Nur noch in wenigen Bundesländern bestreikt Verdi den ÖPNV. Trotzdem kann es auch weiterhin zu Ausfällen bei Bus und Bahn kommen. Wo noch Streiks im Nahverkehr möglich sind. Unbefristeter Streik im Saarland abgewendet Keine Streiks bei der Deutschen Bahn Das sind die Alternativen bei einem ÖPNV-Streik Die Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Verdi haben in vielen Bundesländern Fortschritte gemacht. Zuletzt konnte eine Einigung in Bayern erzielt werden. In einzelnen Regionen sind Tarifverhandlungen jedoch noch offen – in Niedersachsen hatte Verdi vor Kurzem zum Streik aufgerufen. Im Saarland hingegen gab es nun eine Einigung. Saarland: Einigung statt Streik Im Tarifkonflikt beim kommunalen öffentlichen Personennahverkehr im Saarland fanden am Montag, 27. April, wieder Verhandlungen statt. Dank einer Einigung zwischen der Gewerkschaft Verdi und den kommunalen Busbetrieben, ist der unbefristete Streik hier abgewendet. In diesen Bundesländern drohen keine Streiks In Bayern, Baden‑Württemberg, Brandenburg, Schleswig‑Holstein, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin wird es nach einer Einigung keine neuen Streiks geben. Mancherorts kann es bei Tarifverhandlungen auf lokaler Ebene noch zu Einschränkungen kommen, großflächige Ausfälle wird es nicht mehr geben. In allen anderen Bundesländern wird noch verhandelt – weitere Warnstreiks sind daher möglich. Zuletzt hatte es Streiks in Niedersachsen gegeben. Konkrete neue Ankündigungen gibt es aktuell jedoch nicht. Forderungen: Warum der Nahverkehr bestreikt wird Die Gewerkschaft Verdi handelt bzw. handelte für die bundesweit knapp 100.000 Beschäftigten im Nahverkehr insbesondere bessere Arbeitsbedingungen aus – etwa durch kürzere Wochenarbeitszeiten und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. Keine Streiks bei der Deutschen Bahn Die Züge der Deutschen Bahn (DB) fahren auch bei den aktuellen Streiks uneingeschränkt. Die Gewerkschaft GDL und die DB haben in der letzten Tarifverhandlung eine Einigung erzielen können. ÖPNV-Streik: Das sind die Alternativen Kommt es aufgrund eines Streiks zu Ausfällen im ÖPNV, müssen auch Autofahrerinnen und Autofahrer mehr Zeit einplanen und unter Umständen ihre Route anpassen. Bei einem Streik sind ADAC Autovermietung, Fahrrad oder E-Scooter Alternativen zum Nahverkehr. Für alle, die aufs eigene Auto ausweichen, ist es ratsam, sich vorher über die aktuelle Verkehrssituation zu informieren, da es insbesondere im Berufsverkehr zu Staus und Störungen kommen kann. Alle Infos zur Situation auf Autobahnen und Bundesstraßen sind bei der ADAC Verkehrsinfo erhältlich. Mit Material von dpa. Mitarbeit: Sabrina Doschek, Regina Ammel