Kroatien ist ein Land, das mit seiner natürlichen Schönheit und kulturellem Reichtum verzaubert. Mit dem Motorrad lässt sich das Juwel an der Adriaküste auf kurvenreichen Straßen mit allen Sinnen erfahren. Kroatiens Küste mit seinem einzigartigen Charme lässt sich auf der kurvenreichen Panoramastraße Jadranska Magistrala, dem Highlight für Tourenfahrer, entdecken. In einem grandiosen Kurvenband schlängelt sich die Küstenstraße von Rijeka im Norden etwa 650 Kilometer in den Süden bis nach Dubrovnik und bietet atemberaubende Ausblicke auf das azurblaue Meer und malerische Inselformationen – Fahrspaß garantiert. Wer den Küsten-Kurvenrausch hinter sich lassen möchte und sich nach hohen Bergen und Serpentinen sehnt, biegt ab ins kroatische Hinterland, wo herrlich einsame Bergstraßen in den Dinarischen Alpen zum schwindelig fahren warten. Zwischen den Kurvenstrecken kann man die historischen Straßen der Mittelmeerstädte erkunden, die unberührte Natur der Nationalparks entdecken oder einfach nur die Sonne an einem der schönen Strände genießen. Beste Reisezeit für Kroatien mit Motorrad Ein gutes Argument für einen Motorradurlaub in Kroatien: Die Saison ist hier von März bis November besonders lang. Die optimale Zeit für Touren in Kroatien beginnt ab Mitte April. Ebenso wie der Frühling eignen sich auch September und Oktober bestens für Motorradreisen, während die heißen Monate Juli und August wegen der hohen Temperaturen und der Hauptsaison weniger ideal sind. Istrien: Uferstraßen und Serpentinen Die Route im Nordwesten Kroatiens vereint herrliche Strecken für Motorradfahrer und reichlich Kultur – ideale Voraussetzungen für einen Urlaub auf der Halbinsel. Tourbeschreibung Die Rundtour ab Opatija führt auf engen Serpentinen über das Učka-Gebirge in die Trüffelhochburg Buzet auf einem Hügel über dem Mirna-Tal. Mit dem Kap Savudrija ist die Nordwestspitze Istriens erreicht. Entlang der Küstenstraße verläuft die Route mit Meerblicken über Novigrad nach Poreč, dessen Altstadt mit Palästen aus Gotik, Renaissance und Barock auf einer Halbinsel liegt. Es folgen das mittelalterlich-venezianische Bilderbuchstädtchen Rovinj und Pula. In letzterem kommt ein Spaziergang zum Amphitheater, dem Augustustempel und den Stadttoren einer Zeitreise ins alte Rom gleich. Zum Schwimmen sind die Buchten und Strände von Medulin ideal, für einen Panoramablick auf die Kvarner Bucht der Stadtturm von Labin. Das Ziel Opatija lässt mit seinen Traditionshotels K.-u.-k.-Zeiten wieder auferstehen. Istrien Inland Das Inland Istriens abseits der großen Städte verfügt über ein für Motorradfahrer spaßiges Straßennetz mit kleinen, engen und verwinkelten Straßen sowie gut ausgebauten Power-Kurven, die sich durch die Hügellandschaft winden. Beste Bedingungen, um das Landesinnere der Halbinsel mit dem Motorrad zu entdecken. Tourbeschreibung Ausgangsort der kurvenreichen Tagestour ist das charmante Städtchen Motovun, das mit einer atemberaubenden Aussicht auf die umliegenden Weinberge und Wälder malerisch auf einem Hügel liegt. Neben seiner schönen Lage erlangte der Ort Bekanntheit durch das Motovun Film Festival, das jedes Jahr im Juli Filmliebhaber aus aller Welt anzieht. Zudem gilt die Region als eines der besten Gebiete für weiße Trüffel, was Gourmets begeistert. Von Motovun aus führt die Route zunächst auf einer serpentinenreichen Straße durch ein dicht bewaldetes Gebiet Richtung Norden, wo der ebenfalls wunderschön auf einem Hügel liegende, bunte Ort Oprtalj passiert wird. Kurz vor Šterna wird der nördlichste Punkt der Motorradroute erreicht und es geht in einem abwechslungsreichen Kurvenspaß in den Süden, zum Meeresarm Limski Zaljev. Der Limski Zaljev, auch bekannt als Limfjord oder Limskikanal, ist ein beeindruckender Meeresarm im Westen Istriens und steht unter Naturschutz. Der Fjord mit seinem türkisfarbenen Wasser ist etwa 10 Kilometer lang und zeichnet sich durch seine steilen, dicht bewaldeten Hänge aus, die bis zu 100 Meter hoch aufragen. Der Kanal, bekannt für seine reichen Fisch- und Meeresfrüchtevorkommen, insbesondere Austern und Muscheln, ist ein beliebtes Ziel für Bootstouren, Wanderausflüge und kulinarische Erlebnisse – perfekt für einen Boxenstopp. Hinter Golaš zweigt die Route in den Osten ab: Die Kurvigkeit reißt auch hier nicht ab und die Halbinsel wird einmal von West nach Ost durchquert. Nach Labin kann man sich bei einem Stopp im Hafen von Rabac ein erfrischendes Eis gönnen. Danach wird die Fahrt in den Norden angetreten. Viele kleine Ortschaften werden passiert wie etwa Santalezi und Pićan, dessen Kirchturm hoch auf dem Hügel bereits von Weitem zu erspähen ist. Bei Pazin kann man absatteln und auf eine Zipline umsteigen, die über eine Schlucht mit Wasserfall führt, oder eine Höhle besichtigen. Über Cerovlje führt die Motorradstrecke wieder bergauf in den dicht bewaldeten, kurvigen Norden. Kleine Ortschaften wie Oslići, Krušvari und Prodani werden durchfahren, ehe bei Peničići der Blinker links gesetzt und in den Südwesten abgebogen wird. In heiteren Links-Rechts-Kombinationen ist Barušići schnell erreicht. Eine Fahrt durch saftig-grüne Weinberge mit traumhaften Ausblicken folgt, ehe die Route auf Hauptstraßen zurückführt und Motovun, Start- und Endpunkt der Tour, erreicht wird. Kvarner Bucht und Plitvicer Seen Kroatien bietet zahlreiche Nationalparks und Naturreservate. Diese Rundtour von Senj in der Kvarner Bucht aus führt in einem besonders kurvigen Streckenverlauf zum Nationalpark Plitvicer Seen – ein Unesco-Weltnaturerbe, berühmt für seine terrassenförmig angeordneten Seen und Wasserfälle, die sich durch die bewaldete Landschaft ziehen. Tourbeschreibung Von der Küstenstadt Senj geht es in einer knackigen Kurvenfahrt über den Vratnik-Pass durch das Velebit-Gebirge ins Hinterland. Kurz bevor die Nord-Süd-Autobahn, Kroatiens A1, erreicht wird, zweigt die Route nördlich Richtung Žuta Lokva ab und führt auf einer gut ausgebauten, abwechslungsreich-kurvigen Straße über Brinje, Modruš und Jezerane nach Munjava, wo die Motorradtour ihren nördlichsten Punkt erreicht. Ein Kurvenband mit Fahrspaß-Garantie zieht sich von hier auf den nächsten 70 Kilometern gen Süden, bis die Plitvicer Seen erreicht werden: Ein atemberaubendes Naturwunder, das aus 16 kristallklaren Seen besteht, die durch spektakuläre Wasserfälle und Kaskaden auf natürliche Weise miteinander verbunden sind und von dichten Urwäldern umgeben werden. Es gibt zwei Eingänge, den nördlich gelegenen "Ulaz 1" und den südlichen "Ulaz 2" mit der zentralen Informationsstelle. Von beiden Eingängen können kürzere und längere ausgeschilderte Wanderungen und andere Aktivitäten wie eine Bootsfahrt unternommen werden. Mit den Routenempfehlungen des Nationalparks lässt sich ein Besuch optimal planen. Über Korenica und Bunić führt die Motorradroute schließlich weiter in den Süden, bis sie nach Gospić wieder in das schroffe Velebit-Gebirge eintaucht. Ist dieses überwunden, bietet sich aus knapp 900 Metern Höhe ein atemberaubender Ausblick auf die Insel Pag, gefolgt von engen Kurvenkombinationen und Serpentinen bergab Richtung Küstenstraße. Ein weiteres Biker-Highlight ist der letzte Abschnitt der Tour auf der Panoramastraße Jadranska Magistrala: Die Strecke von Karlobag nach Senj bietet reichlich Kurvengenuss und herrliche Aussichten auf die links im Blick liegenden Inseln Pag und Rab, umgeben vom tiefblau-schimmernden Meer. Dalmatien: Meerblick und Nationalpark Die Jadranska Magistrala gehört zu den schönsten Panoramastraßen der Welt. Ihr entlang folgt diese Rundtour von Zadar, dem "Tor nach Dalmatien", bis Split. Highlight auf dem Rückweg durch das Hinterland ist der Krka-Nationalpark. Tourbeschreibung Zadar, dessen Altstadt reich an Palästen, Kirchen und Klöstern ist, liegt wie ein Postkartenidyll auf einer befestigten Halbinsel. Von hier führt der Kurventraum der Jadranska Magistrala durch Kiefernwälder, später vorbei an Fischerdörfern und gibt immer wieder den Blick frei auf zerklüftete Buchten, die Kornaten und unzählige andere Inseln. Šibenik lohnt wegen seiner hervorragend erhaltenen Altstadt einen Stopp, ebenso Trogirs mittelalterlicher Stadtkern. Split, die größte Stadt Dalmatiens, ist mit dem riesigen Diokletianspalast und gemütlichen Cafés in den Palastmauern ein Muss. Ab hier führt die Strecke durch das Inland vorbei an der steppenartigen Prärie beim Stausee Peručko Jezero zum Krka-Nationalpark. In seinen Schluchten und an den unzähligen Wasserkaskaden des Flusses Krka wurden Teile der Karl-May-Filme gedreht. Über Benkovac ist Zadar bald wieder in Sicht. Jadranska Magistrala mit dem Motorrad Die Worte "Jadranska Magistrala" lassen die Augen vieler Motorradfahrer aufleuchten: Was hier an der Adriaküste wartet, ist in Sachen Fahrspaß, Naturschönheit und Genuss in Europa kaum zu übertreffen. Diese Tour widmet sich der gesamten Traumstrecke von Rijeka nach Dubrovnik: der "Königin der Küstenstraßen". Tourbeschreibung Die Küstenstraße von Slowenien bis Montenegro wurde in den 1960er- und 70er Jahren gebaut und gilt als eine der schönsten und malerischsten weltweit. Die sechshundert Kilometer lange Kurvenfahrt auf der Panoramastraße beginnt bei dieser Tour in Rijeka, gelegen in der Kvarner Bucht. Zügig ist die Ortschaft Bakarac erreicht, wo rechts die imposante Brücke zur Insel Krk im Sichtfeld des Visieres erscheint. Die hübschen Hafenstädtchen Crikvenica und Novi Vinodolski folgen – ab hier nimmt der Kurven-Marathon richtig Fahrt auf. Es folgen abwechslungsreiche Links-Rechts-Schwünge und die Buchten werden munter ausgefahren, bis Senj erreicht ist. Hinter Senj taucht die Insel Rab und schließlich Pag rechts im Visier-Blickfeld auf, der Kurven-Run reißt nicht ab. Immer wieder laden Ausbuchtungen entlang der Straße auf Zwischenstopps mit herrlicher Weitsicht auf die Insellandschaft ein – 1244 an der Zahl. Ein Anblick, der Tourenfahrer auf der gesamten Route in den Süden begleitet und die Jadranska Magistrala einzigartig schön macht. Charmante Fischerdörfer reihen sich wie eine Perlenkette entlang der Küste aneinander, wobei ein längerer Zwischenstopp in den Städten Zadar und Split eingelegt werden sollte. In Zadar kann man bei einem Spaziergang an der Uferpromenade der Meeresorgel lauschen oder auf den Spuren der Römer wandeln. Das zwischen Zadar und Split liegende Trogir ist ebenfalls einen Kaffee-Stopp und Spaziergang wert. Kurz darauf wird die pulsierende Stadt Split erreicht, ein steingewordenes Geschichtsbuch, das aus der Römerzeit und dem Mittelalter erzählt. Hinter Split wird es wieder extrem kurvig, Konzentration ist gefragt. Auf dem Weg weiter in den Süden lockt die Makarska Riviera auf einen Badestopp und der Blick auf die wunderschöne Insel Hvar begleitet Tourenfahrer für die nächsten 40 Kilometer. Da es fahrerisch weiterhin ans Eingemachte geht und die Straße eng den Konturen der ins Meer fallenden Berge folgt, lässt man sich besser nicht ablenken und legt kurze Verschnaufpausen an den zahlreichen Aussichtspunkten ein. In Makarska lockt eine hübsche Innenstadt mit der Barockkirche Philipp Neri, das ehemalige Oratorianer- und Franziskanerkloster, die Uferpromenade und der Hauptplatz im Stadtkern auf einen Boxenstopp. Empfehlenswert ist hier auch ein Besuch des Skywalk Biokovo, eine Glasplattform, die hoch über der Makarska Riviera in den Bergen schwebt und einen spektakulären Panoramablick auf das Adriatische Meer und die umliegenden Gebirge bietet. Wo man früher von Klek bis Doli zehn Kilometer durch Bosnien-Herzegowina reiste, kann man heute die 2022 eröffnete Pelješac-Brücke als innerkroatische Straßenverbindung nehmen. Das Ziel dieser Tour rückt in die Nähe: Dubrovnik, Unesco-Weltkulturerbe und Märchen aus Stein. Bei einem Spaziergang auf den historischen Stadtmauern kann man das mittelalterliche Flair der Stadt aufsaugen, die in vielen Filmen und Serien als Kulisse diente und sich vom maritimen Charme verzaubern lassen – das Ende einer unvergesslichen Reise entlang der kroatischen Adriaküste. Möglicher Plan für eine Motorradreise entlang der Jadranska Magistrala Eine Motorradreise entlang der Jadranska Magistrala ist eine unvergessliche Erfahrung. Je nach der verfügbaren Zeit und den Sehenswürdigkeiten, die man besichtigen möchte, sollte man sich mindestens 3 bis 5 Tage Zeit auf dem Weg in den Süden nehmen. Hier ist ein möglicher Reiseplan. Tag 1: Rijeka nach Zadar Start in Rijeka und Fahrt entlang der Küste Richtung Süden Zwischenstopps in den malerischen Küstenstädten Novi Vinodolski und Senj Übernachtung in Zadar mit Erkundung der Altstadt und Spaziergang an der Uferpromenade Tag 2: Zadar nach Šibenik Fahrt von Zadar nach Šibenik mit Abstecher zum Krka-Nationalpark Übernachtung in Šibenik mit Besuch der Kathedrale des Heiligen Jakob Tag 3: Šibenik nach Split Fahrt weiter Richtung Süden mit Boxenstopp in Trogir Übernachtung in Split mit Besuch der beeindruckenden Altstadt Tag 4: Split nach Dubrovnik Fahrt von Split nach Dubrovnik mit Zwischenstopps in Makarska und Ston Übernachtung in Dubrovnik Ausführliche Erkundung der historischen Altstadt Dubrovniks Tag 5: Dubrovnik und Umgebung Erkundung der Region rund um Dubrovnik Bade-Ausflug zur Insel Lokrum Ab Tag 5: Rückfahrt durch das Landesinnere Fahrt entlang des Krka-Nationalparks Besuch der Plitvicer Seen auf dem Weg in den Norden Sicheres Motorradfahren in Kroatien In den letzten Jahren hat Kroatien in den Ausbau und die Modernisierung seiner Straßeninfrastruktur investiert, was zu einer erheblichen Verbesserung der Straßenqualität geführt hat. Bei Regen ist die besonders kurvenreiche Küstenstraße Jadranska Magistrala mit Vorsicht zu genießen, denn sie kann wegen des Sand-Wasser-Salz-Gemischs sehr rutschig werden. Dann heißt es: Motorrad besser stehen lassen. Gleiches gilt für Bora: Ein starker, kalter und böiger Fallwind, der überwiegend vom Herbst bis Frühjahr in der Küstenregion Kroatiens auftritt und im Gebiet rund um die Stadt Senj Windspitzen von bis zu 250 km/h erreichen kann. Vor Fahrtantritt ist es ratsam, die Wetterbedingungen im Auge zu behalten. Das Tragen eines Schutzhelmes ist in allen Ländern in Europa Pflicht. Generell empfehlen ADAC Motorradexperten, einen nach der aktuellen ECE-Norm gebauten, geprüften und genehmigten Schutzhelm zu tragen. In Kroatien ist ein der ECE-Norm 22 entsprechender Helm sogar Pflicht. In Kroatien muss außerdem ein Ersatzlampenset im Motorradgepäck enthalten sein. Zusätzlich sollten Verbandszeug und Warnweste stets griffbreit mitgeführt werden. Bremsen, Reifen, Antriebskette und Gepäcksysteme sind auf einer langen Motorradreise besonderen Belastungen ausgesetzt. Vor der Abreise ist daher ein gründlicher Check des Motorrads empfehlenswert. ADAC Tourenkarte Kroatien Die Tourenkarte "Kroatische Adriaküste" bietet weitere Tipps für einen Motorradurlaub in Kroatien. Dieses und weiteres Kartenmaterial können Sie in den ADAC Geschäftsstellen abholen oder in unserer Telefonservice-Zentrale bestellen: 0 800 5 10 11 12 (Mo.–Sa. 8–20 Uhr). Es lohnt sich auch ein Blick in die ADAC NavBike Touren, die weitere Routentipps – unter anderem in Kroatien – bereit halten.