Ausfuhrkennzeichen/Zollkennzeichen: Wichtiges zum Autoexport

Ausfuhrkennzeichen wird montiert
Ausfuhrkennzeichen: Der rote Balken rechts zeigt das Ablaufdatum an ∙ © dpa/Markus Scholz

Für den Export eines Fahrzeugs benötigt man ein Ausfuhrkennzeichen. Welche Unterlagen Sie dazu brauchen und was Sie zu Kosten, Versicherung und Steuer wissen müssen.

  • Zollkennzeichen sind maximal zwölf Monate gültig

  • Nötig sind eine spezielle Kfz-Versicherung und TÜV-Plakette

  • Gebrauchte Fahrzeuge müssen vorgeführt werden

Export von Fahrzeugen: Ausfuhrkennzeichen/Zollkennzeichen
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Ein Ausfuhrkennzeichen – auch Zoll- oder Exportkennzeichen genannt – wird benötigt, wenn ein Fahrzeug dauerhaft aus Deutschland exportiert werden soll. Das Kennzeichen ist weiß mit schwarzer Schrift und hat auf der rechten Seite einen roten Längsbalken. Die Zahlenkombination zeigt, von oben nach unten gelesen, das Ablaufdatum an.

Erhältlich ist das Ausfuhrkennzeichen bei der zuständigen Kfz-Zulassungsstelle oder beim Straßenverkehrsamt.

Diese Unterlagen sind für ein Ausfuhrkennzeichen erforderlich

  • Reisepass oder Personalausweis

  • Bestätigung einer besonderen Haftpflichtversicherung (Diese Versicherung erhalten Sie in den meisten Fällen beim "Schildermacher" vor Ort bei der Kfz-Zulassungsstelle. Die Versicherung kann für maximal zwölf Monate abgeschlossen werden.)

  • Zulassungsbestätigung Teil I und II (Kfz-Schein und -Brief)

  • Nachweis über eine gültige Hauptuntersuchung (nach §29 StVZO)

  • Bei abgemeldeten Fahrzeugen: Außerbetriebsetzung (Stilllegung, Abmeldung)

  • Gegebenenfalls: alte Nummernschilder

Die bisherige Zulassungsbescheinigung Teil I (Kfz-Schein) wird eingezogen oder entwertet, die bisherige Zulassungsbescheinigung Teil II (Kfz-Brief) wird fortgeschrieben.
Zusätzlich zur neuen, befristeten Zulassungsbescheinigung Teil I kann auf Wunsch der Internationale Zulassungsschein (ca. 10 Euro) ausgestellt werden. Dieser ist sinnvoll, wenn das Fahrzeug in ein außereuropäisches Land (Nicht-EU-Land) ausgeführt werden soll.

Gebrauchte Fahrzeuge, die auf Ausfuhrkennzeichen zugelassen werden sollen, müssen in der Regel zur Identifizierung bei der Kfz-Zulassungsstelle vorgefahren werden. Bei Neufahrzeugen, die direkt vom Händler zur Ausfuhr vorbereitet werden, wird darauf oftmals verzichtet.

Kosten für Zollkennzeichen

Die Zulassung kostet zwischen ca. 25 und 50 Euro. Dazu kommen die Kosten für die Kennzeichen von etwa 20 bis 40 Euro, sowie die Versicherungsprämie.

Steuerpflicht

Bei Beantragung des Ausfuhrkennzeichens muss die Kfz-Steuer bezahlt werden. Im Regelfall wird sie per Lastschrift eingezogen. Dazu muss der Antragsteller die Einzugsermächtigung für ein deutsches Bankkonto vorlegen. Sollte kein inländisches Bankkonto vorhanden sein, muss der Betrag direkt vor Ort bezahlt werden.

Für die Kraftfahrzeugsteuer ist die deutsche Zollverwaltung zuständig. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Zolls*.

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