ÖPNV: Hier wird wieder gestreikt
Von Lorenzo Walcher

Nur noch in wenigen Bundesländern bestreikt Verdi den ÖPNV. In Niedersachsen erhöht die Gewerkschaft Verdi den Druck. Wo noch Streiks den Nahverkehr lahmlegen.
Ausstände im ÖPNV in Niedersachsen
Keine Streiks bei der Deutschen Bahn
Das sind die Alternativen bei einem Streik im Nahverkehr
Die Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Verdi haben in vielen Bundesländern Fortschritte gemacht. In einzelnen Regionen sind Tarifverhandlungen jedoch noch offen – in Niedersachsen ruft Verdi wieder zum Streik auf.
Niedersachsen: Streik in Osnabrück, Göttingen und Hannover
Nach einer weiteren, gescheiterten Verhandlungsrunde, ruft Verdi zu Streiks in Göttingen und Hannover auf. Am Dienstag, 19. und am Mittwoch, 20. Mai, müssen sich Pendlerinnen und Pendler in Göttingen auf massive Ausfälle einstellen. Am Mittwoch, 20. Mai, und am Donnerstag, 21. Mai, trifft es dann die Verkehrsbetriebe ÜSTRA und Regiobus in Hannover.
In diesen Bundesländern drohen keine Streiks
In Bayern, Baden‑Württemberg, Brandenburg, Schleswig‑Holstein, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und dem Saarland wird es nach einer Einigung keine neuen Streiks geben. Mancherorts kann es bei Tarifverhandlungen auf lokaler Ebene noch zu Einschränkungen kommen, großflächige Ausfälle wird es nicht mehr geben.
In den hier nicht genannten Bundesländern wird noch verhandelt – weitere Warnstreiks sind daher möglich.
Forderungen: Warum der Nahverkehr bestreikt wird
Die Gewerkschaft Verdi handelt bzw. handelte für die bundesweit knapp 100.000 Beschäftigten im Nahverkehr insbesondere bessere Arbeitsbedingungen aus – etwa durch kürzere Wochenarbeitszeiten und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.
Keine Streiks bei der Deutschen Bahn
Die Züge der Deutschen Bahn (DB) fahren auch bei den aktuellen Streiks uneingeschränkt. Die Gewerkschaft GDL und die DB haben in der letzten Tarifverhandlung eine Einigung erzielen können.
ÖPNV-Streik: Das sind die Alternativen
Kommt es aufgrund eines Streiks zu Ausfällen im ÖPNV, müssen auch Autofahrerinnen und Autofahrer mehr Zeit einplanen und unter Umständen ihre Route anpassen. Bei einem Streik sind ADAC Autovermietung, Fahrrad oder E-Scooter Alternativen zum Nahverkehr.
Für alle, die aufs eigene Auto ausweichen, ist es ratsam, sich vorher über die aktuelle Verkehrssituation zu informieren, da es insbesondere im Berufsverkehr zu Staus und Störungen kommen kann. Alle Infos zur Situation auf Autobahnen und Bundesstraßen sind bei der ADAC Verkehrsinfo erhältlich.
Mit Material von dpa.
Mitarbeit: Sabrina Doschek, Regina Ammel
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