So schnell ist der Führerschein weg: Diese Fehler führen zum Fahrverbot
Von Petra Zollner

Wer viel zu schnell fährt und geblitzt wird, dem droht ein Fahrverbot. Aber auch bei anderen Verkehrsverstößen muss man den Führerschein abgeben.
Bei manchen Verkehrsverstößen gibt es zusätzlich zu Bußgeld und Punkten auch ein Fahrverbot.
Wie lange dauert ein Fahrverbot?
Ein Fahrverbot dauert in der Regel zwischen einem und drei Monaten. Danach gibt es den Führerschein automatisch zurück.
So schnell droht ein Fahrverbot
Viele Autofahrer unterschätzen, wie zügig es ernst wird. Typische Auslöser:
Rote Ampel überfahren (Ampel war länger als eine Sekunde rot)
Zu dicht aufgefahren (Abstand weniger als 3/10 des halben Tachowertes)
Rettungsgasse blockiert oder durchfahren
Wiederholter Tempoverstoß: ab 26 km/h zu viel, wenn das zweimal innerhalb eines Jahres passiert. Oder einmalig: innerorts ab 31 km/h zu schnell, außerorts ab 41 km/h
Fahrverbot bei Verstößen mit Gefährdung
Werden andere Verkehrsteilnehmer, zum Beispiel Fußgänger oder Radfahrer, gefährdet, gibt es nicht nur ein Bußgeld und Punkte, sondern es kann auch ein Fahrverbot verhängt werden. Das ist der Fall …
… bei Handyverstößen am Steuer
… beim Überholen trotz Verbot
… beim Überfahren einer roten Ampel, egal wie lange sie schon rot ist
… beim Abbiegen
Typische Beispiele aus der Praxis:
Beim Abbiegen wird ein Radfahrer übersehen und zu einem riskanten Ausweichmanöver gezwungen.
Auch knappe, gefährliche Überholmanöver, weil der Gegenverkehr falsch eingeschätzt wurde, gehören dazu.
Lesen Sie ausführlich zu Fahrverboten und was genau der Unterschied zum Entzug der Fahrerlaubnis ist.