Zur Übersicht

Mit dem Auto unterwegs in Estland

Führerschein und Kraftfahrzeug

Führerschein

Der deutsche Führerschein ist ausreichend.

Fahrzeugpapiere

Die Zulassungsbescheinigung Teil I (bzw. Fahrzeugschein) ist mitzuführen.

Als Nachweis für eine gültige Kfz-Haftpflichtversicherung reicht das deutsche Autokennzeichen. Dennoch wird die Mitnahme der Grünen Versicherungskarte empfohlen, da Mithilfe der Karte die Schadensabwicklung erleichtert wird.

Die Mindestdeckungssummen liegen unter den deutschen Standards. Erkundigen Sie sich daher rechtzeitig vor Reiseantritt bei Ihrem Autoversicherer nach ausreichendem Versicherungsschutz.

Weitere Bestimmungen

Das Nationalitätskennzeichen muss am Fahrzeug angebracht oder im Euro-Kennzeichen enthalten sein.

Lkw-Fahrverbote

In Estland besteht kein generelles Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen. Für einzelne Straßen kann es jedoch spezielle Fahrverbote geben. Detaillierte Informationen zu den entsprechenden Regelungen liegen dem ADAC nicht vor.

Wichtige Verkehrsbestimmungen

Promillegrenze

Sie beträgt 0,0.

Warnwestenpflicht

Autofahrer, die ihr Fahrzeug im Falle einer Panne oder eines Unfalls verlassen, müssen eine Warnweste tragen.

Fußgänger und Rollstuhlfahrer sind verpflichtet, bei schlechter Sicht und während der Dunkelheit inner- und außerhalb von Ortschaften Reflektoren bzw. eine Lichtquelle zu tragen. Fußgänger tragen die Reflektoren an der Oberbekleidung, an Rollstühlen muss sich ein roter Reflektor oder eine rote Lichtquelle hinten links am Rollstuhl befinden.

Weitere Mitführpflichten

Wir empfehlen die Mitnahme eines Feuerlöschers und zwei Unterlegkeile für die Räder. Beides ist in Estland vorgeschrieben; zwar gilt diese Vorschrift nicht für im Ausland zugelassenen Fahrzeuge, zur Vermeidung von Missverständnissen und Schwierigkeiten wird jedoch zur Mitnahme geraten.

Kindersitze

Kinder bis 12 Jahre bzw. unter einer Körpergröße von 150 cm benötigen eine dem Gewicht und der Größe des Kindes entsprechenden Kindersitz. Der Beifahrerairbag muss deaktiviert werden, wenn das Kind in einem rückwärtsgerichteten Kindersitz auf dem Vordersitz befördert wird.

Winterausrüstung

Winterreifen

Vom 1. Dezember bis 1. März des Folgejahres besteht für alle Fahrzeuge Winterreifenpflicht. Es müssen Winterreifen mit einer Mindestprofiltiefe von 3 mm verwendet werden. Die Winterreifenpflicht kann - je nach Wetterlage - auf den Zeitraum Oktober bis April des Folgejahres ausgedehnt werden.

Schneeketten

Schneeketten können an allen Fahrzeugen montiert werden, wenn die Straßen schneebedeckt sind.

Spikes

Erlaubt von 15. Oktober bis 31. März.

Lichtpflicht

Auf allen Straßen muss tagsüber ganzjährig mit Abblendlicht gefahren werden.

Besonderheiten an Ampeln

Ampelschaltung: Grün - blinkendes Grün - Gelb - Rot. Bei Gelb darf nicht mehr gefahren werden.

Halten und Parken

Parkerleichterungen für Schwerbehinderte

Der blaue EU-Schwerbehindertenparkausweis wird derzeit in den Ländern der Conférence Européenne des Ministres des Transports (CEMT) und assoziierten Staaten anerkannt. Alle Länder der EU sind zugleich CEMT-Länder. Der orange Schwerbehindertenparkausweis gilt nicht im Ausland. Die Parkerleichterungen für Menschen mit Behinderung sind in den einzelnen Ländern unterschiedlich geregelt. Vor einem Auslandsaufenthalt muss daher immer überprüft werden, welche Bestimmungen in dem jeweiligen Zielland gelten.

Eine Übersicht kann im Internet unter folgender Adresse abgerufen werden:

* Durch Anklicken des Links werden Sie auf eine externe Internetseite weitergeleitet, für deren Inhalt der jeweilige Seitenbetreiber verantwortlich ist.

Richtiges Verhalten bei Unfall und Panne

Die Polizei ist zu verständigen, sofern bei einem Verkehrsunfall Personen verletzt wurden oder in Fällen, in denen die Beteiligten bei der Bestimmung des Schuldigen kein Einvernehmen erreichen oder wenn der Geschädigte nicht zu bestimmen ist.

Die Polizei braucht nicht benachrichtigt zu werden, wenn keine Personen zu Schaden gekommen sind und/oder die am Unfall beteiligten Fahrer und Geschädigten bei der Beurteilung der Unfallursache und der Unfallschuld im Einvernehmen sind. Es reicht aus, dass die am Unfall Beteiligten den Unfallhergang schriftlich darlegen, den für den Unfall Schuldigen benennen und das Protokoll gemeinsam unterschreiben. Eine Übersetzung des estnischen Vordrucks finden Sie als Download unter

* Durch Anklicken des Links werden Sie auf eine externe Internetseite weitergeleitet, für deren Inhalt der jeweilige Seitenbetreiber verantwortlich ist.
Alle Angaben ohne Gewähr.