Diese E-Mountainbikes kommen 2026
Von Redaktion

Welche Elektro-Mountainbikes kommen neu auf den Markt? Die aktuelle Auswahl an E-MTB-Neuheiten zeigt interessante Modelle für 2026. Mit vielen Infos, Fotos und Preisen.
MTB als Alleskönner
Vom Citycruiser bis zum Trailbike
Starke Motoren im Modelljahr 2026
Der Trend zum elektrifizierten Mountainbike ist ungebrochen. 2026 gibt es wieder etliche interessante Modelle. Welche Neuheiten bei E-Mountainbikes 2026 man sich ansehen sollte, sehen Sie in dieser Auswahl des ADAC.
Bulls Copperhead Evo AM 2

Die Fahrradmarke Bulls bringt eine Jubiläumsversion ihres E-MTB-Klassikers Copperhead Evo AM 2 auf den Markt. Das Mountainbike ist mit einem Carbon-Rahmen und 29-Zoll-Speichenrädern ausgestattet und hat einen Federweg von 15 Zentimetern.
Beim Antrieb setzt das Fully auf den in der E-MTB-Welt stark vertretenen Bosch Performance Line CX der fünften Generation in Kombination mit einer 800-Wh-Intube-Batterie. Die Kraft wird über eine Kettenschaltung von Shimano übertragen. Als Bedien- und Anzeigeeinheit dient die Oberrohr-Mini-Remote. Am Lenkervorbau befindet sich eine Schnittstelle mit Halterung für Smartphones und andere Gadgets.
Im Lenkrohr ist ein Scheinwerfer mit Kurvenlichtfunktion integriert, und an den Enden des Hinterbaus sind zwei kleine Rückleuchten installiert. Hinzu kommen ein Kettenstrebenschutz, ein kleines Schutzblech, eine Sattelstütze mit Dropper-Post-Funktion und hydraulische Scheibenbremsen mit 20 Zentimeter Durchmesser von TRP. Das 23 Kilogramm schwere Copperhead von Bulls kostet rund 5000 Euro.
Eightshot Loamer 24

Für seine MTB-Marke Eightshot hat Puky nun mit dem Loamer 24 ein Bike mit E-Unterstützung für Kinder ab sieben Jahren ins Programm genommen. Das Hardtail-Mountainbike hat 24 Zoll große Speichenräder mit Crossbereifung.
Auf den ersten Blick wirkt das Loamer wie ein klassisches Bio-Bike, denn der E-Antrieb ist dezent integriert. Ein schlankes Unterrohr beherbergt einen 250-Wh-Akku, der einen kompakten Hinterradnabenmotor von Mahle mit Energie versorgt. Das Aggregat liefert bis zu 40 Newtonmeter Drehmoment und unterstützt bis 25 km/h. Über eine App lassen sich individuelle Anpassungen am Antrieb vornehmen. Die Reichweite liegt laut Hersteller zwischen 70 und 90 Kilometern.
Eine 1x10-Kettenschaltung von Microshift, hydraulische Scheibenbremsen mit verstellbaren Hebeln sowie eine ebenfalls einstellbare Federgabel mit 12 Zentimetern Federweg erlauben eine kindgerechte Fahrperformance. Zudem bleibt das Gewicht mit rund 15 Kilogramm moderat. Beim Preis zeigt sich das Loamer mit rund 2500 Euro allerdings ambitioniert.
Haibike AllMtn CF11 TRN/IQ

Justieren der Schaltung, schmieriger Dreck, Kette wechseln – das neue Haibike AllMtn CF11 TRN/IQ kennt diese Probleme nicht. Es ist ein Hightech-E-Mountainbike, das auf klassische Schwachstellen wie Kettenschaltung, hohen Wartungsaufwand und nervige Kettenschmiere verzichtet.
Kernstück ist das integrierte MGU-System von Pinion, das E-Motor und Getriebe in einem kompakten Gehäuse vereint und mit elektronisch und auf Wunsch vollautomatisch schaltbaren 12 Gängen aufwartet. Ein Ölwechsel ist erst nach 10.000 Kilometern nötig. Die Kraft wird per leisem, wartungsarmem Riemenantrieb übertragen.
Der 800-Wh-Akku sorgt für ordentliche Reichweite, wenn auch mit Luft nach oben. Dank Vollcarbon-Rahmen bleibt das E-MTB mit 24 Kilogramm vergleichsweise leicht. RockShox-Fahrwerk mit 16 Zentimeter Federweg, Magura-MT5-Bremsen, Mullet-Bereifung (mit 29/27,5 Zoll), eine Dropper-Post-Sattelstütze mit 15 Zentimeter Hub und ein im Oberrohr integriertes FIT-Display runden das Paket ab. Preis: 10.000 Euro. Eine abgespeckte CF10-Variante mit gleichem Antrieb, aber einfacherem Fahrwerk und Bremsen ist ab 8500 Euro erhältlich.
Merida Dirt 500 und 700

Mit Offroad kennt sich Merida aus. In fast jedem MTB-Segment ist die Marke vertreten. Nur eine Nische blieb bisher unbesetzt. Das ändert sich jetzt im Modelljahr 2026.
Merida steigt mit den neuen Modellen Dirt 500 und Dirt 700 in das Segment Dirt Jump und Pumptrack ein. Beide Bikes basieren auf einem robusten Alurahmen, stehen auf 26-Zoll-Laufrädern und bleiben auf einen Singlespeed-Antrieb reduziert. Die Kategorie-5-Zertifizierung erlaubt den Einsatz bis hin zu Freeride und Downhill.
Das Dirt 500 kostet 1000 Euro und ist vor allem ein Einsteiger-Bike. Das 700 für 2000 Euro will mit RockShox-Pike-DJ-Federgabel und DT-Swiss-Laufrädern für ambitioniertere Fahrer locken.
Beide Bikes bieten praktische Details wie eine Gyro-Vorbereitung für ein Drehen des Lenkers um 360 Grad, lange Bremszughüllen und einen Flaschenhalter. Der Marktstart ist für März 2026 angekündigt.
Orbea Muga

Mit vollgefedertem Rahmen, starkem Bosch-Motor und cleverem Gepäckkonzept will das Orbea Muga die Lücke zwischen Citycruiser und Trailbike schließen. Mit dem neuen Modell erweitert der baskische Fahrradhersteller Orbea sein Portfolio um ein vollgefedertes Alltags-Pedelec.
Das Orbea Muga positioniert sich mit robuster Technik und durchdachter Ausstattung in der E-SUV-Kategorie. Mit 12 Zentimetern Federweg an Vorder- und Hinterrad empfiehlt sich das MTB für unterschiedlichste Einsatzzwecke, vom Stadtverkehr über Kopfsteinpflaster bis hin zu Waldwegen und leichten Trails.
Für den Vortrieb sorgt Boschs Performance-Line-CX-Mittelmotor mit nun bis zu 100 Newtonmetern Drehmoment. Energie liefert ein im Unterrohr integrierter Intube-Akku der modellabhängig 600 oder 750 Wh Speicherkapazität bietet. Ein besonderes Merkmal: Auch der Dämpfer der Hinterbaufederung wurde formschlüssig in den Rahmen integriert.
Je nach Modell variiert die Schaltungstechnik: Die Varianten Muga 20 und 30 sind mit mechanischer oder elektronischer Shimano-Cues-Kettenschaltung ausgestattet. Das Topmodell Muga 10 setzt auf eine stufenlose Enviolo-Automatiknabe mit Riemenantrieb.
Beim Fahrwerk kommen ein 29-Zoll-Vorderrad und ein 27,5-Zoll-Hinterrad zum Einsatz. Breite Reifen sowie eine absenkbare Vario-Sattelstütze betonen die Offroad-Tauglichkeit. Dennoch ist das Muga klar auf Alltagseinsatz ausgelegt: Schutzbleche, Seitenständer, eine integrierte Lichtanlage und ein mit bis zu 30 Kilogramm belastbarer Gepäckträger gehören zur Serienausstattung. Optional ist zudem ein Frontgepäckträger erhältlich.
Die Preise starten bei rund 5000 Euro für das Muga 30. Das Muga 20 kostet rund 6000 Euro, das Muga 10 mit Riemenantrieb etwa 7100 Euro.
Rotwild R.EX

Der Drohnenspezialist DJI hat 2024 mit dem Avinox-Antrieb sein Debüt im E-Bike-Sektor gegeben – zunächst exklusiv in Mountainbikes der hauseigenen Marke Amflow. Nun folgen erste Modelle externer Hersteller. Als erster deutscher Anbieter setzt Rotwild auf das smarte, leichte und zugleich leistungsstarke System und montiert es im neuen vollgefederten E-Mountainbike R.EX.
Ganz in Rotwild-Tradition richtet sich das R.EX an ambitionierte Geländefahrer – und an solche, die bereit sind, für High-End-Technik entsprechend tief in die Tasche zu greifen. Drei Varianten stehen zur Wahl: Die Basisversion Core startet bei rund 9000 Euro, das Pro liegt bei 10.000 Euro, und für das Topmodell Ultra werden 12.500 Euro aufgerufen.
Herzstück aller Versionen ist DJIs Mittelmotor M1.24, der regulär 105 Watt und im Boostmodus bis zu 850 Watt sowie 120 Newtonmeter Drehmoment liefert. Vier Antriebsmodi, die der Nutzer anpassen kann, stehen zur Wahl. Für präzise, adaptive Unterstützung sorgen zehn integrierte Sensoren, die unter anderem Trittfrequenz, Geschwindigkeit und Geländeprofil erfassen. Der integrierte Akku mit 864 Wh sitzt im Unterrohr des Carbonrahmens und lässt sich dank Quick-Release-System leicht entnehmen.
Im Oberrohr hat Rotwild auf der Oberseite ein Touchdisplay integriert, das nicht nur zur Steuerung dient, sondern auch per Bluetooth 5.1, ANT+ und LTE Konnektivität bietet – etwa für Updates, Diagnosen oder Navigation.
Fahrwerksseitig kombiniert das R.EX ein sogenanntes Mullet-Konzept mit einem 29-Zoll-Vorderrad und einem 27,5-Zoll-Hinterrad. Für Komfort und Kontrolle sorgt ein Fahrwerk mit 16 Zentimeter Federweg vorne und 15 Zentimeter hinten. In der Basis-Variante kommen Magura-MT5-Bremsen und eine Shimano-XT-1x12-Schaltung zum Einsatz, bei Pro und Ultra stammen Brems- und Schaltkomponenten von Sram. Das Ultra-Modell bringt dank zusätzlicher Carbonkomponenten nur 21,7 Kilogramm auf die Waage – und ist damit die leichteste Version im R.EX-Trio.
Weitere interessante Themen rund ums Fahrrad finden Sie auf einen Blick im Ratgeber Fahrrad, E-Bike & Pedelec.
Text mit Material von SP-X/Mario Hommen