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Schweiz in Corona-Zeiten: Das müssen Reisende wissen

Stadtansicht Genf vom Wasser aus
Nicht nur die Stadt Genf und der gleichnamige Kanton sind Corona-Risikogebiete ∙ © Shutterstock/Peter Stein

Reisen in die Schweiz sind derzeit prinzipiell möglich. Allerdings gelten inzwischen alle Kantone als Risikogebiete, die Infizierten-Zahlen sind hoch. Was Reisende wissen müssen, wenn sie zwischen Aletsch-Gletscher und Zürich unterwegs sind.

  • Update: Kanton Basel-Stadt veschärft Corona-Maßnahmen

  • Gesamte Schweiz und Liechtenstein sind Risikogebiete

  • Regionale Teil-Lockdowns

  • Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Räumen

  • Aktuelle Inzidenz: 389,69 Infizierte je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen

Urlaub im Ausland trotz Lockdown? Die wichtigsten Fakten

Um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, haben Bund und Länder den Reiseverkehr innerhalb Deutschlands bis Ende November massiv eingeschränkt. Was gilt nun bei Reisen ins Ausland? Ist ein Urlaub außerhalb Deutschlands möglich?

  • Reisen ins Ausland sind nicht ausdrücklich verboten. Angesichts der in Europa und weiten Teilen der Welt massiv zunehmenden Corona-Infektionen sollte sich aber jeder überlegen, ob ein Auslands-Urlaub derzeit sinnvoll ist.

  • Die Grenzen sind von deutscher Seite aus offen. Einzelne Länder haben aber von sich aus Beschränkungen oder Einreiseverbote verhängt. Zudem sind Wartezeiten durch Grenzkontrollen und Zurückweisungen möglich.
    Die aktuelle Lage an Deutschlands Grenzen

  • Der Flug-, Bahn- und Fährverkehr findet auch ins Ausland grundsätzlich statt. Reisende müssen allerdings mit Ausfällen oder Terminänderungen rechnen und sollten sich kurzfristig bei ihrer Airline, Reederei oder Bahngesellschaft über den aktuellen Stand informieren.

Die Zahl der neu gemeldeten Corona-Infektionen ist in der Schweiz wieder stark angestiegen, hat sich zuletzt aber scheinbar stabilisiert. Das Land der Eidgenossen hat den kritischen Referenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen massiv überschritten: Aktuell liegt die 7-Tages-Inzidenz bei 389,69 (Stand: 21. November).

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) sind die ganze Schweiz und auch Liechtenstein Corona-Risikogebiete, das Auswärtige Amt warnt vor Reisen dorthin.

Schweiz in Corona-Zeiten: Mit Einschränkungen rechnen

Seit Mitte Juni können deutsche Staatsangehörige prinzipiell wieder uneingeschränkt in und durch die Schweiz reisen (Ausnahme siehe unten). Es finden nur stichprobenartige Kontrollen an den Grenzen statt, lange Wartezeiten sind die Ausnahme.

Wenn man in die Schweiz einreisen will und vorher in einem Risikoland oder Risikogebiet war, muss man in der Schweiz in eine 10-tägige Quarantäne, die auch nicht durch ein negatives Covid-19-Testergebnis verkürzt werden kann.

Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) aktualisiert regelmäßig seine Liste der Risikoländer*. Wer sich vor der Selbst-Isolation drückt, muss mit einer Geldstrafe von 10.000 Franken (9300 Euro) rechnen.

Neue Quarantäne-Regeln für Reise-Rückkehrer

Seit 8. November gelten neue Einreiseregeln, die allerdings je nach Bundesland unterschiedlich ausgestaltet sein können: Wer aus einem Corona-Risikogebiet nach Deutschland zurückkehrt, muss sich in eine zehntägige Quarantäne begeben, die er in den meisten Bundesländern frühestens ab dem fünften Tag durch einen negativen Test abkürzen kann. Zudem ist ein digitales Einreiseformular* auszufüllen, das an die zuständige Gesundheitsbehörde weitergeleitet wird.

Quarantäne: Die Regeln für Rückkehrer aus Risikogebieten

Schweiz-Urlaub: Infos für Flug- und Bahnreisende

Flugpassagiere können über die Flughäfen Zürich, Genf und Basel sowie einige Regionalflughäfen einreisen. Der Flugplan ist ausgedünnt. Züge zwischen Deutschland und der Schweiz sowie Buss verkehren mit teilweise veränerten Taktzeiten.

Die Panorama- und Erlebniszüge wie Bernina, Glacier Express, Gotthard Express oder die romantische Vigezhina-Centovalli-Bahn haben ihre Betrieb eingestellt, sind in Winterpause oder sind mit reduziertem Fahrplan unterwegs.

Maskenpflicht in der Schweiz verschärft

Eine Gesichtsmaske muss landesweit in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften, Museen, Restaurants, an Bahnhöfen, Flughäfen und Haltestellen getragen werden. Dieselbe Regelung gilt für den Besuch von Wochen- und Weihnachtsmärkten oder belebten Fussgängerbereichen.

Unterkünfte, Skigebiete, Gastronomie und Geschäfte

Bars und Restaurants müssen abends um 23 Uhr schließen, Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sowie sportliche und kulturelle Freizeitaktivitäten mit mehr als 15 Personen sind untersagt. Discos und Clubs werden völlig geschlossen.

Hotels dürfen Wellness anbieten, aber in Schwimmbad, Sauna und Dampfbad darf sich nur eine Person pro vier Quadratmeter Fläche aufhalten.

Auch auf den Campingplätzen müssen spezielle Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Bei sehr vielen Plätzen heißt es: Der Mindestabstand zum Zelt oder Wohnmobil des Nachbarn beträgt mindestens drei Meter. Reservierungen sind notwendig.

Die Schweizer Skigebiete wollen zum Beginn der Wintersportsaison planmäßig öffnen. Hier lesen Sie, was die Bergbahnen vorhaben.

Regionale Teil-Lockdowns, zum Beispiel in Genf und Basel

Die Corona-Einschränkungen unterscheiden sich regional zum Teil stark. Im Teil-Lockdown ist etwa der Kanton Genf. Dort sind alle Geschäfte, Restaurants und Dienstleister geschlossen, mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften.

Im Kanton Wallis sind Restaurants inzwischen auch geschlossen. Die Stadt Basel hat zum 23. November bis zunächst 13. Dezember Restaurants, Bars, Cafés, Freizeiteinrichtungen, Fitnesscenter, Kunsteisbahnen, Hallenbäder und Kasinos geschlossen. Geschäfte bleiben offen.

Weitere Informationen zum Reiseziel Schweiz sowie zur aktuellen Verkehrslage auf den Autobahnen, an den Grenzen und auf den Alpenpässen finden Sie hier.

Mit Material von dpa

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