Bei Lufthansa drohen Streiks von Piloten und Flugbegleitern

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Von Katharina Dümmer

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ein Lufthansa Flugzeug steht auf dem Flughafen Frankfurt
Streiken die Pilotinnen und Piloten der Lufthansa, bleiben die Flieger am Boden© Shutterstock/travelview

Bei der Lufthansa könnte es wieder Streiks geben. Die Konflikte mit den Piloten und dem Kabinenpersonal sind weiter ungelöst. Sind Flüge in den Osterferien in Gefahr?

  • Gewerkschaft Ufo startet Urabstimmung beim Kabinenpersonal

  • Piloten prüfen neuen Rentenvorschlag

  • Diese Rechte haben Flugreisende

Bei Lufthansa und der Regional-Tochter Cityline spitzt sich der Arbeitskampf zu. Nach den Piloten und Pilotinnen macht sich jetzt auch das Kabinenpersonal bereit für Streiks. Konkrete Termine gibt es bisher aber noch nicht. Nicht ausgeschlossen ist, dass Flüge in den Osterferien ausfallen.

Lufthansa: Urabstimmung beim Kabinenpersonal

Die Kabinengewerkschaft Ufo hat ihre Mitglieder zu einer Urabstimmung bis Freitag, 27. März, aufgerufen. Man rechne mit einem sehr eindeutigen Ergebnis, erklärte Ufo-Chef Joachim Vázquez Bürger. Die Gewerkschaft hatte bei beiden Gesellschaften bereits Warnstreiks organisiert.

Gründe für die Eskalation sind aus Sicht der Gewerkschaft die festgefahrenen Verhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa und die weiterhin fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Der Flugbetrieb der Regionaltochter soll 2027 beendet werden. An ihre Stelle tritt eine neue Gesellschaft mit dem ähnlichen Namen Lufthansa City Airlines.

Piloten streiken für bessere Renten

Im festgefahrenen Tarifkonflikt mit ihren Piloten hat die Lufthansa einen neuen Vorschlag zu den umstrittenen Betriebsrenten gemacht. Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), die im Streit um die Betriebsrenten bislang zwei Streikwellen organisiert hatte, hat einem gemeinsamen Treffen in der letzten März-Woche zugestimmt. Man wolle sich das Angebot erläutern lassen, teilte die VC in Frankfurt mit.

Erst vergangene Woche fielen wegen eines Ausstands Hunderte Flüge aus. Man habe den neuen Vorschlag erhalten und werde ihn in der Tarifkommission prüfen, wie eine VC-Sprecherin erklärte.

Streik bei der Airline: Diese Rechte haben Reisende

Da Streiks auch mitunter kurzfristig angekündigt werden, sollten Passagiere von Lufthansa und Cityline sich über die Website und den Flugstatus auf dem Laufenden halten. Wenn ein Flug wegen eines Streiks annulliert wird oder sich verspätet, haben Reisende Anspruch auf Unterstützungsleistungen, Verpflegung und Unterbringung. Diese Ansprüche können sie bei der Fluggesellschaft geltend machen.

Die Airline muss jedoch keine Entschädigung zahlen, wenn sie sich auf sogenannte außergewöhnliche Umstände berufen kann. Ob ein Streik einen außergewöhnlichen Umstand darstellt, muss im Einzelfall geklärt werden. Grundsätzlich können jedenfalls bei einem Streik des eigenen Personals der Airline Entschädigungsansprüche in Betracht kommen.

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Diese Alternativen haben Reisende

Fallen Flüge aus oder verschieben sie sich, sind Lufthansa und Lufthansa Cityline verpflichtet, die betroffenen Passagierinnen und Passagiere zu informieren. In der Regel geschieht das per E-Mail oder über die Lufthansa-App, wo auch Umbuchungsoptionen angezeigt werden. Innerdeutsche Tickets können in Fahrkarten für die Bahn umgewandelt werden. Fällt ein Flug wegen Streik aus, gibt es zudem unter anderem folgende Alternativen für Reisende: Mietwagen, Fernbus, Auto oder Bahn.

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Mit Material von dpa.