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Der ADAC

Österreich-Urlaub 2020: Das müssen Reisende jetzt wissen

Erstaunliche Aussicht vom Schafberg durch Sankt Wolfgang im Salzkammergut im Haus Schafbergspitze, Mondsee. Blauer Himmel, Alpen Berge.
Die Reise nach Österreich ist möglich, allerdings steigen auch dort die Infektionszahlen ∙ © Shutterstock/Mikalai Nick Zastsenski

Österreich hat seine Grenzen zu allen Nachbarstaaten geöffnet. Allerdings ist die Zahl der Corona-Infektionen zuletzt deutlich angestiegen. Wo es Kontrollen oder Einschränkungen gibt.

  • Update: Reisewarnung für Wien, Tirol und Vorarlberg

  • Landesweite Maskenpflicht wegen steigender Fallzahlen verschärft

  • Corona-Ampel informiert über Infektionsgeschehen

  • Aktuelle Inzidenz: 55,04 Infizierte je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen

Österreich hat seine Grenzen zu Deutschland, Italien, Liechtenstein, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn grundsätzlich geöffnet. Die Einreise aus Deutschland ist problemlos möglich, sofern man sich in den zehn Tagen davor nicht in einem der ausgewiesenen Corona-Risikogebiete* aufgehalten hat.

Dazu zählen in Österreich derzeit etwa das gesamte spanische Festland und die Balearen, Kroatien, die Länder des Westbalkans, aber auch Rumänien, Bulgarien, Schweden, die USA und Russland. Reisende aus diesen Gebieten müssen einen negativen PCR-Test mit sich führen oder in der Quarantäne nachholen.

Reiseziel Österreich: Infos und Tipps

Wien, Tirol und Vorarlberg nun Corona-Risikogebiet

Die Corona-Infektionsraten in Österreich sind in den letzten Wochen deutlich angestiegen. Die Inzidenzrate (Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen) liegt landesweit aktuell bei 55,04 (Stand: 25. September). Das Robert-Koch-Institut listet die Bundesländer Wien, Tirol und Vorarlberg als Corona-Risikogebiet, das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in diese Bundesländer.

Eine Übersicht über das regionale Infektionsgeschehen bietet auch die Corona-Ampel* der österreichischen Regierung.

Corona-Inzidenz-Zahlen für Österreich

Mit dem Auto, Zug oder Flugzeug nach Österreich

In Autos mit Personen, die nicht im selben Haushalt leben, dürfen in jeder Sitzreihe einschließlich des Fahrzeug-Lenkers nur zwei Personen sitzen. Eine Maske müssen die Passagiere nicht tragen.

An Tankstellen muss in Österreich ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Der Zugverkehr zwischen Deutschland und Österreich verläuft derzeit nach Fahrplan. In allen öffentlichen Verkehrsmitteln müssen Passagiere einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Austrian Airlines und andere Fluggesellschaften fliegen. Unter anderem gibt es Verbindungen nach Berlin, München, London, Paris und Brüssel.

Hier erfahren Sie, was Sie zum Fliegen in Corona-Zeiten wissen müssen.

Corona-Testmöglichkeiten in Grenznähe

Die angegebenen Öffnungs- und Betriebszeiten können sich kurzfristig ändern. Der ADAC kann keine Gewähr übernehmen.

Bayern:

  • A3 Raststätte Donautal-Ost (Bereich Pocking, Nähe Österreich): geöffnet rund um die Uhr; voraussichtliche Schließung am 30. September

  • A8 Rastanlage Hochfelln-Nord (Bereich Traunstein, Nähe Österreich): geöffnet rund um die Uhr; voraussichtliche Schließung am 30. September

  • A93 Rastanlage Heuberg (Bereich Kiefersfelden, Nähe Österreich): geöffnet rund um die Uhr; voraussichtliche Schließung am 30. September

Baden-Württemberg:

  • A5 Parkplatz Neuenburg-Ost (Nähe Mülhausen/Frankreich): geöffnet täglich 8-20 Uhr; Zufahrt bis 19 Uhr möglich; in Betrieb bis mindestens Ende September; seit 16. September nur noch Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten

  • A8 Rastplatz Kemmental-Ost (Alb-Donau-Kreis): geöffnet täglich 8-20 Uhr; Zufahrt bis 19 Uhr möglich; in Betrieb bis mindestens Ende September; seit 16. September nur noch Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten

Rheinland-Pfalz:

  • A64 Raststätte Markusberg, Fahrtrichtung Trier (Nähe Luxemburg): geöffnet samstags und sonntags 10-18 Uhr; in Betrieb bis voraussichtlich Ende September; Kostenlose Tests nur noch für Rückkehrer aus Risikogebieten

  • Bitburg, Fieberambulanz, Wankelstr. 16 (Nähe A60, von Belgien kommend): geöffnet samstags und sonntags 10-18 Uhr; in Betrieb bis voraussichtlich Ende September; Kostenlose Tests nur noch für Rückkehrer aus Risikogebieten

  • Landau, In den Grabengärten 5 (Nähe A65, von Frankreich kommend, Anfahrtsadresse für Navigationssysteme: Max-Planck-Straße 14): geöffnet samstags und sonntags 10-18 Uhr; in Betrieb bis voraussichtlich Ende September; Kostenlose Tests nur noch für Rückkehrer aus Risikogebieten

Sachsen:

Die beiden Testzentren an der A4 (Parkplatz An der Neiße) und A17 (Parkplatz Am Heidenholz) wurden am 15. September geschlossen.

Schleswig-Holstein:

Die beiden Testzentren an der A7 (Rastanlage Ellund) und am Fährhafen Puttgarden wurden am 15. September geschlossen. Neue Testmöglichkeiten gibt es am Campusgelände in Flensburg (Parkplatz P5) bzw. auf dem Areal der ehemaligen Bundesgrenzschutzkaserne in Bredstedt/Nordfriesland. Kostenlose Tests nur noch für Rückkehrer aus Risikogebieten

Hier erfahren Sie, welche Testmöglichkeiten für Reiserückkehrer an deutschen Flughäfen bestehen.

Österreich: Maskenpflicht in allen Geschäften

Aufgrund steigender Covid-19-Infektionszahlen hat das Land seine Maskenpflicht erneut verschärft: Seit 14. September muss ausnahmslos in allen Geschäften ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. In öffentlichen Verkehrsmitteln, in Apotheken, Praxen und Kliniken sowie etwa bei Friseuren war dieser schon bislang vorgeschrieben, wenn der Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann.

Hotels und Campingplätze haben geöffnet. In den Hotels sind die Einschränkungen gering, innerhalb einer Gästegruppe wird kein Mindestabstand gefordert. Wellnessbereiche sollten frei zugänglich sein.

Restaurants und Cafés müssen spätestens um 1 Uhr nachts schließen. Ausnahmen: In den österreichischen Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg gilt seit 25. September die Sperrstunde bereits ab 22 Uhr. Die Maßnahme gilt erstmal für drei Wochen. Hintergrund ist der Anstieg der Fallzahlen in diesen Bundesländern.

Die Beschäftigten in den Gaststättenbetrieben müssen einen Atemschutz tragen, außerdem dürfen Speisen und Getränke in Innenbereichen nur an Sitzplätzen serviert werden.

Bergbahnen: Weniger Passagiere pro Gondel

See- und Freibäder empfangen wieder Gäste, allerdings unter strengen Auflagen. In einigen Bädern müssen Besucher ihre Tickets online reservieren, um zu vermeiden, dass die Anlagen zu voll werden. Abstandsregeln müssen eingehalten werden, Masken sind außerhalb von Becken und Duschräumen Pflicht.

Auch die Bergbahnen sind in Betrieb, allerdings dürfen die Gondeln weniger Passagiere mitnehmen als vor Corona. Diese müssen mindestens einen Meter Abstand zueinander halten und eine Gesichtsmaske tragen.

Wanderer dürfen auf Berggasthöfen oder in Schutzhütten übernachten. Dort gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kojen. Auf schmalen Bergwegen und Steigen müssen Wanderer Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn die 1,50 Meter Abstand zum nächsten Wanderer sonst nicht einzuhalten sind. Der Deutsche Alpenverein (DAV) informiert über geöffnete Hütten in Österreich*.

Skisaison 20/21: Kein Après-Ski

In Österreich wird es im kommenden Winter in den Skigebieten kein Après-Ski in seiner bisherigen Form geben. "Skivergnügen ja, aber ohne Après-Ski", sagte Kanzler Sebastian Kurz am Donnerstag, 24. September. Weitere Änderungen in der kommenden Saison:

  • Skischulen sollen höchstens zehn Schüler pro Gruppe haben und die Durchmischung zwischen Gruppen verhindern

  • Essen und Getränke dürfen nur noch im Sitzen konsumiert werden

  • Wintersportgebiete empfehlen: beim Einchecken einen negativen Corona-Test vorweisen oder sich freiwillig am Ort testen zu lassen

  • Wintersportgebiete planen: längere Lift-Öffnungszeiten, mehr Parkplätze und Skibusse

Transit aus Kroatien nur ohne Zwischenstopp

Ebenfalls wichtig zu wissen: Wer aus Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Albanien, Kosovo, Nordmazedonien oder aus Rumänien und Bulgarien nach Deutschland zurückkehrt, muss Österreich ohne Zwischenstopp durchqueren und kann die Rückreise nicht für einen zusätzlichen Österreich-Urlaub nutzen.

Wegen der steigenden Zahlen von Corona-Infektionen, die laut Behörden zu einem nicht geringen Teil auf Reise-Rückkehrer vom Balkan zurückgehen, hat Österreich auch seine Gesundheitskontrollen am Brenner verstärkt. Stichprobenartig kontrolliert wird auf der Brenner-Bundesstraße und dem dortigen Autobahn-Übergang zwischen Italien und Österreich (italienische A22/österreichische A13).

Was Balkan-Rückkehrer wissen müssen

Mit Material von dpa

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