ÖPNV: In diesen Regionen drohen neue Streiks im Nahverkehr
Von Regina Ammel

Busse und Bahnen fahren fast überall wieder ohne Einschränkungen. Nur noch in wenigen Regionen bestreikt Verdi den ÖPNV. Allerdings könnte es in manchen Bundesländern bald wieder Streiks im Nahverkehr geben.
Update: Unbefristeter Streik im Saarland?
Einigung in Baden‑Württemberg, Schleswig‑Holstein und Hamburg
Streikgefahr in Bayern steigt
Die Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Verdi machen in einzelnen Bundesländern Fortschritte. Deshalb wurden viele Warnstreiks in den letzten Wochen beendet. Trotzdem kommt es noch vereinzelt zu Streiks.
Saarland: Kommt ein längerer Stillstand?
Während die Streikwellen in anderen Bundesländern abgeebbt sind, könnte es im Saarland bald zu einem unbefristeten Streik der Busfahrer kommen. Sollte bis Donnerstag, 2. April, kein neuer Verhandlungstermin stehen, käme es laut Verdi zur Urabstimmung über einen unbefristeten Streik.
Streikgefahr in Bayern steigt
Der Tarifkonflikt in Bayern im kommunalen Nahverkehr ist noch nicht beigelegt. Auch die letzten Gespräche am Montag, 23. März, zwischen Gewerkschaft und Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) führten zu keiner Einigung. Damit steigt die Gefahr erneuter Warnstreiks im ÖPNV.
Niedersachsen: Friedenspflicht beendet
In Niedersachsen galt bis 31. März eine Friedenspflicht, die Arbeitsniederlegungen ausschloss. Mit Ende dieser Frist sind auch Streiks wieder möglich. Die nächste Verhandlung findet am 13. April statt.
In diesen Bundesländern drohen keine Streiks
Auch in Baden‑Württemberg, Schleswig‑Holstein, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin wird es nach einer Einigung keine neuen Streiks geben. In allen anderen Bundesländern wird noch verhandelt – weitere Warnstreiks sind daher möglich. Konkrete Ankündigen gibt es aktuell jedoch nicht.
Forderungen: Warum der Nahverkehr bestreikt wird
Die Gewerkschaft Verdi will für die bundesweit knapp 100.000 Beschäftigten im Nahverkehr insbesondere bessere Arbeitsbedingungen aushandeln – etwa durch kürzere Wochenarbeitszeiten und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.
Keine Streiks bei der Deutschen Bahn
Die Züge der Deutschen Bahn (DB) fahren auch bei den aktuellen Streiks uneingeschränkt. Die Gewerkschaft GDL und die DB haben in der letzten Tarifverhandlung eine Einigung erzielen können.
ÖPNV-Streik: Das sind die Alternativen
Kommt es aufgrund eines Streiks zu Ausfällen im ÖPNV, müssen auch Autofahrerinnen und Autofahrer mehr Zeit einplanen und unter Umständen ihre Route anpassen. Bei einem Streik sind ADAC Autovermietung, Fahrrad oder E-Scooter Alternativen zum Nahverkehr.
Für alle, die aufs eigene Auto ausweichen, ist es ratsam, sich vorher über die aktuelle Verkehrssituation zu informieren, da es insbesondere im Berufsverkehr zu Staus und Störungen kommen kann. Alle Infos zur Situation auf Autobahnen und Bundesstraßen sind bei der ADAC Verkehrsinfo erhältlich.
Mit Material von dpa.
Mitarbeit: Lorenzo Walcher, Sabrina Doschek
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