Zu viele Unfälle: In Rom gilt jetzt Tempo 30
Von Regina Ammel

Rom führt innerorts ab sofort Tempo 30 ein. Wer sich mit dem Auto in den Stadtkern der italienischen Hauptstadt wagt, sollte nicht nur den Verkehr auf den belebten Straßen im Blick haben, sondern auch den Tacho.
Tempo 30 im historischen Stadtzentrum
Missachtung kann teuer werden
Tempolimits auch in anderen europäischen Städten
Auf einigen Straßen Roms dürfen Autofahrende jetzt nicht mehr schneller als 30 km/h unterwegs sein. Vor allem die Straßen der Altstadt sind von der neuen Geschwindigkeitsregelung betroffen. Aber auch für einige größere Ein- und Ausfallstraßen entlang des Stadtkerns wurde das Tempo reduziert. Gerade für Touristen und Touristinnen, die sich in der Stadt nicht auskennen, heißt das: Augen auf und Beschilderung unbedingt beachten!
Rom will Zahl der Unfälle reduzieren
Bisher waren knapp 50 Prozent der Straßen im Zentrum als Tempo-30-Zone ausgewiesen. Jetzt wurde diese ausgeweitet. Der Grund ist die hohe Zahl an Verkehrstoten. Vor allem Fußgänger sind gefährdet. Und mit dem zunehmenden Besucherstrom in die Ewige Stadt steigt auch die Anzahl an Menschen, die zu Fuß unterwegs sind. Ein Tempolimit soll diese besser schützen und schwere Verkehrsunfälle verhindern.
Tempo 30: Zu schnell wird schnell teuer
Wer weiterhin 50 km/h in der neuen 30er-Zone fährt, muss mit einer Geldstrafe von mindestens 175 Euro rechnen. Wer über 50 km/h zu schnell unterwegs ist, zahlt mindestens 545 Euro.
Wird das Vergehen an Ort und Stelle bemerkt, muss die Fahrerin oder der Fahrer die Buße direkt bezahlen oder den Betrag als Sicherheitsleistung hinterlegen. Wird nicht gezahlt, kann das Fahrzeug beschlagnahmt werden. Bei Verstößen, die im Rahmen einer automatischen Verkehrsüberwachung festgestellt werden, erfolgt die Versendung eines Bescheides an die Adresse des Halters oder der Halterin.
Hier gibt es alle Infos, was bei Strafzetteln und Bußgeldern in und aus Italien gilt.
Tempo 30 auch in Bologna, Paris und Brüssel
Bologna war 2024 die erste italienische Großstadt, die innerorts Tempo 30 einführte. Ausgenommen von dieser Regelung sind allerdings die Schnellstraßen. Auch Florenz, Mailand, Pisa sowie andere europäische Großstädte haben bereits Tempo 30 eingeführt.
In der Schweiz drosselte Lausanne als erste Stadt das Tempo nachts von 22 bis 6 Uhr auf allen Hauptverkehrsstraßen auf 30 km/h. Ausnahmen gibt es aber auch hier.
Die belgische Hauptstadt Brüssel führte 2021 Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet ein. In Paris gilt auf fast allen Straßen Tempo 30. Ausnahmen gelten für Ring- und Ausfallstraßen sowie einige größere Verkehrsachsen wie beispielsweise die Champs-Élysées.
Spanien geht sogar noch weiter. Dort wird Tempo 30 generell für städtische Straßen mit einer Fahrspur pro Richtung vorgeschrieben.
Mit Material von dpa.