Nach jahrelangem Streit rollen jetzt die Bagger: Der erste Bauabschnitt der Küstenautobahn A20 in Niedersachsen hat offiziell begonnen. Wie Autofahrer davon profitieren sollen. A20: Fernstraßenverbindung vom Baltikum bis in Europas Westen Bauarbeiten in Niedersachsen von Westerstede bis Jaderberg Baukosten für den ersten Abschnitt: 340 Millionen Euro Der Bau der A20 in Niedersachsen ist offiziell gestartet. Zwischen Westerstede (A28) und Jaderberg (A29) nahe Oldenburg entsteht der erste, 13 Kilometer lange Abschnitt der Küstenautobahn. Bund und Land versprechen sich Entlastung für den Verkehr rund um Hamburg sowie bessere Verbindungen zwischen Nord- und Ostseehäfen. Erster Bauabschnitt in Niedersachsen Mit dem Baubeginn entsteht erstmals ein neues Teilstück der A20 in Niedersachsen. Bislang endet die Autobahn aus Richtung Stettin kommend östlich von Bad Segeberg in Schleswig-Holstein. Umweltschützer und die Grünen lehnen das Projekt weiterhin ab. Sie sehen sensible Moore und Wälder gefährdet. Da die Naturschutzorganisation BUND zuletzt eine Klage gegen einen Änderungsbeschluss zurückgenommen hatte, gilt seit August 2025 aber ein Planfeststellungsbeschluss. Autobahn A20: Bauarbeiten bis 2033 Zunächst entstehen entlang des Trassenverlaufs 6 der insgesamt 21 Bauwerke, bevor Ende 2028 mit dem eigentlichen Trassenbau begonnen wird. Im ersten Bauabschnitt sind hierfür Investitionen in Höhe von rund 340 Millionen Euro vorgesehen. Mit der Realisierung der A20 entsteht eine neue durchgängige Fernstraßenverbindung von Skandinavien und dem Baltikum zu den westeuropäischen Staaten. Küstenautobahn von Brandenburg bis Niedersachsen Die sogenannte Küstenautobahn A20 Uckermark – Westerstede ist mit 345 Kilometern der bislang längste zusammenhängende geplante Neubau einer Autobahn seit 1939. Sie beginnt – von Ost nach West – in Brandenburg am Kreuz Uckermark und verläuft durch Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Hinzukommen sollen nun weitere 200 Kilometer durch Schleswig-Holstein und Niedersachsen inklusive Elbquerung bis zur A28 Westerstede nahe den Niederlanden. Mitarbeit: Lorenzo Walcher Mit Material von dpa.