Namibia-Urlaub in Corona-Zeiten: Das müssen Reisende wissen

Zwei Giraffen am Namutoni-Wasserloch im Etosha-Nationalpark, Namibia, Afrika
Naturerlebnis pur: Namutoni-Wasserloch im Etosha-Nationalpark ∙ © iStock.com/Timon Schneider

Elefanten, Giraffen und Löwen, dazu afrikanische Bilderbuchlandschaft, weite Sandstrände und riesige Dünen: Für viele ist Namibia ein Traumreiseziel. Das Land gilt jedoch als Corona-Risikogebiet: Was man beachten muss, wenn man dennoch reist.

  • Covid-19-Test für die Einreise erforderlich

  • Quarantänepflicht bei der Rückkehr nach Deutschland

  • Aktuelle 7-Tage-Inzidenz: 44,5 Infizierte je 100.000 Einwohner

Urlaub im Ausland trotz Lockdown? Die wichtigsten Fakten

Um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, raten Bund und Länder eindringlich von nicht zwingend notwendigen Reisen bis auf Weiteres ab. Was gilt bei Reisen ins Ausland? Ist ein Urlaub außerhalb Deutschlands überhaupt möglich?

  • Für die meisten Länder gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

  • Reisen ins Ausland sind nicht ausdrücklich verboten. Angesichts der in Europa und weiten Teilen der Welt massiven Corona-Infektionswelle sollte sich aber jeder überlegen, ob ein Auslandsurlaub derzeit wirklich zwingend notwendig ist.

  • Die Grenzen sind von deutscher Seite aus offen. Einzelne Länder haben aber von sich aus Beschränkungen oder Einreiseverbote verhängt: Jeder Reisende ist selbst dafür verantwortlich, sich darüber zu informieren. Wartezeiten durch Grenzkontrollen und Zurückweisungen sind möglich.
    Die aktuelle Lage an Deutschlands Grenzen

  • Bei der Rückkehr nach Deutschland aus dem Ausland gelten Test- und Quarantäneregelungen.

Einreise nach Namibia: Das sind die Bestimmungen

Wer seinen Urlaub trotz der Reisewarnung in Namibia verbringen will, muss laut Information des Auswärtigen Amtes und der namibischen Tourismusbehörde* einige Vorgaben beachten:

  • Die Einreise auf dem Luftweg ist über die Flughäfen Windhuk Hosea Kutako International beziehungsweise Walvis Bay möglich. Die Flugverbindungen nach Namibia sind derzeit allerdings reduziert. Auch auf dem Landweg kann man wieder einreisen. Die Grenzen zu Südafrika sind seit Mitte Februar wieder offen.

  • Prinzipiell gelten die regulären Einreisebestimmungen, nach denen Touristen aus Deutschland ohne Visum bis zu 90 Tage im Land bleiben dürfen .

  • Urlauber müssen bei der Einreise einen negativen Covid-19-PCR-Test vorlegen. Dies gilt auch für Personen, die bereits gegen Covid-19 geimpft sind. Der Test darf laut Auswärtigem Amt nicht älter als sieben Tage sein. Dem ADAC liegen allerdings Informationen vor, dass die Behörden in einzelnen Fällen einen maximal 72 Stunden alten Test gefordert haben. Das Testergebnis muss auf jeden Fall von einem zertifizierten Labor im Abreiseland (i.d.R. Deutschland) ausgestellt und in englischer Sprache verfasst sein. Kinder unter fünf Jahren sind davon ausgenommen. In der Regel wird die Bescheinigung bereits von der Fluggesellschaft beim Check-In kontrolliert.
    An diesen Flughäfen können Sie vor Abflug einen Corona-Test machen

  • Jeder Reisende muss zudem zwei Gesundheitsfragebögen* ausfüllen und eine Versicherung nachweisen, die die Kosten einer möglichen Corona-Infektion deckt.

  • Ebenfalls erforderlich ist der Nachweis eines fest gebuchten Reiseprogramms mit reservierten Unterkünften.

Aufgrund der Zahl der Corona-Infektionen warnt das Auswärtige Amt jedoch vor Reisen nach Namibia.

Ein- und Ausreise: Genügt ein Corona-Selbsttest als Nachweis?

Die sogenannten Corona-Selbsttests für zu Hause, die in Discountern oder Drogeriemärkten erhältlich sind, werden bei Ein- oder Ausreisekontrollen nicht als Testnachweis akzeptiert. Hier ist ein ärztliches Zeugnis oder ein dokumentiertes negatives Testergebnis erforderlich.

Dieser Nachweis muss bei der Einreise nach Deutschland auf Papier oder digital in deutscher, englischer oder französischer Sprache vorgelegt werden. Bei der Einreise in andere Länder bitte unbedingt vorab informieren, in welchen Sprachen die Testergebnisse akzeptiert werden.

Quarantäne für Rückkehrer aus Namibia-Urlaub

Namibia war von der Corona-Pandemie lange Zeit weniger betroffen als andere Länder der Region, dann stiegen aber auch hier die Fallzahlen. Mittlerweile liegt der Corona-Inzidenzwert wieder bei 44,5 (Stand: 16. April, Quelle: Johns Hopkins University) und schwankt damit um die kritische Marke von 50 Neuinfizierten je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Das Robert-Koch-Institut stuft Namibia weiterhin als Corona-Risikogebiet ein.

Bei Bedarf kann man in Windhuk vor der Rückreise einen Covid-19-PCR-Test durchführen lassen. Dazu ist eine Online-Terminvereinbarung über das Portal PathCare* erforderlich. Der Test kostet derzeit 850 Namibische Dollar (ca. 50 Euro). Das Ergebnis wird per E-Mail übermittelt.

Wichtiger Hinweis: In der Terminbuchungsmaske muss man in der Kategorie "Depot" die Eintragungen "Eros" oder "PathCare Eros" auswählen.

Wichtig für die Rückkehr aus dem Ausland nach Deutschland

In ganz Deutschland gilt eine Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten. Sie betrifft sowohl Flugreisende als auch Menschen, die mit Bahn, Bus oder Auto unterwegs waren.

Alle Flugreisenden müssen bereits beim Check-in am Abflugort ein negatives Testergebnis vorweisen – auch wenn sie aus Nicht-Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren. Ohne negativen Test ist kein Mitflug möglich. Die Regelung gilt voraussichtlich bis 12. Mai.

Alle Details zu Quarantäne und Testpflicht sowie zum digitalen Einreiseformular finden Sie hier. Ebenso alles Wichtige zur Einreise aus Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten.

Tipps und Hinweise für Urlauber in Corona-Zeiten

Die meisten großen Veranstalter bieten aktuell keine Pauschalreisen nach Namibia an.

Von Deutschland aus ist Namibia derzeit unter anderem ab Frankfurt mit den Fluggesellschaften Eurowings und Ethiopian Airlines (Umstieg in Addis Abeba) erreichbar. Die nationale Fluggesellschaft Air Namibia ist insolvent und hat ihren Betrieb eingestellt.

Wer einen Namibia-Urlaub plant, sollte sich zur Klärung von Details mit dem namibischen Fremdenverkehrsamt* in Frankfurt oder mit Spezialveranstaltern in Verbindung setzen, die Namibia-Reisen bereits jetzt wieder anbieten.

Zudem ist es sinnvoll, rechtzeitig mit seiner Auslandskrankenversicherung zu klären, ob sie gegebenenfalls für die Kosten einer Quarantäne oder einer Corona-Behandlung vor Ort aufkommt.

Erhöhtes Malaria-Risiko in einigen Teilen Namibias

Im Norden und Nordosten Namibias besteht ganzjährig ein erhöhtes Malaria-Risiko. Wer eine Reise in diese Regionen plant, sollte bereits in Deutschland einen Arzt konsultieren und sich gegebenenfalls eine Malariaprophylaxe verschreiben lassen. Generell ist zu bedenken, dass die medizinische Infrastruktur im Land meist nicht europäischem Standard entspricht.

Das Auswärtige Amt empfiehlt Namibia-Touristen generell, sich zu ihrer eigenen Sicherheit in die Krisenvorsorgeliste* zur elektronischen Erfassung von Deutschen im Ausland einzutragen.

Diese Regeln gelten vor Ort

Wer sich in Namibia aufhält, muss vor Ort einige Regeln beachten:

  • In der Öffentlichkeit besteht eine Maskenpflicht.

  • In Geschäften, Restaurants und Kultureinrichtungen sind Abstands- und Hygienebestimmungen einzuhalten.

  • Zwischen 22 und 4 Uhr gilt eine nächtliche Ausgangssperre.

  • Der Verkauf und Ausschank von Alkohol ist nur zeitlich eingeschränkt erlaubt.

Die lokalen Behörden können jederzeit auch kurzfristig zusätzliche Vorschriften erlassen. Verstöße gegen die geltenden Bestimmungen werden streng geahndet und können hohe Geldstrafen nach sich ziehen.

Reisemedizinische Hinweise zu Namibia

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