Hochwasser in Venedig: So ist die aktuelle Lage

Hochwasser in Venedig
Keine Seltenheit in Venedig: Der überflutete Markusplatz ∙ © dpa/ANSA

Wer jetzt nach Venedig bereist, sollte sicherheitshalber Gummistiefel im Gepäck haben: Die Lagunenstadt ist vom Hochwasser bedroht. So ist die aktuelle Lage.

  • Hochwasserschutz MOSE wurde aktiviert

  • Lage am Markusplatz hat sich entspannt

  • Weitere Unwetter vorhergesagt

Wieder einmal gibt es Hochwasser in Venedig. Noch bis zum Samstag rechnen die Behörden mit "Acqua Alta"– dem saisonal auftretenden Hochwasser. Grund ist das Zusammentreffen von starker Flut und niedrigem Luftdruck. Der Scirocco drückt dann das Wasser in die Lagune.

Hochwasser in Venedig: Markusplatz wieder trocken

Der Markusplatz war zwischenzeitlich geflutet, ist aktuell aber wieder begehbar. Am Morgen des 4. November sank der Pegel allerdings von knapp unter der Höchstmarke auf 1,10 Meter. Für die nächsten Tage sind jedoch weitere Unwetter und starker Wind vorhergesagt.

Reisende, die sich über die Lage in Venedig informieren wollen, können Vorhersagen zum Hochwasser auf der Homepage der Stadt Venedig* abfragen.

Hochwasserschutz wurde aktiviert

Die Hochwasserschutzanlage MOSE, ein Flutsperrwerk mit beweglichen Fluttoren, wurde aktiviert. Es besteht aus 78 Barrieren, die die Stadt an drei Einfahrten zur Lagune hochfahren kann. Die Schutzanlage kann einem Pegelanstieg bis zu drei Metern standhalten.

Venedigs Fährhafen nicht betroffen

Der Fährbetrieb, der weit abseits der Altstadt liegt, ist in der Regel vom Hochwasser nicht tangiert. Fährreisende sollten sich aber zur Sicherheit bei ihrer Reederei nach der aktuellen Lage erkundigen.

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Hochwasser in Venedig – eine Touristenattraktion

Venedig, das nur einen Meter über dem Meeresspiegel liegt, ist für seine häufigen Hochwasser bekannt. Im Herbst und Winter droht der Stadt regelmäßig die Flut. Seit Jahrhunderten haben die Einwohner gelernt, damit zu leben. Auf Touristen wirkt die Situation häufig wie eine Inszenierung, die die Stadt noch reizvoller macht.

Mit Material von dpa.

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