Frühling am Bodensee

Frühling am Bodensee
Herrliche Spazierwege führen oberhalb von Bodman am Bodensee durch Obstwiesen und Felder ∙ © Shutterstock/Robert Schneider

Blühende Obstbäume und die Blumenpracht auf der Insel Mainau, trutzige Burgen und spannende Museen, Tiere in freier Wildbahn – und immer wieder der Blick über die weite Wasserfläche des Bodensees. 

Einmal um die Lindauer Insel

Frühling in Lindau am Bodensee
Der Bayerische Löwe bewacht Lindaus Hafen ∙ © iSock.com/Oleksiy Mark

Wie wäre es nach einem Bummel durch die malerische Altstadt und den Hafen von Lindau mit einer kleinen Tour auf dem Wasser? Einmal rund um die Insel, auf der die Stadt liegt, oder entlang des schönen Ufers. Mitte Mai hat die Bodensee-Schifffahrt* ihren Betrieb wieder aufgenommen. Zudem können Kanus, Kajaks und Ruderboote gemietet werden. Gemütlich und spaßig ist auch eine Tour mit dem Tretboot – ob in Schwanenform, als Rennwagen oder mit einer Wasserrutsche. Bootsvermietungen finden Interessierte in Lindau bei Sandau* an der kleinen Seebrücke oder bei Hodrius* an der Inselhalle. 

Friedrichshafen: Stadt der Zeppeline

Im Zeppelin über Lindau am Bodensee
Für viele ein Traum: Zeppelin-Flug über den Bodensee ∙ © Shutterstock/WebGuNet

In Friedrichshafen konstruierte Ferdinand Graf von Zeppelin Anfang des 20. Jahrhunderts seine Luftschiffe. Das Zeppelin Museum* im einstigen Hauptbahnhof am Hafen beherbergt die weltweit größte Sammlung zur Luftschifffahrt. Highlight ist das originalgetreu nachgebildete, 33 Meter lange, begehbare und mit Barsesseln eingerichtete Stück der "Hindenburg", deren letzter Flug 1937 in einer Brandkatastrophe endete. 
Luftschiffe der neuen Generation sieht, wer an einer geführten Werftbesichtigung im Zeppelin-Hangar* der Deutschen Zeppelin-Reederei teilnimmt (erst wieder 2022). Ein Erlebnis der besonderen Art sind Zeppelin-Rundflüge*. Der Blick aus 300 Metern Höhe auf den Bodensee und das Dreiländereck ist spektakulär. Einen ersten Eindruck vermittelt ein virtueller Zeppelin-Rundflug*.

Die Burg in Meersburg

Blick über Meersburg am Bodensee
Eintauchen ins Mittelalter: Die Burg in Meersburg ∙ © Shutterstock/Sina Ettmer Photography

Eine steile, von Fachwerkhäusern gesäumte Straße führt in die Oberstadt von Meersburg. Das markanteste Bauwerk dort ist die Meersburg*, die mit dem Dagobertsturm die Silhouette des Städtchens prägt. Ins 7. Jahrhundert zurück reichen die Ursprünge dieser ältesten Wohnburg Deutschlands. Hier wohnte Annette von Droste-Hülshoff (1797 – 1848) in ihren letzten Lebensjahren. Arbeits- und Sterbezimmer der aus Westfalen stammenden Dichterin können wie auch Rittersaal, Burgverlies, Waffenhalle und Wehrgänge, Palas, Küche und Burggarten bei einem Rundgang besichtigt werden. Die Meersburg virtuell* zeigt, was Besucher erwartet.

Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen

Die Pfahlbauten in Unteruhldingen am Bodensee
Die Pfahlbauten in Unteruhldingen gehören seit 2011 zum UNESCO-Welterbe ∙ © Shutterstock/Sina Ettmer Photography

Einer Reise in die Vorzeit kommt ein Besuch im kleinen Unteruhldingen am Überlinger See gleich. Hier ragen im Pfahlbaumuseum* auf dünnen Stelzen nachgebaute schilfgedeckte Häuser zweier Dörfer aus der Bronzezeit aus dem Wasser. In ihnen kann man nacherleben, wie Menschen damals wohnten, kochten, arbeiteten und jagten. Ebenfalls detailgenau rekonstruiert ist das Steinzeitdorf am Ufer. Die Multimediashow "Archaeorama" zeigt, wie die Pfahlbauten unter Wasser aussehen, die Sonderausstellung "Das Erbe der Pfahlbauer" präsentiert mehr als 1000 Originalfunde aus dem See. 

Affenberg Salem

Ein Affe auf dem Affenberg Salem am Bodensee
Auf dem Affenberg Salem kommen Besucher den Tieren ganz nah ∙ © Shutterstock/CiEll

In einem 20 Hektar großen Wald tummeln sich auf dem Affenberg Salemknapp 200 Berberaffen. Die vom Aussterben bedrohte Tierart, die aus den Gebirgsregionen Marokkos und Algeriens stammt, fühlt sich im Bodensee-Klima pudelwohl. Die Affen sind an Zuschauer gewöhnt, lassen sich bei der Fellpflege nicht stören und untersuchen schon mal vorwitzig die Jackentaschen der Besucher. Entlang eines Rundwegs kann man auf Infotafeln viel Wissenswertes über ihr Verhalten und ihre Kommunikation untereinander lesen. Außerdem zu sehen: knapp 50 Storchenpaare, eine Damwildanlage und zahlreiche Wasservögel an einem Weiher. Einen ersten Eindruck gibt es hier*.

Insel Mainau

Frühling auf der Insel Mainau am Bodensee
Die Blumeninsel Mainau ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert ∙ © Shutterstock/Karl Aage Isaksen

1,6 Mio. Besucher kommen in normalen Jahren auf die Blumeninsel Mainau* und genießen die von Graf Lennart Bernadotte (1909 – 2004) geschaffene Gartenanlage. Fröhlich-bunt ist die Tulpenblüte im April/Mai, gefolgt vom Farbrausch der Rhododendren, der duftenden Pracht von 30.000 Rosenstöcken im Sommer und dem farblichen Feuerwerk der Dahlien im Herbst. Mehr als 20 verschiedene Palmenarten sind im Palmenhaus zu bewundern, frei fliegende tropische Tagfalter in 120 verschiedenen Arten im Schmetterlingshaus. Die gräfliche Familie bewohnt heute das einstige barocke Deutschordensschloss.  

Wild- und Freizeitpark Allensbach

Ein junges Wildtier im Wildpark Allensbach am Bodensee
Scheues Damwild im Wild- und Freizeitpark Allensbach ∙ © imago images/imagebroker

Luchse, Bären, Wisente, Dam- und Schwarzwild, Ziegen und Pfauen: Der 75 ha große Wild- und Freizeitpark Allensbach* ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Hier sind über 300 Wildtiere zu Hause, die sich aus nächster Nähe beobachten, teilweise auch streicheln und füttern lassen. Ein weiteres Highlight ist die Falknerei. Bei den Flugshows können Adler, Falken, Milane, Bussarde, Eulen und Habichte bestaunt werden. Spielplätze zum Klettern und Toben, eine Parkeisenbahn und Attraktionen wie die Wasserbahn Nautic-Jet, Kettcars oder die Wellenrutschbahn garantieren jede Menge Spaß.

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Cornelia Schubert
Fach-Autorin
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