ÖPNV: In diesen Regionen wird im Nahverkehr gestreikt
Von Lorenzo Walcher

Nur noch in wenigen Regionen bestreikt Verdi den ÖPNV. Trotzdem kommt es auch weiterhin zu Ausfällen bei Bus und Bahn. Jetzt trifft es gleich mehrere bayerische Städte.
Bayern: Streiks in München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Fürth, Bayreuth, Dachau, Passau, Landshut und Schweinfurt
Unbefristeter Streik im Saarland?
Einigung in Baden‑Württemberg, Schleswig‑Holstein und Hamburg
Die Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Verdi machen in einzelnen Bundesländern Fortschritte. Deshalb wurden viele Warnstreiks in den letzten Wochen beendet. In Bayern erhöht Verdi den Druck allerdings wieder.
Bayern: Streiks in München, Nürnberg, Augsburg und anderen Städten
Die Gewerkschaft Verdi erhöht kurz vor der nächsten Verhandlungsrunde den Druck und ruft in gleich zehn bayerischen Städten zum Streik auf.
Am Dienstag, 14. April, kommt es daher in München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Fürth, Bayreuth, Dachau, Passau, Landshut und Schweinfurt zu massiven Einschränkungen im ÖPNV. Die nächste Verhandlungsrunde soll am 15. April stattfinden.
Baden-Württemberg: Regionale Streiks in Ulm
Der Tarifkonflikt auf Landesebene konnte bereits beigelegt werden. In Ulm kommt es beim kommunalen Anbieter SWU mobil trotzdem zu einem Warnstreik. Die Gewerkschaft Verdi hat einen zweitägigen Streik angekündigt. Seit gestern, 13. April, bis einschließlich heute, 14. April, müssen sich Fahrgäste auf erhebliche Einschränkungen einstellen.
Die nächste Verhandlungsrunde soll am 16. April stattfinden.
Saarland: Kommt ein längerer Stillstand?
Während die Streikwellen in anderen Bundesländern abgeebbt sind, könnte es im Saarland bald zu einem unbefristeten Streik der Busfahrer kommen. Trotz neuer Verhandlungstermine möchte Verdi in einer Urabstimmung über Arbeitsniederlegungen entscheiden.
Niedersachsen: Friedenspflicht beendet
In Niedersachsen galt bis 31. März eine Friedenspflicht, die Arbeitsniederlegungen ausschloss. Mit dem Ende dieser Frist sind auch Streiks wieder möglich. Die nächste Verhandlung findet am 13. April statt.
In diesen Bundesländern drohen keine Streiks
Auch in Baden‑Württemberg, Brandenburg, Schleswig‑Holstein, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin wird es nach einer Einigung keine neuen Streiks geben. Mancherorts kann es bei Tarifverhandlungen auf lokaler Ebene noch zu Einschränkungen kommen, großflächige Ausfälle wird es nicht mehr geben. In allen anderen Bundesländern wird noch verhandelt – weitere Warnstreiks sind daher möglich. Konkrete Ankündigungen gibt es aktuell jedoch nicht.
Forderungen: Warum der Nahverkehr bestreikt wird
Die Gewerkschaft Verdi will für die bundesweit knapp 100.000 Beschäftigten im Nahverkehr insbesondere bessere Arbeitsbedingungen aushandeln – etwa durch kürzere Wochenarbeitszeiten und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.
Keine Streiks bei der Deutschen Bahn
Die Züge der Deutschen Bahn (DB) fahren auch bei den aktuellen Streiks uneingeschränkt. Die Gewerkschaft GDL und die DB haben in der letzten Tarifverhandlung eine Einigung erzielen können.
ÖPNV-Streik: Das sind die Alternativen
Kommt es aufgrund eines Streiks zu Ausfällen im ÖPNV, müssen auch Autofahrerinnen und Autofahrer mehr Zeit einplanen und unter Umständen ihre Route anpassen. Bei einem Streik sind ADAC Autovermietung, Fahrrad oder E-Scooter Alternativen zum Nahverkehr.
Für alle, die aufs eigene Auto ausweichen, ist es ratsam, sich vorher über die aktuelle Verkehrssituation zu informieren, da es insbesondere im Berufsverkehr zu Staus und Störungen kommen kann. Alle Infos zur Situation auf Autobahnen und Bundesstraßen sind bei der ADAC Verkehrsinfo erhältlich.
Mit Material von dpa.
Mitarbeit: Sabrina Doschek, Regina Ammel
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