Menü
Rund ums Fahrzeug
Verkehr
Reise & Freizeit
Versicherungen & Finanzen
Mitgliedschaft
Services
Der ADAC

Rückruf bei BMW: 430.000 Fahrzeuge der 3er-Serie müssen in die Werkstatt

3er BMW Modell E91 stehend
Großer Rückruf bei BMW: Betroffen sind ältere Modelle der 3er-Serie ∙ © ADAC/Test und Technik

Der Autohersteller BMW startet in Deutschland wegen eines Fehlers in der Elektronik vorsorglich einen Rückruf von Fahrzeugen der 3er-Serie. Was die 430.000 betroffenen Autobesitzer jetzt tun müssen.

  • Baureihen aus den Jahren 2004 bis 2012 betroffen

  • Fahrzeuge haben den Modellcode E90 bis E93

  • Bisher keine Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden bekannt

  • Reparatur soll nur 60 Minuten dauern

Der bayerische Automobilhersteller ruft die zwischen Juli 2004 und Juni 2012 gefertigten Fahrzeuge der 3er-Reihe in die Werkstatt. Dazu zählen die Modelle mit den internen Bezeichnungen E90, E91, E92 und E93. Für den Rückruf hat BMW drei Aktionscodes vergeben, diese lauten "0061830500", "0061660400" und "0061830400".

Elektronik-Fehler und mögliche Brandgefahr

Bei den genannten Fahrzeugen könnte eine Steckverbindung vom Kabelbaum zum Gebläseregler der Heizungs- und Klimaanlage durch sogenannte Reibkorrosion überhitzen. Die Folge könnte ein Kurzschluss oder das Schmelzen des Steckkontakts sein. In seltenen Fällen ist auch Brandgefahr nicht ausgeschlossen, selbst wenn das Fahrzeug abgestellt ist. Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden durch den Fehler sind laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bislang aber nicht bekannt.

BMW: Werkstattaufenthalt dauert maximal eine Stunde

Die Autos sollten zur Reparatur in eine Vertragswerkstatt gebracht werden, so das KBA. Dort wird die Steckverbindung am Gebläseregler geprüft und nachgearbeitet. Gegebenenfalls muss auch der Regler ersetzt werden. Die Reparatur soll höchstens 60 Minuten dauern.

Erste Warnhinweise bereits Ende 2017

Laut eines Berichts des Online-Portals "kfz-betrieb" gibt es den Warnhinweis bereits seit Ende 2017. In Nordamerika gab es eine entsprechende Austausch-Aktion bereits seit Mitte 2018, wo mehr als 800.000 BMW-Fahrzeuge begutachtet und ausgebessert werden mussten. Als Begründung für den zeitlichen Verzug nannte eine BMW-Konzernsprecherin demnach, dieser sei "aufgrund diverser Feldsituationen und unterschiedlicher behördlicher Anforderungen" entstanden.

Weitere aktuelle Rückrufe finden Sie hier.

Katharina Dümmer
Redakteurin
Kontakt

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?