Kanaren-Urlaub: Die ganze Inselgruppe ist Corona-Risikogebiet

Luftaufnahme von Puerto de la Cruz auf Teneriffa
Teneriffa: Meerwasser-Schwimmbecken in Puerto de la Cruz ∙ © iStock.com/Balate Dorin

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Die Kanaren werden vom Robert-Koch-Institut als Corona-Risikogebiet eingestuft. Reisen nach Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und Co. sind dadurch erschwert. Das erwartet Urlauber bei der Einreise und vor Ort.

  • Corona-Test bei Hin- und Rückreise benötigt

  • Einreiseformular und spanische Corona-App erforderlich

  • Aktuelle Inzidenz: 44,49 Infizierte je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen

Aktuelle Lage auf Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote & Co.

Die Kanaren sind von der Corona-Pandemie weniger stark betroffen als Deutschland. Die Infektionszahlen haben sich mittlerweile stabilisiert. Der Inzidenz-Wert der Inselgruppe liegt aktuell bei 44,49 Infizierten je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen (Stand: 4. Mai, Quelle: Ministerio de Sanidad) und damit unter der kritischen Marke.

Die Infektionszahlen der einzelnen Inseln unterscheiden sich zum Teil merklich: Während La Gomera, La Palma und Fuerteventura derzeit eine 7-Tage-Inzidenz von unter 10 aufweisen, Gran Canaria und Lanzarote um die 40 schwanken, ist Teneriffa mit einem Wert von knapp 60 etwas stärker betroffen. "Spitzenreiter" mit einer Inzidenz von mehr als 100 ist El Hierro.

Das Robert-Koch-Institut stuft die Kanaren weiterhin als Corona-Risikogebiet ein. Es gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Mit einer Aufhebung der Reisewarnung ist erst zu rechnen, wenn der Wert von 50 über einen längeren Zeitraum unterschritten wird.

Kanaren-Urlaub: Das müssen Reisende wissen

Wichtig für die Einreise auf die Kanarischen Inseln

Nach der Rückkehr von den Kanaren nach Deutschland

Die wichtigsten Corona-Regeln auf den Kanaren

Einschränkungen der Flug- und Pauschalangebote

Versicherung für den Fall einer Corona-Infektion

Kanarische Inseln: Beliebtes Urlaubsziel der Deutschen

Urlaub im Ausland trotz Lockdown? Die wichtigsten Fakten

Um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, raten Bund und Länder eindringlich von nicht zwingend notwendigen Reisen bis auf Weiteres ab. Was gilt bei Reisen ins Ausland? Ist ein Urlaub außerhalb Deutschlands überhaupt möglich?

  • Für die meisten Länder gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

  • Reisen ins Ausland sind nicht ausdrücklich verboten. Angesichts der in Europa und weiten Teilen der Welt massiven Corona-Infektionswelle sollte sich aber jeder überlegen, ob ein Auslandsurlaub derzeit wirklich zwingend notwendig ist.

  • Die Grenzen sind von deutscher Seite aus offen. Einzelne Länder haben aber von sich aus Beschränkungen oder Einreiseverbote verhängt: Jeder Reisende ist selbst dafür verantwortlich, sich darüber zu informieren. Wartezeiten durch Grenzkontrollen und Zurückweisungen sind möglich.
    Die aktuelle Lage an Deutschlands Grenzen

  • Bei der Rückkehr nach Deutschland aus dem Ausland gelten Test- und Quarantäneregelungen.

Wichtig für die Einreise auf die Kanarischen Inseln

  • Reisewarnung des Auswärtigen Amtes: JA

  • Corona-Risikogebiet: JA

  • Corona-Test bei Einreise: JA (PCR-Test, nicht älter als 72 Stunden)

  • Einreiseformular benötigt: JA (Download*)

  • Quarantäne nach der Einreise: NEIN

Von der Testpflicht ausgenommen sind lediglich Kinder unter sechs Jahren.

Das Testergebnis muss elektronisch oder in Papierform vorgelegt werden und darf neben Spanisch und Englisch auch auf Deutsch abgefasst sein. Es muss folgende Angaben enthalten:

  • Name des Reisenden

  • Nummer des Reisepasses oder Personalausweises

  • Datum und Uhrzeit der Testabnahme

  • Kontaktdaten des Labors

  • Angewandtes Testverfahren

Einreise-Formular und Corona-App

Wie generell bei Spanien-Reisen müssen auch Kanaren-Touristen vor Abflug für die Einreise ein digitales Gesundheitsformular* ausfüllen. Dabei wird ein QR-Code erzeugt, der bei der Ankunft vorgelegt werden muss. Dazu kann man auch die kostenfreie SpTH-App* nutzen.

Übergangsweise kann weiterhin ein Formular in Papierform bei Einreise ausgefüllt werden. Fluggesellschaften, Reedereien und Reiseveranstalter müssen Reisende darauf hinweisen, dass das Formular vorzulegen ist.

Außerdem müssen Urlauber, die ein Smartphone besitzen, während ihres Kanaren-Aufenthalts die Corona-App "Radar Covid"* installieren. So sind sie mit den örtlichen Gesundheitsbehörden vernetzt und könnten bei einem erhöhten Ansteckungsrisiko wichtige Infos erhalten. Für Reisende ohne Smartphone besteht diese Verpflichtung laut Information des spanischen Fremdenverkehrsamtes in Frankfurt nicht.

Corona-Test auch beim Einchecken in eine Unterkunft

Landschaft im Norden Teneriffas
Wanderparadies Kanaren: Traumhafte Ausblicke ∙ © iStock.com/Balate Dorin

Die kanarische Regionalregierung schreibt vor, dass alle Touristen, die in einem Hotel, Ferienhaus oder einer Ferienwohnung übernachten wollen, auch beim Einchecken in die Unterkunft einen negativen Corona-Test vorlegen müssen.

Dies kann natürlich derselbe Test sein, den man bereits für die Einreise verwendet hat. Beim Einchecken kann aber auch ein Antigen-Schnelltest vorgelegt werden. Für die Übernachtung in privaten Haushalten oder in der eigenen Immobilie gilt diese zusätzliche Vorschrift nicht.

Wer zu einem späteren Zeitpunkt eine zweite Unterkunft bezieht, benötigt laut ADAC Recherchen keinen neuen Test. Es genügt, wenn man den ursprünglichen Test vorlegt, mit dem man in der ersten Unterkunft eingecheckt hat, und zusätzlich das Datum der Einreise nachweist. Dies kann z.B. durch Vorlage des Boarding-Passes erfolgen.

Nach der Rückkehr von den Kanaren nach Deutschland

  • Testpflicht nach der Rückreise: JA

  • Quarantäne in Deutschland: JA (außer NRW nach negativem Test)

  • Meldepflicht nach der Rückkehr: JA (Digitale Einreiseanmeldung*)

Wichtig für die Rückkehr aus dem Ausland nach Deutschland

In ganz Deutschland gilt eine Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten. Sie betrifft sowohl Flugreisende als auch Menschen, die mit Bahn, Bus oder Auto unterwegs waren.

Alle Flugreisenden müssen bereits beim Check-in am Abflugort ein negatives Testergebnis vorweisen – auch wenn sie aus Nicht-Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren. Ohne negativen Test ist kein Mitflug möglich. Die Regelung gilt voraussichtlich bis 12. Mai.

Alle Details zu Quarantäne und Testpflicht sowie zum digitalen Einreiseformular finden Sie hier. Ebenso alles Wichtige zur Einreise aus Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten.

Die wichtigsten Corona-Regeln auf den Kanaren

Touristen mit Mundschutz auf Teneriffa
Kanaren: Maskenpflicht auch an den Uferpromenaden ∙ © imago images/Agencia EFE

Wer jetzt auf die Kanarischen Inseln reist, muss sich vor Ort auf zahlreiche Einschränkungen gefasst machen:

  • In der Öffentlichkeit sind Abstandsregeln (mindestens 1,5 Meter) zu beachten.

  • Es gilt eine generelle Maskenpflicht auch im Freien und am Strand – egal, ob ein Mindestabstand eingehalten werden kann oder nicht. Diese betrifft auch Kinder ab 6 Jahren.

  • Am Strand darf im Liegebereich sowie von dort bis zum Wasser und beim Baden die Maske abgelegt werden. Zwischen Strandliegen, Sonnenschirmen und sonstiger Strandausstattung muss ein Abstand von 2 Metern bestehen.

  • In Hotels und Appartements gibt es eigene Sicherheits- und Hygienevorschriften, über die die jeweilige Unterkunft informiert. Sie sind unbedingt einzuhalten.

  • In Restaurants gilt ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zwischen den Tischen. Gemeinsam genutzte Speisekarten sind nicht zulässig.

  • Sport ist nur einzeln oder paarweise gestattet. Liegen oder Hängematten müssen nach dem Gebrauch desinfiziert werden.

  • Im Freien, also auch in den Außenbereichen der Gastronomie, ist das Rauchen verboten, wenn der Abstand von zwei Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann.

Aktuelle Beschränkungen auf den einzelnen Inseln

Um ein erneutes Aufflammen der Corona-Pandemie zu verhindern, hat die kanarische Regionalregierung nach einem Ampelsystem Beschränkungen für die einzelnen Inseln erlassen.

  • Alarmstufe 1 (grün):
    Fuerteventura, La Palma und La Gomera

    - Ausgangssperre von 0 bis 6 Uhr
    - Es dürfen sich maximal zehn nicht zusammenlebende Personen treffen
    - Restaurants, Cafés und Bars müssen spätestens um 1 Uhr schließen; pro Tisch maximal zehn Personen

  • Alarmstufe 2 (gelb):
    Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und El Hierro

    - Ausgangssperre von 23 bis 6 Uhr
    - Es dürfen sich maximal sechs nicht zusammenlebende Personen treffen
    - Restaurants, Cafés und Bars müssen spätestens um 22 Uhr schließen; pro Tisch maximal vier Personen

  • Alarmstufe 3 (rot):
    Derzeit keine Inse

    - Ausgangssperre von 22 bis 6 Uhr
    - Es dürfen sich maximal vier nicht zusammenlebende Personen treffen
    - Restaurants, Cafés und Bars müssen spätestens um 22 Uhr schließen; pro Tisch maximal vier Personen; Bewirtung nur in den Außenbereichen
    - Zusätzlich Beschränkungen der Reisefreiheit innerhalb einer Insel und zwischen verschiedenen Inseln

  • Alarmstufe 4 (braun):
    Derzeit keine Insel

    - Ausgangssperre von 22 bis 6 Uhr
    - Es dürfen sich maximal zwei nicht zusammenlebende Personen treffen
    - Restaurants, Cafés und Bars müssen spätestens um 18 Uhr schließen; Speisen zum Mitnehmen können bis 22 Uhr angeboten werden; pro Tisch maximal zwei Personen aus verschiedenen Haushalten oder bis zu vier Personen aus einem Haushalt
    - Zusätzlich Beschränkungen der Reisefreiheit innerhalb einer Insel und zwischen verschiedenen Inseln

Einschränkungen der Flug- und Pauschalangebote

Viele Reiseveranstalter und Airlines bieten trotz der Reisewarnung weiterhin Flüge und Pauschalreisen auf die Kanaren an. Die Angebote sind allerdings reduziert. Auch kurzfristige Stornierungen sind denkbar. Wer jetzt einen Kanaren-Urlaub plant, sollte sich daher zeitnah nach der Situation erkundigen.

Pauschalreise: Wann kann man wegen Corona stornieren?

Fliegen in Corona-Zeiten: Das gilt im Flugzeug

Versicherung für den Fall einer Corona-Infektion

Die Kanaren haben als erste Region Spaniens alle Besucher gegen zusätzliche Kosten für den Fall versichert, dass sie sich während ihres Urlaubs mit dem Coronavirus infizieren. Der Vertrag mit der Versicherung Axa Spanien deckt den Rückflug in die Heimat, die Quarantäne-Unterkunft sowie die medizinischen Kosten ab.

In den Genuss der Versicherung kommen alle Urlauber, sowohl spanische als auch ausländische. Reisende sind dabei automatisch versichert und müssen nicht selbst tätig werden.

Einzige Einschränkungen:

  • Die Versicherung gilt nur für einen Zeitraum von maximal 30 Tagen nach der Einreise

  • Sie greift nur, wenn sich der Betroffene auf den Kanaren infiziert hat und nicht bereits in seinem Heimatland.

Kanarische Inseln: Beliebtes Urlaubsziel der Deutschen

Junge Frau wandert auf Gran Canaria
Gran Canaria: Vulkanlandschaften von bizarrer Schönheit ∙ © iStock.com/npdesignde

Im Jahr 2019 reisten rund 2,65 Millionen deutsche Touristen per Flugzeug auf eine der Kanarischen Inseln (Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma). Auf den Kanaren macht der Anteil des Tourismus am Bruttoinlandsprodukt rund 35 Prozent aus – keine andere Region Spaniens ist so sehr vom Reisegeschäft abhängig.

Die Highlights der Kanaren

Die Kanaren bestehen aus sieben Hauptinseln, und jede von ihnen bietet den Besuchern etwas anderes. Hier kommen Strand-, Aktiv- und Kultururlauber auf ihre Kosten 

Mit Material von dpa

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