Belgien führt Maut ein: Ab wann sie gilt und was sie kostet
Von Katja Fastrich

Belgien will für die Nutzung seiner Autobahnen eine Maut mit verschiedenen Tarifen einführen. Ab wann sie gilt, was sie kostet und wer davon profitiert.
Einführung für Mai 2027 geplant
Maut soll online und als Plakette erhältlich sein
E-Fahrzeuge zahlen weniger
Belgien will ab Mai 2027 eine Mautplakette für aus- und inländische Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen einführen. Darauf haben sich nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga die drei belgischen Regionen Flandern, Wallonien und Brüssel geeinigt. Die Plakette soll über eine elektronische Plattform, aber auch an Tankstellen gekauft werden können.
Maut in Belgien: Was sie für welche Fahrzeuge kostet
Die Kosten unterscheiden sich je nach Fahrzeug. Dabei sind Elektroautos mit geplanten 90 Euro im Jahr am günstigsten, während für alte Autos mit Verbrennungsmotor bis zu 125 Euro erhoben werden sollen. Zudem soll es Kurzzeittarife von einem Tag bis zu zwei Monaten geben. Ausgenommen werden sollen unter anderem Motorräder und Reisebusse.
Ob sich Autofahrenden an die Regeln halten, wollen die Behörden mit Kameras überprüfen. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von 70 Euro.
Hier finden Autofahrende nützliche Infos zu Belgien
Weniger Kfz-Steuer wegen Autobahn-Maut?
Manche Details des Vorhabens sind aber noch nicht geklärt. Zum Beispiel ist unklar, ob und, wenn ja, wie belgische Autofahrer durch eine Reform der Kfz-Steuer entlastet werden. An dieser Frage war auch Deutschlands Vorstoß für eine Pkw-Maut gescheitert.
Das Vorhaben war ein Prestigeprojekt der CSU und wurde 2019 vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) als rechtswidrig gestoppt. Zentraler Knackpunkt war, dass nur Fahrer aus dem Inland für die Maut voll bei der Kfz-Steuer entlastet werden sollten.