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Schweiz-Urlaub 2020: Das müssen Reisende wissen

Matterhorn in der Schweiz
Das Matterhorn – wegen seiner markanten Gestalt einer der bekanntesten Berge der Welt ∙ © iStock.com/jahmaica

Die Schweiz: Das Land der Berge, Gletscher und Seen. Seit Mitte Juni sind Urlaubsreisen dorthin wieder möglich. Was Urlauber in Corona-Zeiten beachten müssen, bevor sie zu Matterhorn, Vierwaldstätter See oder Aletsch-Gletscher aufbrechen.

  • Ein- und Durchreise uneingeschränkt möglich

  • Kantonale Unterschiede bei den Corona-Auflagen

  • Campingplätze verzeichnen großen Andrang

  • Gesundheitsamt empfiehlt Masken in allen Geschäften und öffentlichen Räumen

Zwar zieht in der Schweiz die Zahl der neu gemeldeten Corona-Infektionen wieder an, dennoch liegt das Land der Eidgenossen weiter unter dem kritischen Referenzwert und gilt momentan nicht als Risikogebiet. Regionale Corona-Schwerpunkte sind die Kantone Waadt, Zürich, Tessin, Wallis und Bern.

Schweiz-Urlaub in Corona-Zeiten: Kaum Einschränkungen

Seit Mitte Juni können deutsche Staatsangehörige wieder uneingeschränkt in und durch die Schweiz reisen. Es finden nur noch stichprobenartige Kontrollen an den Grenzen statt, lange Wartezeiten sind die Ausnahme. Wer aus dem Schweiz-Urlaub zurück nach Deutschland fährt, muss momentan nicht mit Quarantäne rechnen.

Anders ist es, wenn man in die Schweiz einreisen will und vorher in einem Risikoland wie Bosnien, Montenegro, Serbien, den USA, Russland oder Israel war: Dann muss man in der Schweiz in eine 10-tägige Quarantäne. Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit BAG aktualisiert regelmäßig seine Liste der Risikoländer*. Wer sich vor der Quarantäne drückt, muss mit einer Geldstrafe von 10.000 Franken (9300 Euro) rechnen.

Zürich und Co. weniger gefragt, dafür Berge und Natur

Die großen Berggebiete beispielsweise im Tessin, Wallis oder in Graubünden und die Seen (Vierwaldstätter See, Lago Maggiore, Bodensee) sind in diesem Jahr bei Urlaubern besonders beliebt. Viele Hotels und Campingplätze in diesen Regionen haben für die Sommermonate höhere Buchungen als im vergangenen Jahr, wie Umfragen zeigen.

Städte hingegen sind dieses Jahr weniger gefragt. Städtetripps und Sightseeing sind aber unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsvorschriften ebenfalls überall wieder möglich. Casinos, Freizeitparks, Zoos, botanische Gärten, Theater, Kinos und Museen sind geöffnet. Stadtführungen werden wieder angeboten.

Schweiz-Urlaub: Infos für Flug- und Bahnreisende

Flugpassagiere können über die Flughäfen Zürich, Genf und Basel und einige Regionalflughäfen einreisen. Züge zwischen Deutschland und der Schweiz verkehren wieder im Normalbetrieb.

Die weltberühmten Panorama- und Erlebniszüge wie GoldenPass Panoramic, Luzern-Interlaken-Express, Bernina Express, Glacier Express, Furka Dampfbahn, Gotthard Express und die romantische Vigezhina-Centovalli-Bahn sind wieder im Einsatz.

Maskenpflicht im ÖPNV, in Bergbahnen und auf Schiffen

Seit 6. Juli müssen im öffentlichen Verkehr und in Zügen alle Personen ab 12 Jahren einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Dasselbe gilt auch für Bergbahnen, Seilbahnen oder auf Schiffen. Genf und andere Kantone haben auch bereits eine Maskenpflicht in Geschäften eingeführt. Angesichts der steigenden Fälle empfiehlt das Schweizer Bundesamt für Gesundheit allen Kantonen die Einführung der Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Räumen.

Das gilt für Unterkünfte, Campingplätze und Gastronomie

Restaurants, Bars und Clubs sind offen, aber immer mehr Kantone führen neue Einschränkungen ein - etwa die Beschränkung auf 100 Gäste oder die Kontaktdaten-Pflicht. Hotels dürfen Wellness anbieten, aber in Schwimmbad, Sauna und Dampfbad darf sich nur Person pro vier Quadratmeter Fläche aufhalten.

Auch auf den Campingplätzen müssen spezielle Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Bei sehr vielen Plätzen heißt es: Der Mindestabstand zum Zelt oder Wohnmobil des Nachbarn beträgt mindestens drei Meter. Reservierungen sind notwendig.

Wichtig zu wissen: Die Hygiene- und Abstandsregelungen können sich innerhalb der Kantone unterscheiden.

Wildcampen im Schweiz-Urlaub

Weil für diesen Sommer bereits viele Campingplätze ausgebucht sind, entscheidet sich momentan so mancher Wohnmobil-Reisende, spontan in freier Natur oder auf Parkplätzen zum Übernachten anzuhalten. Doch Wildcamping ist nicht überall erlaubt.

Nach Informationen von Pincamp*, dem Campingportal des ADAC, liegt die Entscheidung darüber bei den Kantonen beziehungsweise den Gemeinden. Um hohe Geldbußen zu vermeiden, sollten sich Camper vorher bei der örtlichen Touristeninformation erkundigen.

Weitere Informationen zum Reiseziel Schweiz sowie zur aktuellen Verkehrslage auf den Autobahnen, an den Grenzen und auf den Alpenpässen finden Sie hier.

Strandvergnügen und Sightseeing – was in den Urlaubsländern möglich ist

Auch wenn immer mehr Länder ihre Grenzen für deutsche Touristen öffnen, wird der Sommerurlaub 2020 wegen des Coronavirus unter besonderen Umständen stattfinden.

Die aktuelle Lage der beliebtesten Reiseziele:

Mit Material von dpa

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