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Richtige Pflege fürs Verdeck

Mann Sprüht Flüssigkeit auf ein Cabrio Dach
© iStock.com/welcomia

Cabrioverdecke bestehen meist aus Kunststoff und sind daher anfällig für Hitze, Kälte oder Feuchtigkeit. Die richtige Pflege kann ihre Lebensdauer verlängern. Unsere Tipps.

Für ein Cabrioverdeck aus Kunststoff stellen automatische Waschanlagen meist kein Problem dar. Ansonsten findet man die wichtigsten Informationen des Herstellers in der Bedienungsanleitung. Dort finden sich auch weitere typspezifische Cabrio-Pflegetipps, z.B. die Auswahl geeigneter Pflege- und Reinigungsmittel. Allgemein sind Waschanlagen, die anstelle von Bürsten mit weichen Textilstreifen arbeiten, gut geeignet. Keinesfalls sollte man den Hochdruckstrahler aufs Verdeck richten. 

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Für die regelmäßige Verdeckpflege ist Handarbeit am besten geeignet. Oft reicht trockenes Abbürsten mit einer weichen Naturborste (beim Bürsten immer der Stoff-Struktur folgen). Bei einer Nassreinigung sollten im ersten Durchgang nur klares, kaltes Wasser und die Bürste zum Einsatz kommen. Die gängigen elektrischen Verdeck-Antriebe sind wartungsfrei.

Das Verdeck sollte, um Scheuerstellen und Stockflecken zu vermeiden, nie im feuchten oder stark verschmutzten Zustand zusammengefaltet werden. Sinnvoll ist auch eine regelmäßige Sichtkontrolle: Denn Verunreinigungen (besonders aggressiv: Vogelkot, Baumharze, Ausscheidungen von Insekten) hinterlassen nur dann keine dauerhaften Spuren, wenn man sie möglichst rasch mit einem feuchten Schwamm entfernt. 

Verdeck-Reiniger nur bei starker Verschmutzung

Nur bei besonders nachhaltiger Verschmutzung sind spezielle Reiniger fürs Verdeck nötig. Es gibt unterschiedliche Produkte für Kunststoff- und Stoffverdecke. Für ganz hartnäckige Flecken gibt es spezielle Reinigungsmittel. Diese sollte man aber nur einsetzen, wenn es wirklich nicht anders geht, und die Verwendungshinweise des Produkts einhalten. Das Risiko, dass das Endergebnis fleckiger aussieht als zuvor, ist nicht zu unterschätzen. Haushaltsübliche Fleckenentferner sollte man in keinem Fall verwenden.

Bei Textilmaterialien kann ein gelegentliches Nach-Imprägnieren sinnvoll sein. Hier sollte man sich aber unbedingt an die Vorgaben des Fahrzeugherstellers (Bedienungsanleitung bzw. Beratung durch Vertragshändler) und die Verarbeitungshinweise des Produktes halten. In jedem Fall wichtig: Die neue Imprägnierung muss vor dem ersten Regen bzw. Waschen vollständig getrocknet sein.

Um die Vielzahl der Gummidichtungen geschmeidig zu halten, sollten diese mit Pflegemitteln auf Silikonbasis behandelt werden. Heckscheiben aus Kunststoff werden mit zunehmendem Alter brüchig, vergilbt und verkratzt. Herauspolieren lassen sich allenfalls leichte Kratzer mit speziellen Reinigern. Stärkere Verschleißerscheinungen bedeuten meist ein neues Verdeck, da die Scheibe nicht immer bzw. nur mit hohem Aufwand gewechselt werden kann.

Cabriofahren im Winter - schlecht fürs Verdeck?

Generell kommt man mit einem gut gepolsterten, dicht schließenden Verdeck auch gut durch den Winter. Kunststoff-Heckscheiben darf man aber nicht mit Eiskratzern bearbeiten, bei der Verwendung von Enteisungssprays sollte man wiederum darauf achten, dass die Dachhaut nicht benetzt wird. Und: Ein steif gefrorenes Verdeck bleibt natürlich auch bei Wintersonne zu! Wer sein Auto den Winter über einmottet, der sollte auf einen gut durchlüfteten Stellplatz achten, das Verdeck schließen, die Autofenster zur Belüftung des Innenraums einen Spaltbreit geöffnet lassen und den Reifenluftdruck um etwa 0,2 bar erhöhen (verhindert sog. Standplatten). Die Batterie muss ab und zu geladen werden (komfortabel sind hier Geräte mit permanenter Erhaltungsladungs-Funktion).

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Nach rund zehn Jahren haben die meisten Cabrioverdecke die durchschnittliche Lebenserwartung erreicht. Aber: Einsatzbedingungen und Witterungseinflüsse wie starkes Sonnenlicht (UV-Strahlung) spielen hierbei keine unerhebliche Rolle. Bei pfleglicher Behandlung und einem Abstellplatz in der Garage können es durchaus auch ein paar Jahre mehr werden!