Streik bei der Lufthansa-Tochter Eurowings beendet
Von Katharina Dümmer

Die Piloten der Lufthansa-Tochter Eurowings haben ihren Streik in der Nacht zu Freitag, 17. April, beendet. Die Flieger heben wieder planmäßig ab. Die Streikgefahr ist aber noch nicht gebannt.
Konflikt weiter ungelöst, neue Streiks könnten folgen
Streik-Bilanz: 70 Prozent der geplanten Flüge fanden statt
Diese Rechte haben Reisende
Die gute Nachricht vorweg: Eurowings Deutschland wird derzeit nicht mehr bestreikt. Die Ferienflieger heben nach dem letzten Streiktag, zu dem die Gewerkschaft "Vereinigung Cockpit" (VC) aufgerufen hatte, seit Freitag, 17. April, wieder planmäßig ab. Da der Konflikt um die Altersversorgung ungelöst ist, könnte es jedoch jederzeit zu neuen Streiks kommen.
Eurowings: Streik-Bilanz vom Donnerstag
Der Streikaufruf für Donnerstag, 16. April, galt für alle Flüge der Eurowings GmbH, die von deutschen Flughäfen starten sollten. Nicht betroffen waren Flüge der europäischen Schwester Eurowings Europe.
Zu Beginn der Arbeitsniederlegung teilte Eurowings mit, dass mehr als 70 Prozent der geplanten Flüge stattfinden könnten. Bei diesem Streik fiele allerdings auch nur ein Teil der Flotte unter deutsches Streikrecht. Laut Eurowings habe sich zudem eine dreistellige Zahl der Piloten deutscher Maschinen freiwillig zum Dienst gemeldet.
Eurowings fliegt über 160 Ziele in Deutschland, Europa und ausgewählten weltweiten Destinationen an. Der Schwerpunkt liegt auf Urlaubsländern wie Italien, Spanien, Griechenland, Kroatien. Die Airline bedient aber auch Städteziele, etwa London, Paris, Berlin.
Streik bei der Airline: Diese Rechte haben Reisende
Wer in den nächsten Tagen und Wochen mit Eurowings fliegen will, sollte sich über die Website und den Flugstatus auf dem Laufenden halten. Wenn ein Flug wegen eines Streiks annulliert wird oder sich verspätet, haben Reisende Anspruch auf Unterstützungsleistungen, Verpflegung und Unterbringung. Diese Ansprüche können sie bei der Fluggesellschaft geltend machen.
Die Airline muss jedoch keine Entschädigung zahlen, wenn sie sich auf sogenannte außergewöhnliche Umstände berufen kann. Ob ein Streik einen außergewöhnlichen Umstand darstellt, muss im Einzelfall geklärt werden. Grundsätzlich können jedenfalls bei einem Streik des eigenen Personals der Airline Entschädigungsansprüche in Betracht kommen.
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Alternativen für Reisende bei Streik
Fallen Flüge aus oder verschieben sie sich, ist Eurowings verpflichtet, die betroffenen Passagierinnen und Passagiere zu informieren. Werden Flüge wegen Streiks annulliert, gibt es in der Regel kostenlose Umbuchungen oder Fahrkarten für die Bahn. Weitere Alternativen für Reisende in Deutschland: Mietwagen, Fernbus oder Auto.
Streikgefahr auch bei Lufthansa
Bei der Kerngesellschaft Lufthansa und der Regionaltochter Cityline drohen ebenfalls Streiks. Streikbereit sind sowohl die Piloten als auch das Kabinenpersonal.