Mautstelle in Italien: So teuer ist Rückwärtsfahren an der Mautstation
Von Katja Fastrich

Bußgeld-Falle für Italien-Reisende: Wer an einer italienischen Mautstelle das Rückwärtsfahren oder Wenden probiert, muss mit hohen Kosten und einem Fahrverbot rechnen.
Rückwärtsfahren in der Mautspur kostet bis zu 430 Euro
Bei Problemen in der Mautstation hilft die "Assistenza"-Taste
Maut kann bis zu 15 Tage nachträglich bezahlt werden
Italien-Reisende stehen an der Mautstation vor der Frage, auf welcher Spur sie am schnellsten vorankommen: Wo also ist die kürzeste Schlange, wo funktioniert möglicherweise der Zahlautomat nicht? Wo verzögert jemand die Weiterfahrt, weil die Kreditkarte im Kofferraum liegt? Und was, wenn man sich versehentlich in der Einheimischen vorbehaltenen "Telepass"-Spur eingeordnet hat? Zu praktisch wäre es, den Rückwärtsgang einzulegen und schnell noch die Mautspur zu wechseln.
Italien: So teuer ist Rückwärtsfahren an der Mautstelle
Nachträglich die Spur wechseln, rückwärtsfahren oder wenden ist in Italien allerdings an allen Mautstellen streng verboten. Laut Artikel 176 Abs. 19 und 20 des Codice della strada (italienische Straßenverkehrsordnung) beträgt die Mindestbuße für das Rückwärtsfahren oder Wenden an Mautstationen 430 Euro, zudem kann es ein dreimonatiges Fahrverbot geben.
Dies gilt auch, wenn an der gewählten Spur die Durchfahrt nicht möglich ist, beispielsweise, weil die Kreditkarte oder Viacard nicht akzeptiert wurde oder versehentlich eine Telepass-Spur genutzt wurde. Ist dies der Fall, muss der Fahrer oder die Fahrerin an der Zahlstelle mit der Taste "Assistenza" Hilfe herbeizurufen.
Maut: Nachzahlung innerhalb von 15 Tagen möglich
Anschließend erscheint ein Mautkassierender oder man erhält einen Beleg mit dem Aufdruck "Mancato Pagamento" (Nicht bezahlt), mit dessen Hilfe die Maut nachzuentrichten ist. Dabei wird das Fahrzeug fotografiert. Die Nachzahlung ist innerhalb von 15 Tagen möglich.