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Kanarische Inseln: Reisende benötigen negativen Corona-Test

Ein Strand mit Palmen im Vordergrund und  Großen Gebäuden im Hintergrund
Gute Aussichten: Gran Canaria ist - wie alle Kanarischen Inseln - kein Corona-Risikogebiet mehr ∙ © iStock.com/marako85

Die Kanarischen Inseln gelten nicht mehr als Corona-Risikogebiet. Das vereinfacht Urlaubsreisen nach Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und Co. So ist die Lage für Kanaren-Urlauber.

  • Negativer Corona-Test bei der Einreise nötig

  • Spanisches Einreiseformular gilt auch für die Kanaren

  • Aktuelle Inzidenz: 37,52 Infizierte je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen

Urlaub im Ausland trotz Lockdown? Die wichtigsten Fakten

Um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, haben Bund und Länder den Reiseverkehr innerhalb Deutschlands bis Ende November massiv eingeschränkt. Was gilt nun bei Reisen ins Ausland? Ist ein Urlaub außerhalb Deutschlands möglich?

  • Reisen ins Ausland sind nicht ausdrücklich verboten. Angesichts der in Europa und weiten Teilen der Welt massiv zunehmenden Corona-Infektionen sollte sich aber jeder überlegen, ob ein Auslands-Urlaub derzeit sinnvoll ist.

  • Die Grenzen sind von deutscher Seite aus offen. Einzelne Länder haben aber von sich aus Beschränkungen oder Einreiseverbote verhängt. Zudem sind Wartezeiten durch Grenzkontrollen und Zurückweisungen möglich.
    Die aktuelle Lage an Deutschlands Grenzen

  • Der Flug-, Bahn- und Fährverkehr findet auch ins Ausland grundsätzlich statt. Reisende müssen allerdings mit Ausfällen oder Terminänderungen rechnen und sollten sich kurzfristig bei ihrer Airline, Reederei oder Bahngesellschaft über den aktuellen Stand informieren.

Kanaren kein Risikogebiet mehr

Das Robert-Koch-Institut stuft die Kanarischen Inseln seit 24. Oktober nicht mehr als Corona-Risikogebiet ein, das Auswärtige Amt hat die Reisewarnung aufgehoben. Außerdem sind die Kanaren von dem nationalen Gesundheitsnotstand, den die spanische Regierung für den Rest des Landes ausgerufen hat, ausgenommen.

Der aktuelle Inzidenz-Wert der letzten sieben Tage je 100.000 Einwohner ist laut Informationen des spanischen Gesundheitsamtes seit Anfang Oktober wieder unter die kritische Marke von 50 gesunken. Aktuell liegt er bei 37,52 (Stand: 20. November).

Ein Urlaub auf den Kanaren ist damit wieder ohne größere Probleme möglich. Die Inseln vor der Küste Afrikas sind mit ihrem milden Klima auch im Herbst und Winter ein beliebtes Reiseziel.

Covid-19 auf Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura & Co.

Touristen benötigen negativen Corona-Test

Touristen aus Deutschland, die einen Kanaren-Urlaub planen, müssen sowohl die Corona-Vorschriften der Kanarischen Regionalregierung beachten als auch die Bestimmungen erfüllen, die die Zentralregierung in Madrid erlassen hat. Ein Überblick:

  • Kanarische Regelung: Negativer Corona-Test (Schnelltest oder PCR) beim Einchecken in eine Unterkunft

  • Gesamtspanische Regelung: Negativer Corona-Test (nur PCR zulässig) bei der Einreise

Vorschriften der kanarischen Regionalregierung

Alle Touristen, die in einem Beherbergungsbetrieb (z.B. Hotel, Ferienwohnung oder Ferienhaus) auf den Kanaren übernachten wollen, benötigen seit 14. November einen negativen Corona-Test. Dieser ist beim Einchecken vorzulegen. Für die Übernachtung in privaten Haushalten oder in der eigenen Immobilie gilt diese Vorschrift nicht.

Die Durchführung des Tests darf nicht länger als 72 Stunden zurückliegen und das Testergebnis ist in Papierform oder auf dem Smartphone vorzuweisen. Es werden sowohl PCR- als auch Antigen-Schnelltests akzeptiert. Kinder unter sechs Jahren sind von der Testpflicht befreit.

Wer zu einem späteren Zeitpunkt eine zweite Unterkunft bezieht, muss einen neuen Test vorlegen. Diese Pflicht entfällt, wenn man sich schon länger als 15 Tage auf den Kanaren aufhält. Dann genügt es, wenn man durch Unterschrift bestätigt, dass man keine Covid-19-Symptome aufweist. Da es hierzu aber zum Teil widersprüchliche Informationen gibt, ist dringend zu empfehlen, sich bereits im Vorfeld bei der gebuchten Zweitunterkunft zu erkundigen, ob man für das Einchecken einen neuen Corona-Test benötigt oder nicht.

Urlauber müssen während ihres Kanaren-Aufenthalts zudem die Corona-App "Radar Covid"* auf ihrem Smartphone installieren. Dadurch sind sie mit den örtlichen Gesundheitsbehörden vernetzt und könnten bei einem erhöhten Ansteckungsrisiko wichtige Informationen erhalten. Was für Reisende ohne Smartphone gilt, ist derzeit nicht bekannt.

Vorschriften der spanischen Zentralregierung

Seit dem 23. November, müssen alle Personen, die aus Gebieten nach Spanien einreisen, die von der Zentralregierung in Madrid als Corona-Risikogebiete ausgewiesen wurden, einen negativen Corona-PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Dies betrifft auch die Kanaren.

Da derzeit ganz Deutschland als Risikogebiet gilt, trifft diese Vorschrift alle Personen, die aus Deutschland auf die Kanaren reisen, und zwar unabhängig davon, ob sie in einem Beherbergungsbetrieb übernachten, Freunde beziehungsweise Verwandte besuchen oder in der eigenen Immobilie wohnen wollen.

Fazit

Seit dem 23. November benötigt man für einen Kanaren-Urlaub auf jeden Fall einen negativen Corona-PCR-Test, den man bereits bei der Einreise vorweisen muss. Übernachtet man in einem Beherbergungsbetrieb, muss man auch dort einen negativen Test vorlegen. Dies kann natürlich derselbe Test sein, den man bereits für die Einreise verwendet hat.

Zusätzlich Formular für die Einreise notwendig

Wie generell bei Spanien-Reisen müssen auch Kanaren-Touristen vor Abflug ein Formular im Spain Travel Health-Portal* zur Gesundheitskontrolle ausfüllen, das einen QR-Code erzeugt, der bei der Einreise vorgelegt werden muss. Dies kann auch über die kostenfreie SpTH-App erfolgen.

Übergangsweise kann weiterhin ein Formular in Papierform bei Einreise ausgefüllt werden. Fluggesellschaften, Reedereien und Reiseveranstalter müssen Reisende auf die Pflicht der Vorlage dieses Formulars bei Einreise hinweisen.

An den Flughäfen wird die Körpertemperatur durch Wärmebildkameras gemessen. Ist diese erhöht, können die Behörden weitere Maßnahmen anordnen.

Deutlich mehr Flug- und Pauschalangebote

Fast alle Reiseveranstalter haben auf die Aufhebung der Reisewarnung reagiert und bieten wieder Pauschalreisen auf die Kanaren an.

Darüber hinaus kann man z.B. mit Lufthansa, Tui fly oder Eurowings von mehreren deutschen Airports auch individuell auf die Kanaren fliegen.

Fliegen in Corona-Zeiten: Das gilt im Flugzeug

Die Highlights der Kanaren

Die Kanaren bestehen aus sieben Hauptinseln, und jede von ihnen bietet den Besuchern etwas anderes. Hier kommen Strand-, Aktiv- und Kultururlauber auf ihre Kosten 

Strand- und Ferienspaß mit Einschränkungen

Wer jetzt auf die Kanarischen Inseln reist, muss sich vor Ort allerdings auf zahlreiche Einschränkungen gefasst machen:

  • In der Öffentlichkeit sind Abstandsregeln von 1,5 Metern zu beachten.

  • Es gilt eine permanente Maskenpflicht für Aufenthalte in der Öffentlichkeit, auch im Freien – egal, ob ein Mindestabstand eingehalten werden kann oder nicht. Diese betrifft auch Kinder ab 6 Jahren.

  • In Hotels und Appartements gibt es spezifische Sicherheits- und Hygienevorschriften. Über diese informiert die jeweilige Unterkunft. Sie sind unbedingt einzuhalten.

  • In Restaurants gilt ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zwischen den Tischen. Gemeinsam genutzte Speisekarten gibt es nicht.

  • Das Nachtleben ist in offenen Räumen und an Tischen mit einer maximalen Auslastung von 75 Prozent gestattet. Menschenansammlungen sind zu vermeiden. Tanzflächen bleiben geschlossen. Bars und Lokale dürfen nur noch bis Mitternacht öffnen.

  • Am Strand ist ein Abstand von 1,5 Metern vorgeschrieben. Beim Spazierengehen am Strand und auf den Strandpromenaden muss ein Mund-Nasenschutz getragen werden. Im Liegebereich sowie von dort bis zum Wasser und beim Baden darf die Maske abgelegt werden. Zwischen Strandliegen, Sonnenschirmen und sonstiger Strandausstattung muss ein Abstand von 2 Metern bestehen.

  • Sport ist nur einzeln oder paarweise gestattet. Liegen oder Hängematten müssen nach dem Gebrauch desinfiziert werden.

  • Im Freien, also auch in den Außenbereichen der Gastronomie, ist das Rauchen verboten, wenn der Abstand von zwei Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann.

Versicherung für den Fall einer Corona-Infektion

Die Kanaren haben als erste Region Spaniens alle Besucher gegen zusätzliche Kosten für den Fall versichert, dass sie sich während ihres Urlaubs mit dem Coronavirus infizieren. Der Vertrag mit der Versicherung Axa Spanien deckt den Rückflug in die Heimat, die Quarantäne-Unterkunft sowie die medizinischen Kosten ab.

In den Genuss der Versicherung kommen alle Urlauber, sowohl spanische als auch ausländische. Reisende sind dabei automatisch versichert und müssen nicht selbst tätig werden. Einzige Einschränkung: Die Versicherung greift nur, wenn sich der Betroffene auf den Kanaren infiziert hat und nicht bereits in seinem Heimatland.

Kanaren als beliebtes Urlaubsziel

Allein im Jahr 2019 reisten rund 2,65 Millionen deutsche Touristen per Flugzeug auf eine der kanarischen Inseln (Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma). Auf den Kanaren macht der Anteil des Tourismus am Bruttoinlandsprodukt rund 35 Prozent aus – keine andere Region Spaniens ist so sehr vom Reisegeschäft abhängig.

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Mit Material von dpa

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