Straßensperren nach Unwetter in Slowenien, Kroatien und Österreich

Leute mit Rucksäcken laufen über eine beschädigte Straße in Slowenien
Slowenien: Zerstörte Straßen beeinträchtigen auch den Tourismus© dpa/Luka Dakskobler

Österreich, Slowenien und Kroatien leiden noch immer unter den Folgen von Überschwemmungen und Erdrutschen nach dem schweren Unwetter Anfang August. Einige Straßen bleiben weiterhin gesperrt. Was Reisende wissen müssen.

  • Autobahnen in allen drei Ländern frei befahrbar

  • Mehrere Landstraßen weiterhin gesperrt

  • Diese Rechte haben Reisende

Am ersten August-Wochenende wurden das südliche Österreich, Slowenien und Teile Kroatiens von schweren Unwettern und sintflutartigen Regenfällen heimgesucht. Die Folge waren Überflutungen, unterspülte Straßen und Erdrutsche. Obwohl die Reparaturarbeiten auf Hochtouren laufen und viele Straßen wieder befahrbar sind, kommt es immer noch zu Verkehrsbehinderungen und touristischen Einschränkungen.

Autobahnen frei befahrbar

Die positive Nachricht für Reisende: Die Autobahnen sind in allen drei Ländern frei befahrbar, also auch die wichtige Transitroute durch den Karawankentunnel. Einschränkungen gibt es lediglich im untergeordneten Straßennetz.

Stauprognose: Die Staus auf den Autobahnen reißen nicht ab

Straßensperren in Österreich, Slowenien, Kroatien

Österreich

In Österreich waren hauptsächlich die Bundesländer Kärnten und Steiermark betroffen. Aktuell sind nur noch wenige Landesstraßen gesperrt. Der Grenzübergang Lavamünd/B80 im Südosten Kärntens ist wegen Straßenschäden auf slowenischer Seite (wechselnder Einbahnverkehr) für den Durchgangsverkehr nur eingeschränkt nutzbar.

Die aktuelle Verkehrslage in den österreichischen Unwettergebieten findet man auf den Internetseiten des österreichischen Partnerclubs ÖAMTC.*

Slowenien

Zerstörte Straße in Slowenien nach Überschwemmung
Unterspülungen und Erdrutsche haben in Slowenien schwere Straßenschäden angerichtet© imago images/Hanza Media

In Slowenien ist auf dem untergeordneten Straßennetz noch längere Zeit mit Einschränkungen zu rechnen. Die Verkehrsstörungen konzentrieren sich vor allem auf die Einzugsgebiete der Flüsse Save, Drau und Mur. Hier sind noch mehrere Straßenverbindungen unpassierbar und einige innerslowenische Zugverbindungen unterbrochen. Der internationale Zugverkehr läuft hingegen weitgehend planmäßig.

Kaum Schäden gibt es im Umkreis der Hauptstadt Ljubljana, in der Küstenregion und im Alpengebiet rund um den Triglav-Nationalpark.

Einen Überblick über die aktuellen Straßensperren erhält man auf den Internetseiten des Slowenischen Verkehrsinformationszentrums*.

Hilfe im Notfall

Mitglieder, die in ihrem Urlaub in Not geraten und Hilfe benötigen, können sich an den ADAC Auslandnotruf (Tel. +49 89 22 22 22) wenden.

Weitere Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier

Kroatien

In Kroatien gibt es noch geringe Behinderungen entlang des Flusses Save. Unkritisch ist die Situation in den Urlaubsgebieten an den Küsten.

Verkehrsinformationen in deutscher Sprache bietet der kroatische Automobilclub HAK.*

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Urlaub: Tipps und Hinweise für Reisende

Verunsicherte Urlauber und Urlauberinnen, die Einschränkungen befürchten, sollten sich bei ihrem Reiseveranstalter oder bei der gebuchten Unterkunft über die aktuelle Lage erkundigen. Vor allem Campingreisende sollten überprüfen, ob ihr Campingplatz zugänglich ist.

Die Slowenische Tourismuszentrale* rät derzeit noch in einigen Regionen von Wanderungen in den Bergen und Wassersportaktivitäten auf den Flüssen ab. Eine Übersicht zu gesperrten Wanderwegen findet man beim Slowenischen Alpenverein*.

Naturkatastrophen: Ihre Rechte als Reisende

Grundsätzlich können Pauschalreisende kostenfrei stornieren, wenn ihre Reise durch außergewöhnliche Umstände erheblich beeinträchtigt wird. Diese müssen jedoch unmittelbar am Urlaubsort oder in unmittelbarer Nähe auftreten. Die Anreise oder die Durchführung der Reise muss erheblich beeinträchtigt sein.

Mit Material von dpa

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