Probealarm in Teilen Deutschlands: So läuft der Warntag ab

Probewarnung am Warntag auf einer Werbetafel der Wuppertaler Schwebebahn
Wo sonst Werbung prangt, warnen am Donnerstag die Behörden. Zum Glück nur zur Probe © imago images/Tim Oelbermann

Am Donnerstag läuten Millionen Handys, dazu heulen in vielen Städten die Sirenen. Mit einem Probealarm testen Bayern und Nordrhein-Westfalen, wo es noch Lücken im Warnnetz gibt.

  • Warntag am Donnerstag, 14. März

  • Sirenen und Smartphones: Um 11 Uhr geht es los

  • Einsatz für Cell-Broadcast-Verfahren auf Handys

Am Donnerstag, 14. März, wird es in Bayern und Nordrhein-Westfalen laut. Es handelt sich aber nicht um einen Ernstfall oder eine Katastrophe. Beide Bundesländer lösen um 11 Uhr einen Probealarm aus.

Probealarm über Handy, Radio, Sirenen

Flächendeckend findet der Probealarm in Bayern und Nordrhein-Westfalen statt, vereinzelt – wie beispielsweise die Stadt Koblenz in Rheinland-Pfalz – beteiligen sich aber auch einige Landkreise und Kommunen in anderen Bundesländern.

Gewarnt wird auf verschiedenen Kanälen: Die Warnungsmitteilung kommt über Radio und Fernsehen, SMS-Benachrichtigungen oder Warn-Apps wie Nina* oder Katwarn*. Zusätzlich werden Sirenen, Lautsprecherwagen und die Infosysteme der Deutschen Bahn genutzt.

Auch bei diesem Warntag kommt wieder das Cell-Broadcast-Verfahren zum Einsatz. Hierbei sendet der Mobilfunkdienst die Warnmeldungen direkt aufs Handy. Allerdings sind ältere Geräte unter Umständen nicht in der Lage, Cell-Broadcast-Nachrichten zu empfangen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) hat auf seiner Homepage eine Liste mit empfangsfähigen Geräten* angelegt.

Wichtiger Hinweis: Um die Warnung zu empfangen, müssen die meisten iPhone-Besitzer unter Einstellungen > Mitteilungen ganz unten "Test Warnungen" aktivieren. Bei Android findet man die entsprechenden Einstellungen in der Regel unter "Sicherheit und Notfälle" > Katastrophenwarnungen.

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Warntag: Die verschiedenen Warnstufen

Mit der höchsten Warnstufe 1 wird die Bevölkerung in einer bestimmten Region immer dann alarmiert, wenn akute Gefahr droht, etwa durch hochgiftiges Gas, das nach einem Unfall in einer Industrieanlage austritt, oder durch eine Sturmflut.

Warnstufe 2 bedeutet, es droht eine ernste Gefahr, beispielsweise durch abbrechende Äste oder herumfliegende Dachschindeln bei einem sehr starken Sturm. Warnstufe 3 weist auf ein Ereignis hin, das den normalen Tagesablauf beeinträchtigen kann, wie etwa Glättegefahr.

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