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Brandgefahr: Mercedes ruft 300.000 Dieselfahrzeuge zurück

Mercedes CLS von 2018/2019 wird von Daimler zurückgerufen
Unter anderem vom Rückruf betroffen: der Mercedes CLS ∙ © Mercedes

Der Daimler-Konzern hat einen weltweiten Rückruf für 300.000 Mercedes-Fahrzeuge vom Typ CLS und E-Klasse mit Dieselmotor gestartet. In Deutschland sind laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) rund 105.000 Fahrzeuge betroffen.

Konkret handelt es sich um die Baureihen 213, 238 und 257 mit den Motoren "OM642", "OM654" und "OM656". Diese Fahrzeuge wurden von Juli 2015 bis Oktober 2019 produziert.

Erhöhte Brandgefahr

Der Grund für den Rückruf ist eine erhöhte Brandgefahr. Durch "elektrochemische Vorgänge" könnten "leitfähige Verbindungen in der Stromschiene" entstehen, so ein Konzernsprecher auf Nachfrage.

Diese Schiene überträgt elektrische Ströme unter anderem vom Starter und vom Generator. Laut Sprecher kann Feuchtigkeit in das Bauteil gelangen, zum Beispiel "salzhaltiges oder verschmutztes Wasser von der Frontscheibe".

Die daraus resultierenden Stromflüsse der nebeneinanderliegenden Leitungen könnten "abhängig von der betroffenen Stelle in der Stromschiene und der Ausprägung der Verbindungen zu einer thermischen Belastung des Kunststoffmaterials der Stromschiene führen".

Werkstattaufenthalt eine Stunde

Die Werkstätten modifizieren bei den betroffenen Fahrzeugen die Stromschiene und verlegen eine separate elektrische Leitung. Dem Mercedes-Sprecher zufolge dauert dies etwa eine Stunde. Der Rückruf hat den internen Code "1590007". Kundenfragen beantwortet der Hersteller unter seiner Hotline mit der Rufnummer 00800 12 777 777.