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Schweiz-Urlaub 2020: Das müssen Reisende wissen

Stadtansicht Genf vom Wasser aus
Die Stadt Genf und der gleichnamige Kanton sind jetzt Corona-Risikogebiet ∙ © Shutterstock/Peter Stein

Seit Mitte Juni sind Urlaubsreisen in die Schweiz wieder möglich. Allerdings gelten nun zwei Kantone als Risikogebiete. Was Urlauber wissen müssen, wenn sie zwischen Aletsch-Gletscher und Zürich reisen.

  • Update: Kantone Freiburg, Genf und Waadt sind jetzt Risikogebiete

  • Corona-Fälle zuletzt stark angestiegen

  • Gesundheitsamt empfiehlt Masken in allen Geschäften und öffentlichen Räumen

  • Aktuelle Inzidenz: 34,61 Infizierte je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen

Die Zahl der neu gemeldeten Corona-Infektionen ist in der Schweiz zuletzt stark angestiegen, dennoch liegt das Land der Eidgenossen weiter unter dem kritischen Referenzwert. Allerdings hat das Robert-Koch-Institut (RKI) jetzt die Kantone Freiburg, Genf und Waadt zu Risikogebieten erklärt. Es gilt außerdem eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für diese Regionen.

Schweiz-Urlaub in Corona-Zeiten: Mit Einschränkungen rechnen

Seit Mitte Juni können deutsche Staatsangehörige wieder uneingeschränkt in und durch die Schweiz reisen. Es finden nur stichprobenartige Kontrollen an den Grenzen statt, lange Wartezeiten sind die Ausnahme. Wer aus dem Schweiz-Urlaub zurück nach Deutschland fährt, muss nur dann mit Quarantäne rechnen, wenn er sich in den Kantonen Freiburg, Genf oder Waadt aufgehalten hat.

Anders ist es, wenn man in die Schweiz einreisen will und vorher in einem Risikoland wie Bosnien, Montenegro, Serbien, den USA, Russland oder Israel war: Dann muss man in der Schweiz in eine 10-tägige Quarantäne. Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit BAG aktualisiert regelmäßig seine Liste der Risikoländer*. Wer sich vor der Quarantäne drückt, muss mit einer Geldstrafe von 10.000 Franken (9300 Euro) rechnen.

Urlauber, die in Kürze in die Schweiz wollen, sollten sich über die aktuelle Lage dort* informieren. Einreiseverschärfungen können nicht ausgeschlossen werden.

Zürich und Co. weniger gefragt, dafür Berge und Natur

Die großen Berggebiete, beispielsweise im Tessin, Wallis oder in Graubünden, und die Seen (Vierwaldstätter See, Lago Maggiore, Bodensee) sind in diesem Jahr bei Urlaubern besonders beliebt.

Städte hingegen sind dieses Jahr weniger gefragt. Städtetrips und Sightseeing sind aber unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsvorschriften ebenfalls überall wieder möglich. Casinos, Freizeitparks, Zoos, botanische Gärten, Theater, Kinos und Museen sind geöffnet. Stadtführungen werden wieder angeboten.

Schweiz-Urlaub: Infos für Flug- und Bahnreisende

Flugpassagiere können über die Flughäfen Zürich, Genf und Basel sowie einige Regionalflughäfen einreisen. Der Flugplan ist noch ausgedünnt. Züge zwischen Deutschland und der Schweiz verkehren wieder im Normalbetrieb.

Die Panorama- und Erlebniszüge wie GoldenPass Panoramic, Luzern-Interlaken-Express, Bernina Express, Glacier Express, Furka Dampfbahn, Gotthard Express und die romantische Vigezhina-Centovalli-Bahn sind wieder im Einsatz. Auch Busse rollen wieder.

Maskenpflicht im Flieger, ÖPNV, in Bergbahnen und auf Schiffen

Im öffentlichen Verkehr und in Zügen müssen alle Personen ab 12 Jahren einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Dasselbe gilt auch für Bergbahnen, Seilbahnen oder auf Schiffen.Die Maskenpflicht betrifft auch für alle Flugreisenden.

Genf, Zürich und andere Kantone haben dieselbe Vorschrift auch für Geschäfte erlassen. Angesichts der steigenden Fälle empfiehlt das Schweizer Bundesamt für Gesundheit allen Kantonen die Einführung der Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Räumen.

Das gilt für Unterkünfte, Campingplätze und Gastronomie

Restaurants, Bars und Clubs sind offen, aber immer mehr Kantone führen neue Einschränkungen ein - etwa ein Limit von 100 Gästen oder die Kontaktdaten-Pflicht. Hotels dürfen Wellness anbieten, aber in Schwimmbad, Sauna und Dampfbad darf sich nur eine Person pro vier Quadratmeter Fläche aufhalten.

Auch auf den Campingplätzen müssen spezielle Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Bei sehr vielen Plätzen heißt es: Der Mindestabstand zum Zelt oder Wohnmobil des Nachbarn beträgt mindestens drei Meter. Reservierungen sind notwendig.

Wichtig zu wissen: Die Hygiene- und Abstandsregelungen können sich innerhalb der Kantone unterscheiden.

Wildcampen im Schweiz-Urlaub

Viele Wohnmobil-Reisende erwägen, spontan in freier Natur oder auf Parkplätzen zum Übernachten anzuhalten. Doch Wildcamping ist nicht überall erlaubt.

Nach Informationen von Pincamp*, dem Campingportal des ADAC, liegt die Entscheidung darüber bei den Kantonen beziehungsweise den Gemeinden. Um hohe Geldbußen zu vermeiden, sollten sich Camper vorher bei der örtlichen Touristeninformation erkundigen.

Weitere Informationen zum Reiseziel Schweiz sowie zur aktuellen Verkehrslage auf den Autobahnen, an den Grenzen und auf den Alpenpässen finden Sie hier.

Mit Material von dpa

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