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Neuzulassungen im April: Automarkt im freien Fall

Autoschluessel und Autokennzeichen einzeln auf weissem Hintergrund
Im April gab es deutlich weniger Kfz-Neuzulassungen ∙ © Shutterstock/Baba87

Die Corona-Krise setzt dem Automarkt in Deutschland schwer zu: Im April 2020 wurden 120.840 Pkw neu zugelassen, das sind 61,1 Prozent weniger als im April 2019. Das ergeben die jüngsten Zahlen des Kraftfahrt Bundesamtes (KBA).

Die privaten Zulassungen machten laut KBA 41,9 Prozent aus, sie sind um 57,8 Prozent rückläufig. Bei gewerblich zugelassenen Fahrzeugen beträgt der Rückgang 63,2 Prozent. Im Jahresverlauf liegt der deutsche Automarkt damit aktuell um 31 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Der Grund für den dramatischen Rückgang: Die Autohäuser waren wegen der Corona-Pandemie wochenlang geschlossen, Kfz-Zulassungsbehörden arbeiteten oft nur eingeschränkt. Auch die Fahrzeug-Produktion kam fast vollständig zum Erliegen.

Alle deutschen Marken verlieren

Bei allen deutschen Marken zeigten sich zweistellige Rückgänge. Bei den Importmarken erreichte nur Tesla im April ein Neuzulassungs-Plus. Den größten Einbruch verzeichnete der Kleinwagenhersteller Smart (-94,1 Prozent), gefolgt von Mazda (-74,8 Prozent), Honda (-73,0 Prozent), Opel (-72,8 Prozent) und Mercedes (-71,2 Prozent). Relativ glimpflich davon gekommen sind Mini (-39,2 Prozent), Jaguar (-29,3 Prozent) und DS, das Premium-Modell von Peugeot Citroën (-20,0 Prozent).

Mit einem Marktanteil von 17,2 Prozent aller Neuzulassungen (20.741 Fahrzeuge; Vormonat: 40.643 Fahrzeuge) im April blieb VW allerdings die mit Abstand am meisten nachgefragte Marke.