Einreise nach Deutschland: Testpflicht und Quarantäne

Bei der Einreise nach Deutschland muss mit Kontrollen gerechnet werden, wie hier am Flughafen München ∙ © imago images/ZUMA Wire

+++ Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert +++

Einige Länder oder Regionen weltweit gelten wegen erhöhter Covid-19-Zahlen als Hochrisiko-Gebiete. Für Reiserückkehrende gelten besondere Regeln. Was bei der Einreise nach Deutschland zu beachten ist, und wann Test bzw. Quarantäne notwendig sind.

  • Update 1: Johnson & Johnson-Geimpfte benötigen zwei Impfungen

  • Update 2: Als genesen gilt man nur noch bis drei Monate nach Infektion

  • Alle Einreisenden ab 6 Jahren benötigen Test-, Impf- oder Genesenen-Nachweis

  • Besonderheiten bei der Rückkehr aus Hochrisiko-Gebieten

  • Übersicht: Inzidenzwerte in Europa und Corona-Risikogebiete weltweit

+++ Wichtiger Hinweis für Genesene: Seit 15. Januar gilt man nur noch bis drei Monate nach einer Infektion als "genesen" statt bislang sechs Monate. Für Rückkehrende aus Hochrisiko-Gebieten, deren Infektion vier bis sechs Monate zurückliegt, bedeutet dies, dass sie nach der Einreise in Deutschland in Quarantäne müssen. Wer genesen ist, darf sich laut Robert Koch-Institut (RKI) frühestens vier Wochen nach Abklingen der Symptome impfen lassen. Für ältere Genesenen-Nachweise, die schon vor der jüngsten Verkürzung der Geltungsdauer vorlagen, gibt es keinen Bestandsschutz. +++

Die aktuellen Einreiseregeln

Definition: Virusvarianten- und Hochrisiko-Gebiet

Digitale Einreiseanmeldung für Rückkehrer

Einreise aus Hochrisiko-Gebieten

Einreise aus Virusvarianten-Gebieten

Testpflicht für Flugreisende aus dem Ausland

Diese Corona-Tests werden bei Einreise akzeptiert

Quarantäne nach Transit durch ein Risikogebiet?

Im Ausland positiv getestet: Rückkehr mit dem Auto?

Die aktuellen Einreiseregeln

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Alle Reiserückkehrenden müssen einen der folgenden Nachweise bereits bei der Einreise nach Deutschland vorlegen können: einen aktuellen Corona-Test (PCR oder Antigen) oder den Nachweis einer vollständigen Impfung oder einen Genesenen-Nachweis. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter 6 Jahren. Diese Regeln gelten für Einreisen aus allen Ländern.

Die Digitale Einreiseanmeldung* wird nur bei der Einreise aus einem Hochrisiko- oder Virusvarianten-Gebiet benötigt. Welche schärferen Regeln für die Einreise aus einem Virusvarianten- oder Hochrisiko-Gebiet gelten, finden Sie unten.

Definition: Virusvarianten- und Hochrisiko-Gebiet

Das Robert Koch-Institut (RKI) definiert zwei Arten von Risikogebieten:

  1. Hochrisiko-Gebiet: Ein Land oder eine Region gilt dann als Corona-Hochrisiko-Gebiet, wenn eine besonders hohe Inzidenz herrscht oder andere Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass dort ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Dies kann beispielsweise die Ausbreitungsgeschwindigkeit sein oder nicht ausreichend vorhandene bzw. verlässliche epidemiologische Daten.

  2. Virusvarianten-Gebiet: Ein Land oder eine Region gilt dann als Virusvarianten-Gebiet, wenn dort eine in Deutschland noch nicht verbreitete Variante des Coronavirus auftritt, und zudem ungewiss ist, ob Impfstoffe oder eine überstandene Infektion keinen oder nur eingeschränkten Schutz gegenüber dieser Variante bieten bzw. schwere Krankheitsverläufe zu befürchten sind. Derzeit gilt kein Land als Virusvarianten-Gebiet.

Überblick: Corona-Inzidenzen in Europa

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Digitale Einreiseanmeldung für Rückkehrer

Nach Aufenthalt in einem Hochrisiko- oder Virusvarianten-Gebiet müssen Personen, bevor sie einreisen, die Digitale Einreiseanmeldung* ausfüllen: Dies kann frühestens drei Tage vor der Einreise geschehen. Wer seine Angaben in dem Portal einträgt, erhält eine Bestätigung, die er bei einer Kontrolle (etwa am Flughafen durch die Bundespolizei) oder an einem Grenzübergang vorzeigen muss. Zusätzlich wird automatisch das zuständige Gesundheitsamt* informiert, falls eine Quarantänepflicht vorliegt.

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Einreise aus Hochrisiko-Gebieten

  • Wer aus einem Hochrisiko-Gebiet einreist, muss bereits bei der Einreise nach Deutschland einen der folgenden Nachweise vorlegen können: einen aktuellen Corona-Test oder den Nachweis einer vollständigen Impfung oder einen Genesenen-Nachweis.

  • Der Test darf frühestens 48 Stunden vor der Einreise erfolgen. Das Ergebnis muss auf Anforderung des Beförderers (z.B. der Fluglinie) bei Abreise, der zuständigen Behörde bei Einreise oder bei polizeilicher Kontrolle vorgelegt werden.

  • Wer bei der Einreise aus einem Hochrisiko-Gebiet nur einen Corona-Test, aber keine vollständige Impfung und auch keinen Genesenen-Nachweis vorlegen kann, muss nach der Einreise umgehend in Quarantäne und sich für einen Zeitraum von 10 Tagen isolieren.

  • Ein vorzeitiges Beenden der Quarantäne durch einen negativen Test ist frühestens fünf Tage nach der Einreise möglich. Beispiel: Findet die Einreise nach Deutschland am 1. Februar statt, ist das Freitesten ab 7. Februar möglich.

    Achtung: Corona-Tests (Bürgertests) werden in Deutschland wieder kostenlos angeboten. Diese Bürgertests sind ausreichend, um sich aus einer Rückkehrer-Quarantäne freizutesten.

  • Kinder unter 6 Jahren sind von der Test-Pflicht befreit, nicht jedoch von der Quarantäne-Pflicht: Für sie endet die Quarantäne automatisch am fünften Tag nach der Einreise. Beispiel: Findet die Einreise nach Deutschland am 1. Januar statt, ist die Quarantäne ab 7. Januar automatisch beendet.

  • Für Kinder ab 6 Jahren gelten die selben Regeln wie für Erwachsene.

  • Hochrisiko-Länder sind derzeit (unter anderem): Ägypten, Albanien, Algerien, Andorra, Antigua und Barbuda, Argentinien, Australien, Bahamas, Bahrain, Barbados, Brasilien, Belarus/Weißrussland, Belgien, Belize, Bolivien, Bosnien und Herzegowina, Botswana, Bulgarien, Costa Rica, Dänemark, Dominikanische Republik, Estland, Fidschi, Finnland, Frankreich, Georgien, Ghana, Grenada, Griechenland, Großbritannien und Nordirland, Indien, Irland, Island, Israel, Italien, Jamaika, Japan, Jordanien, Kamerun, Kanada, Kapverden/Cabo Verde, Katar, Kenia, Kolumbien, Komoren, Kosovo, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Madagaskar, Malediven, Malta, Mexiko, Monaco, Montenegro, Namibia, Nepal, Niederlande, Nordmazedonien, Norwegen,

    Österreich (mit Ausnahme der Gemeinden Mittelberg und Jungholz und dem Rißtal im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee), Panama, Peru, Philippinen, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, St. Kitts und Nevis , St. Lucia , St. Vincent und die Grenadinen , São Tomé und Príncipe, San Marino, Schweden, Schweiz, Senegal, Serbien, Seychellen, Slowakei, Slowenien, Spanien, Südafrika, Tansania, Trinidad und Tobago, Tschechien, Türkei, Tunesien, Turkmenistan, Uganda, Ungarn, Uruguay, USA, Venezuela, Vereinigte Arabische Emirate, Vietnam, Zypern.

  • Hier finden Sie eine Übersicht aller internationalen Hochrisiko-Gebiete

Tagesausflügler und Grenzverkehr

Wer sich weniger als 24 Stunden in einem Hochrisiko-Gebiet aufgehalten hat, ist bei der Einreise nach Deutschland von der digitalen Einreiseanmeldung und der Quarantäne-Pflicht befreit. Er muss allerdings einen aktuellen Corona-Test, eine Impfung oder eine Genesung nachweisen können.

Tagesausflügler, die sich weniger als 24 Stunden in einem Nicht-Risikogebiet aufgehalten haben, brauchen bei der Rückkehr nach Deutschland keinen Corona-Test oder Nachweis über eine Impfung oder Genesung.

Einreise aus Virusvarianten-Gebieten

Derzeit gilt kein Land als Virusvarianten-Gebiet. Wird ein Land zum Virusvarianten-Gebiet erklärt, gilt:

  • Deutsche bzw. in Deutschland lebende Ausländer dürfen auch weiterhin aus Virusvarianten-Gebieten einreisen, müssen aber bereits bei Einreise ein negatives PCR-Testergebnis vorlegen (Probenentnahme darf maximal 48 Stunden vor der geplanten Einreise erfolgen). Die Testpflicht gilt auch für Genesene und Geimpfte.

  • Für alle anderen Personen gilt ein Beförderungsverbot: Fluggesellschaften sowie Bahn-, Bus- oder Schiffsunternehmen dürfen aus den genannten Gebieten diese Personen nicht mehr nach Deutschland befördern. Ausnahmen gibt es unter anderem für Transitpassagiere und den Warenverkehr.

  • Für Einreisende beträgt die Quarantänezeit nach Aufenthalt in einem Virusvarianten-Gebiet 14 Tage.

  • Ein "Freitesten" nach der Einreise ist nicht möglich.

  • Kinder unter 6 Jahren sind von der Test-Pflicht befreit, nicht jedoch von der Quarantäne-Pflicht.

  • Die Quarantäne-Pflicht gilt auch für Genesene und Geimpfte.

  • Wird das entsprechende Virusvarianten-Gebiet noch während der Quarantänezeit eines Reiserückkehrers in Deutschland zum Hochrisiko-Gebiet herabgestuft, gelten für die Beendigung der Quarantäne die Regelungen für Hochrisiko-Gebiete.

Übersicht: Virusvarianten- & Hochrisiko-Gebiete weltweit

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Flugreisende benötigen Test beim Check-in

Wer mit dem Flugzeug aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehrt, muss bereits beim Check-in am Abflugort einen der folgenden Nachweise vorlegen können: einen aktuellen Corona-Test, Nachweis einer vollständigen Impfung oder einen Genesenen-Nachweis. Dies gilt nicht für Kinder unter 6 Jahren. Ohne Nachweis ist kein Mitflug möglich.

Bei Flügen aus Virusvarianten-Gebieten müssen alle Reisenden ab 6 Jahren, auch Genesene und Geimpfte, einen negativen PCR-Test vorlegen.

Wer gilt als geimpft oder genesen?

Die vollständige Impfung (Grundimmunisierung) erlangt man entweder mit zwei Impfdosen oder einer Dosis plus einer überstandenen Infektion. Als Beleg für eine vollständige Impfung wird ein ärztlicher Nachweis auf Papier oder digital (z.B. CoV-Pass-App fürs Smartphone) auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch anerkannt. Eine Übersicht, welche Impfstoffe in Deutschland und im Ausland zugelassen* sind, gibt es beim Paul-Ehrlich-Institut.

Ab wann die Grundimmunisierung vorliegt:
- nach zwei Impfdosen: nach 14 Tagen
- nach Infektion und anschließend einer Dosis: sofort
- nach einer Dosis und anschließender Infektion: nach 28 Tagen

Achtung: Wer mit Johnson & Johnson (Janssen) geimpft wurde, benötigt ab sofort eine zweite Impfung, um als vollständig geimpft zu gelten.

Als Beleg für eine Genesung wird ebenfalls ein ärztlicher Test-Nachweis (z.B. ein PCR-Labortest) auf Papier oder digital (z.B. CoV-Pass-App fürs Smartphone) auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch akzeptiert. Die Infektion muss mindestens 28 Tage und darf ab sofort nur noch drei Monate zurückliegen.

Diese Corona-Tests werden bei Einreise akzeptiert

Der Testnachweis darf in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in Papierform oder digital vorliegen. Ein Antigentest darf maximal 48 Stunden, ein PCR-Test ebenfalls maximal 48 Stunden alt sein.

Quarantäne nach Transit durch ein Risikogebiet?

Wer auf der Rückreise aus einem Nicht-Risikogebiet nach Deutschland ein Hochrisiko-Gebiet ohne Aufenthalt durchquert, ist von der Quarantänepflicht bei der Rückkehr befreit.

Sobald aber ein Aufenthalt stattfindet, man etwa eine Nacht in einem Hotel verbringt, gelten zusätzlich die Rückkehrregeln für das Land des Zwischenstopps.

Im Ausland positiv getestet: Rückkehr mit dem Auto?

Wer im Ausland positiv getestet wurde, muss die Vorschriften des Urlaubslandes beachten (mögliche Quarantäne vor Ort nicht ausgeschlossen). Das gilt bei einer Rückfahrt für jedes einzelne Transitland. Um diese Vorschriften zu erfahren, sollte man sich unbedingt über die Rechtslage in den betreffenden Ländern erkundigen. Dies ist über nationale Behördenseiten im Internet oder direkt bei Botschaften oder Konsulaten möglich. Allgemeingültige, länderübergreifende Übersichten gibt es nicht. Zudem können sich die Transitbestimmungen kurzfristig ändern.

Und so ist die Situation beim Grenzübertritt nach Deutschland: Es besteht kein Einreiseverbot für positiv Getestete mit Wohnsitz in Deutschland. Aber: Positiv getestete Reisende müssen sich auf schnellstem Weg nach Hause in Quarantäne begeben. Anschließend muss das zuständige Gesundheitsamt* informiert werden.

Bußgelder: Das können Verstöße kosten

Die Bußgelder für Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz (IfSG) können beträchtlich sein, den Rahmen hierfür geben die Bundesländer vor, im Einzelfall entscheiden die Kommunen.

So können dies etwa in Bayern oder auch in Nordrhein-Westfalen 250 Euro für Auslandsrückkehrer mit einem fehlenden Corona-Test oder einer nicht bzw. fehlerhaft ausgefüllten Einreiseanmeldung sein. Wer ohne Test aus Hochrisiko-Gebieten oder aus einem Virusvariantengebiet einreist, kann unter Umständen noch höher bestraft werden.

Die häusliche Quarantäne sieht vor, dass man unverzüglich in die eigene Wohnung oder an den gewöhnlichen Aufenthaltsort zurückkehrt und dort bleibt. Selbst Einkäufe sind untersagt.

Laut Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist eine "Zwangsquarantäne" als Schutzmaßnahme zur Verhinderung der Verbreitung von Sars-CoV-2 möglich. Verstöße gegen eine Quarantäneanordnung können mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet werden. Wer die Quarantänepflicht verletzt und dadurch die Krankheit verbreitet, muss sogar mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen.

Daneben können Reiserückkehrende nach dem IfSG unter anderem dazu verpflichtet werden, sich ärztlich untersuchen zu lassen und Auskunft zu geben (z.B. über ihre Identität, Reiseroute und Kontaktpersonen). Wer hiergegen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro belegt werden kann.

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