werden sie ähnlich wie Mopeds gesehen“, erklärt Jaklin. „Sie bräuchten daher einen Fahrersitz und sind aus diesem Grund bislang nicht erlaubt.“ Weitestgehend einig ist sich Europa bei der Promillegrenze von 0,5. Österreich gestattet 0,8.

Eine Versicherungspflicht wie in Deutschland gibt es nur in wenigen Ländern, zum Beispiel in Frankreich. Die Vorschrift, einen Helm zu tragen, ist bislang nur für Portugal bekannt. Fahren dürfen die Scooter in den meisten Ländern in der Regel auf Radwegen, nur in Ausnahmefällen auf Gehwegen und in Fußgängerzonen.

Wer seinen eigenen E-Scooter mit auf Reisen nimmt, sollte sich vorher erkundigen, was im Ausland erlaubt ist. So müssen zum Beispiel in Frankreich Scooter mit deutschem Kennzeichen nicht anerkannt werden.

E-Scooter: Das gilt in Deutschland und in Europa

In Deutschland sind E-Scooter auf Radwegen und Fahrradstraßen erlaubt. Nur wenn diese fehlen, dürfen sie auf die Fahrbahn ausweichen. Verboten ist das E-Rollern auf Gehwegen und in Fußgängerzonen, außer es gibt das Zeichen „E-Scooter frei“. Fahren dürfen die Roller Jugendliche ab 14 Jahren – der Fahrer benötigt weder eine Mofa-Prüfbescheinigung noch einen Führerschein.

E-Scooter dürfen nur alleine benutzt werden, auch Kinder dürfen nicht mitgenommen werden. Ein Helm wird empfohlen, ist aber keine Pflicht. Vorgeschrieben ist dagegen eine Haftpflichtversicherung. Das entsprechende kleine Kennzeichen kostet etwa 30 Euro pro Jahr. Beim Alkohol gelten die Grenzen wie für Autofahrer: 0,5 Promille, bei Ausfallerscheinungen ab 0,3 Promille und 0,0 für Fahranfänger. Was im europäischen Ausland gilt, lesen Sie in der Tabelle. Klicken Sie einfach durch.