Mit dem Auto in den Urlaub: Tipps vor und nach der Reise

Frau überprüft Reifendruck
Ganz wichtig: Vor dem Urlaub sollten Sie den Reifendruck überprüfen und je nach Beladung anpassen© Shutterstock/siam.pukkato

Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, sollte vor und auch nach der Reise einen Fahrzeugcheck machen. Diese Tipps helfen, den Pkw auf Vordermann zu bringen.

  • Reifen, Öl, Kühlung: So wird das Auto fit für längere Strecken

  • Was wenige wissen: Auch Hitze strapaziert die Batterie

  • Tipp nach der Reise: Fahrzeug komplett ausräumen, Gewicht kostet Sprit

Tipps für die Urlaubsvorbereitung

Auf langen Strecken wird auch die Technik des Autos strapaziert. Vor allem Reifen, Öl, Kühlwasser, Batterie, Licht und Bremsen sollten Sie vorher checken.

  • Reifen: Vor dem Urlaub sollten Sie den Reifendruck unbedingt überprüfen und der Beladung anpassen. Checken Sie das Profil der Reifen und untersuchen Sie diese auf Beschädigungen.

  • Motoröl: Auch ein Prüfen des Ölstands ist vor der Urlaubsfahrt notwendig. Denn: Ist der Ölstand zu niedrig, kann es zu Motorschäden kommen. 

  • Kühlsystem: Auch Autos verlangen bei Hitze nach Kühlung. An jeder Tankstelle lässt sich Kühlwasser nachfüllen. Aber Vorsicht: Bei heißem Motor steht das Kühlsystem unter Druck, dann sollten Sie den Behälter besser nicht öffnen. Beachten Sie unbedingt die Hinweise in der Fahrzeug-Bedienungsanleitung zum Nachfüllen. 

  • Licht: Ein kurzer Test versteht sich von selbst – überprüfen Sie gewissenhaft, ob sämtliche Scheinwerfer, Blinker und Rücklichter funktionieren.

  • Batterie: Sie reagiert nicht nur auf Kälte empfindlich und unterliegt einem Alterungsprozess, der ihr Kräfte entzieht. Hitze kann der Batterie ebenfalls zu schaffen machen, wie die hohen Einsatzzahlen der ADAC Pannenhilfe in der Sommerzeit zeigen. Lassen Sie daher die Batterie regelmäßig in einer Werkstatt prüfen. 

  • AdBlue: Wer ein modernes Dieselfahrzeug fährt, sollten daran denken, genügend AdBlue mitzunehmen.

  • Sicht: Ein klarer Blick durch die Windschutzscheibe ist unverzichtbar. Alte, abgenutzte Scheibenwischergummis, falsch eingestellte Waschdüsen bzw. mit dem Sommerwaschkonzentrat in den Winterurlaub fahren sind vermeidbare Sicherheitsrisiken.

  • Inspektionsintervall: Im Bordcomputer oder im Serviceheft sind die nächsten Inspektionen gelistet. Gerade vor Urlaubsfahrten, wo die Inspektion unter Umständen während der Reise fällig wird, wäre ein zuvor durchgeführter Service ratsam. Denn die Autos werden besonders bei längeren Fahrten stark strapaziert.

Auch wichtig: Besonders vor langen Strecken sollten Sie auch Klimaanlage und Bremsen checken.

Auto-Check nach der Reise

Nach langen Urlaubsfahrten sollte das Auto gereinigt und durchgecheckt werden. Das dient der Verkehrssicherheit – und kann richtig Geld sparen.

  • Fahrzeug ausräumen, denn jedes Kilo zusätzliche Beladung kostet Sprit. Dachboxen und Fahrradträger sollten demontiert und unnötiges Gepäck aus dem Auto entfernt werden. 100 Kilo Gewicht bedeuten bis zu ca. 0,3 Liter Mehrverbrauch pro 100 Kilometer. Dachboxen erhöhen den Spritverbrauch um rund 20 Prozent.

  • Nach der Entladung von schwerem Urlaubsgepäck sollte die Leuchtweitenregulierung überprüft werden. Gegebenenfalls muss diese auf null gestellt werden, damit die Scheinwerfer nicht zu tief stehen und die Fahrbahn schlecht ausleuchten. 

  • Reifendruck kontrollieren und anpassen: Nachdem vorher der Luftdruck mit der Beladung erhöht wurde, sollte er nach dem Urlaub wieder den Normalbedingungen angepasst werden. Auch die Profiltiefe sollte nach einer intensiven Nutzung überprüft werden.

  • Scheiben reinigen: Nicht nur außen sind Scheiben nach einer längeren Fahrt verdreckt. Auch der Schmutzfilm auf den Innenseiten der Fenster sollte nach dem Urlaub gründlich entfernt werden. Die tief stehende Sonne blendet bei verschmierten Scheiben besonders stark.

  • Den Autolack auf Kratzer und Steinschläge überprüfen. Am besten sofort ausbessern ‒ noch bevor Rost entsteht.

  • Flüssigkeiten prüfen: Ölstand, Kühlflüssigkeit, Bremsflüssigkeit und Wischwasser sollten kontrolliert und gegebenenfalls nachgefüllt werden. Fehlt viel Kühlflüssigkeit, muss die Ursache von einem Fachmann festgestellt werden.

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