Übersicht Niederlande

Mit dem Auto unterwegs in den Niederlande

Führerschein und Kraftfahrzeug

Führerschein

Der deutsche Führerschein ist ausreichend.

Fahrzeugpapiere

Die Zulassungsbescheinigung Teil I (bzw. Fahrzeugschein) ist mitzuführen.

Als Nachweis für eine gültige Kfz-Haftpflichtversicherung reicht das deutsche Autokennzeichen. Dennoch wird die Mitnahme der Grünen Versicherungskarte empfohlen, da Mithilfe der Karte die Schadensabwicklung erleichtert wird.

Weitere Bestimmungen

Das Nationalitätskennzeichen muss am Fahrzeug angebracht oder im Euro-Kennzeichen enthalten sein.

Lkw-Fahrverbote

In den Niederlanden besteht kein generelles Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen.
Für einzelne Straßen kann es jedoch spezielle Fahrverbote geben. Detaillierte Informationen zu den entsprechenden Regelungen liegen dem ADAC nicht vor.

Wichtige Verkehrsbestimmungen

Promillegrenze

Sie beträgt 0,5.

Für Fahranfänger (in den ersten fünf Jahren) gelten 0,2.

Halten und Parken

Parkverbot an gelb markierten Bordsteinkanten oder Fahrbahnrändern.

In einer Parkscheibenzone, die mit einer blauen Linie gekennzeichnet ist, darf nur mit einer Parkscheibe (keine elektronische) geparkt werden.

Parkerleichterungen für Schwerbehinderte

Der blaue EU-Schwerbehindertenparkausweis wird derzeit in den Ländern der Conférence Européenne des Ministres des Transports (CEMT) und assoziierten Staaten anerkannt. Alle Länder der EU sind zugleich CEMT-Länder. Der orange Schwerbehindertenparkausweis gilt nicht im Ausland. Die Parkerleichterungen für Menschen mit Behinderung sind in den einzelnen Ländern unterschiedlich geregelt. Vor einem Auslandsaufenthalt muss daher immer überprüft werden, welche Bestimmungen in dem jeweiligen Zielland gelten.

Eine weltweite Übersicht kann im Internet unter folgender Adresse abgerufen werden:

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Weitere wichtige Verkehrsbestimmungen

Radarwarngeräte

Die Benutzung ist verboten. Das Gerät wird eingezogen und es drohen hohe Geldstrafen.

Dashcam

Erlaubt (Dashcam muss leicht entfernbar sein und die Aufnahmen müssen kontinuierlich überschrieben werden).

Kindersitze

Kinder (unter 18 Jahren) und kleiner als 1,35 m müssen in einem Kinderrückhaltesystem mit mindestens ECE 44/03 Standard transportiert werden. Dies gilt sowohl für die Vorder- als auch Rücksitze. Die Verwendung von nach hinten gerichteten Babyschalen/ Kindersitzen auf dem Vordersitz ist in Fahrzeugen mit Beifahrerairbag nur zulässig, wenn der Airbag deaktiviert wurde.

Warnwestenpflicht

Warnweste nicht obligatorisch. Allen Insassen, die das Fahrzeug nach einem Unfall oder einer Panne außerhalb geschlossener Ortschaften oder auf Autobahnen verlassen, wird dennoch empfohlen, eine Warnweste zu tragen.

Winterausrüstung

Winterreifen

Eine Winterreifenpflicht besteht nicht generell.

Schneeketten

Schneeketten dürfen an allen Fahrzeugen montiert werden, wenn die Straßen schneebedeckt sind.

Spikes

Verboten.

Schulbusse und Busse

An Schulbussen darf nicht vorbeigefahren werden, wenn die Warnblinkanlage und die gelb-roten Warnleuchten eingeschaltet sind.

Bußgelder - Besonderheiten

Für Geschwindigkeitsüberschreitungen und Parkverstöße werden hohe Bußgelder erhoben und die Polizei kann sie an Ort und Stelle erheben. Wird das Bußgeld nicht innerhalb der auf dem Bescheid genannten Frist gezahlt, erhöht sich der geschuldete Betrag beim ersten Mal um 50%, beim zweiten Mal um 100%.

Es ist zu beachten, dass besonders die Niederlande von den Vollstreckungsmöglichkeiten des EU-Rahmenbeschlusses zur Geldsanktionenvollstreckung Gebrauch machen und nicht bezahlte Geldbußen auch in Deutschland eintreiben.

Parkverstöße von Ausländern werden besonders konsequent verfolgt und teilweise über Inkassobüros eingetrieben.

Richtiges Verhalten bei Unfall und Panne

Unfälle, bei denen Personen verletzt wurden oder erhebliche Sachschäden entstanden sind, muss der Polizei sofort gemeldet werden. Bei Sachschäden ist die Verwendung des "Europäischen Unfallberichts" zu empfehlen (in den ADAC Geschäftsstellen mehrsprachig erhältlich).

Alle Angaben ohne Gewähr.