Städtereisen mit Kindern

Eine Familie betrachtet einen Stadtplan
Die Städtereisen mit Kindern sollte man schon im Vorhinein ein wenig planen. ∙ © iStock.com/Imgorthand

Wer mit Kindern reist, lässt es am besten ein wenig langsamer angehen und plant schon im Vorhinein ein wenig. Das Wichtigste: Der Ausflug sollte für jeden Teilnehmer etwas bieten, was ihm Spaß macht. Wir haben Tipps zusammengetragen, wie eine kindgerechte Städtereise gelingt.

Tipps zur Anreise

Wer mit dem Auto fährt, hat den Vorteil, viel Gepäck mitnehmen zu können: Kinderwagen, Spielzeug, Ersatzklamotten und gegebenenfalls Windeln und Babynahrung finden leicht im Kofferraum Platz, sollten aber jederzeit gut gesichert sein. Wer auch am Zielort mit dem Auto unterwegs sein will, hat praktischerweise den passenden Kindersitz schon dabei. Allerdings sollten Eltern ihren Kindern keine zu langen Autofahrten zumuten. „Kleine Kinder sollten maximal zwei Stunden am Stück im Auto sitzen, dann sind mindestens 15 Minuten Pause angesagt“, so die ADAC Verkehrsexperten. Besonders geeignet hierfür sind natürlich Rasthöfe mit Spielplätzen, auf denen die Kinder sich ein wenig austoben können. Unbedingt mit an Bord sollten auch ausreichend gesunde Getränke und leichte Snacks, wie etwa Wasser, ungesüßte Tees und Obst. Dauert die Anreise recht lange, empfiehlt es sich, zwischendrin eine Übernachtung einzuplanen.

Für Babys in den ersten Lebensmonaten sind Autoreisen grundsätzlich nicht das Richtige, denn die Kleinen sollten maximal 20 Minuten am Stück in einer Babyschale verbringen. Längere Zeiträume können ihrer Wirbelsäule schaden. Ein weiterer wichtiger Punkt bei Autofahrten mit Kindern ist die Verkehrssicherheit: Wer mit Kindern im Auto unterwegs ist, sollte darauf achten, sich nicht von ihnen ablenken zu lassen.

Daher ist eine Anreise mit Bahn, Bus oder Flugzeug oft die bessere Alternative. Die meisten Städte sind mit diesen Verkehrsmitteln optimal zu erreichen. Bahnhöfe befinden sich meist mitten in der Stadt, Flughäfen sind ebenfalls oft zentrumsnah gelegen oder zumindest mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut angebunden. Reisende vermeiden so die lästige Parkplatzsuche bzw. müssen keine hohen Gebühren für einen Parkplatz in der Stadt bezahlen.

Bahnfahrten sind nicht nur eine besonders nachhaltige Anreisemöglichkeit, sondern gerade für kleine Kinder spannend, weil es viel zu sehen gibt. Weitere Vorteile: Aktivere können ein wenig herumlaufen und die nächste Toilette ist auch nicht weit. Schulkinder haben oft Spaß daran, im Vorhinein beim Kaufen des Zugtickets im Internet oder am Automaten mitzuhelfen. Für eine Bahnreise mit Kindern sollten Sie frühzeitig Plätze im geräumigen Kleinkindabteil oder im Familienbereich reservieren. Dort finden Eltern Gleichgesinnte und die Kleinen Spielkameraden.

Die richtige Unterkunft

Auch bei der Unterkunft kommt es auf die Vorlieben Ihrer Familie an. Für einen Hotelaufenthalt spricht, dass Sie sich um nichts kümmern müssen: Das Zimmer wird gemacht, das Essen gekocht, usw. Eine gute Wahl sind spezielle Kinder- und Familienhotels – besonders außerhalb der Schulferien, weil sie dann günstiger sind. Sie sind mit ihrer ganzen Infrastruktur auf die Bedürfnisse von Familien ausgerichtet, mit Spielzimmern, Kinderbetreuung und vielem mehr.

Ferien- und Airbnb-Wohnungen hingegen bieten meist mehr Platz als Hotels und sind in der Regel günstiger zu haben. Hier können Sie sich selbst verpflegen, was ebenfalls die Reisekasse schont. Eine besonders für Kinder spannende Alternative können Campingplätze sein, die in der Nähe der zu besuchenden Stadt liegen. Diese bieten häufig Mobilheime, Wohnwagen oder Hütten zur Miete an und sind verkehrstechnisch gut angebunden.

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Vor Ort in der Stadt unterwegs

Wer zu Fuß unterwegs ist, bekommt viel von einer Stadt mit. Doch gerade kleinere Kinder können nicht so weit laufen. Für sie sollten Sie eine Kraxe oder einen leichten klappbaren Buggy mit auf die Reise nehmen. Für Babys eignet sich eine Trage oder ein Kinderwagen.

Der öffentliche Nahverkehr ist hier eine gute Alternative. Gerade Kinder freuen sich über Fortbewegungsmittel, mit denen sie sonst nicht unterwegs sind oder die sie noch nicht kennen. In vielen Städten gehören spannende Verkehrsmittel wie alte Straßenbahnen, Doppeldeckerbusse und Schiffe sogar zum ÖPNV-Netz und lassen sich gut für Stadtbesichtigungen nutzen.

Die meisten Städte bieten Citycards an, deren Erwerb sich lohnen kann: Mit ihnen fahren Reisende nicht nur für eine bestimmte Zeit unbegrenzt oft mit den Öffentlichen, sondern sie erhalten bei vielen Orten und Veranstaltungen Vergünstigungen sowie bevorzugten Eintritt bei wichtigen Sehenswürdigkeiten, sodass langweiliges In-der-Schlange-stehen wegfällt. Meist lassen sich die Citycards bereits vor der Reise online buchen.

Tourenplanung: Für jeden was dabei

Das Wichtigste beim Familienausflug: Alle sollen Spaß daran haben, dann gibt es keinen Ärger. Am besten gelingt das, wenn jeder Vorschläge für Unternehmungen machen darf. Lassen Sie Ihr Kind/Ihre Kinder mitbestimmen. So könnte beispielsweise abwechselnd jedes Familienmitglied eine Aktivität auswählen oder sogar einen ganzen Tag gestalten.

Kindgerechte Möglichkeiten bieten Städte schon per se viele: Ein Streifzug durch die City führt meist an spannenden Spielplätzen vorbei, an (Kirch-)Türmen oder Burgen, auf die man klettern und von denen man herabblicken kann oder an Stellen mit Wasser, an denen es sich wunderbar ein wenig plantschen lässt. Zudem finden sich in nahezu jeder Stadt Klassiker, die fast alle Kinder mögen, wie etwa Zoos, Naturkundemuseen oder auch technische Museen, in denen selbst Experimente durchgeführt werden können.

Meist bieten Städte auch spezielle Veranstaltungen für Kinder an, zum Beispiel auf die Kleinen zugeschnittene Stadtführungen. Viele Museen haben interessante Kinderführungen und -workshops im Programm. Hier lohnt es sich, bereits vor dem Besuch ein wenig zu recherchieren, da manchmal eine Anmeldung notwendig ist. Außerdem sind für Museen und Sehenswürdigkeiten häufig Kinder-Audioguides oder -Apps für Smartphones und Tablets verfügbar, die mit Hilfe von Hördokumenten, Bildern, Videos und auch Spielen das Gesehene erklären. Vielerorts finden Sie zudem Kindermuseen, in denen Anfassen, Ausprobieren und Mitmachen gefragt ist.

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