Fernreisen: Mit Kleinkindern nicht ins Malaria-Risikogebiet
Von Tanja Echter

Wer in der Elternzeit eine Fernreise plant, sollte Malaria-Gebiete meiden. Reisemediziner warnen, dass eine Infektion für Babys und Kleinkinder schwere Folgen haben kann.
Malaria in den Tropen weit verbreitet
Viele Familien nutzen die freien Monate in der Elternzeit für Fernreisen. Das CRM Centrum für Reisemedizin warnt jedoch vor Aufenthalten mit Säuglingen und Kleinkindern in Malaria-Risikogebieten. Die von Anopheles-Mücken übertragene Infektionskrankheit ist in subtropischen und tropischen Ländern stark verbreitet. Besonders in Subsahara-Afrika mit Urlaubsländern wie Kenia und Tansania. Auch in äquatornahen Regionen Asiens und Südamerikas kommt Malaria vor.
Kinder häufig schlechter geschützt
Pro Jahr erkranken weltweit etwa 280 Millionen Menschen an Malaria, rund 600.000 sterben. Besonders häufig Kinder unter 5 Jahren. Bei den Kleinsten sind die Symptome mit Fieber, Bauchschmerzen und Durchfall oft unspezifisch.
Zudem ist die Vorbeugung begrenzt: Einige Medikamente zur Malariaprophylaxe sind erst ab einem Körpergewicht von 11 Kilogramm zugelassen. Das Insektenabwehrmittel DEET wird ab 2 Jahren empfohlen, Icaridin ab einem Alter von 6 Monaten. Eine Reiseimpfung gegen Malaria gibt es nicht.
Besser malariafreies Urlaubsziel wählen
Eltern sollten deshalb für eine Fernreise mit Kindern malariafreie Destinationen wie Australien, Neuseeland, Nordamerika, Südafrika oder das südlichere Südamerika wählen. Dabei darf eine Reiseapotheke für Kinder nicht fehlen.