Kanaren-Urlaub: Die Inseln gelten als Hochinzidenz-Gebiet

Luftaufnahme von Puerto de la Cruz auf Teneriffa
Teneriffa: Meerwasser-Schwimmbecken in Puerto de la Cruz ∙ © iStock.com/Balate Dorin

+++ Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert +++

Die Kanaren werden vom Robert Koch-Institut als Hochinzidenz-Gebiet eingestuft. Reisen nach Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und Co. sind aber weiterhin mit Einschränkungen möglich.

  • Update: Die Kanarischen Inseln gelten als Hochinzidenz-Gebiet

  • Spanisches Einreiseformular erforderlich

  • In der Unterkunft wird bei Anreise ein negativer Test- oder Impfnachweis verlangt

  • Aktuelle Inzidenz: 249,91 Infizierte je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen

Aktuelle Lage auf Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote & Co.

Die Kanaren waren von der Corona-Pandemie lange Zeit weniger stark betroffen als Deutschland, die Infektionszahlen sind in den letzten Wochen aber wieder spürbar angestiegen. Der Inzidenz-Wert der Inselgruppe liegt aktuell bei 249,91 Infizierten je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen (Stand: 28. Juli, Quelle: Ministerio de Sanidad) und damit weit über der kritischen Marke von 50.

Die Infektionszahlen der einzelnen Inseln unterscheiden sich stark: El Hierro und Lanzarote melden derzeit eine 7-Tage-Inzidenz zwischen 70 und 80. Fuerteventura und La Palma liegen zwischen 120 und 160. Gran Canaria und La Gomera und Lanzarote weisen Werte über 200 auf und "Spitzenreiter" Teneriffa hat eine 7-Tage-Inzidenz von mehr als 300.

Kanaren-Urlaub: Das müssen Reisende wissen

Wichtig für die Einreise auf die Kanarischen Inseln

Rückkehr von den Kanaren nach Deutschland

Hochinzidenz-Gebiet und Stornierungs-Möglichkeiten

Die wichtigsten Corona-Regeln auf den Kanaren

Hinweise zu Flug- und Pauschalangeboten

Versicherung für den Fall einer Corona-Infektion

Kanarische Inseln: Beliebtes Urlaubsziel der Deutschen

Wichtig für die Einreise auf die Kanarischen Inseln

Aktuelle Reisewarnung

Momentan gilt für dieses Land eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Von einreisenden Personen wird kein negativer Corona-Test verlangt. Des Weiteren wird ein Einreiseformular* benötigt.

ReisewarnungJa
Corona-RisikogebietJa
Hochinzidenz-GebietJa
Virusvarianten-GebietNein
Registrierung für die EinreiseJa – Hier finden Sie das Einreiseformular*
Corona-Test bei EinreiseKeine Testpflicht
Corona-Test für GeimpfteNein
Quarantäne-Pflicht nach EinreiseNein – Keine Quarantäne-Pflicht
Quarantäne-Pflicht nach RückkehrJa (Freitesten nach fünf Tagen möglich)

Vollständig Geimpfte und Genesene müssen nach der Rückkehr aus Spanien nicht in Quarantäne.

Weitere Informationen zu den Rückkehr-Regeln*

Weitere Besonderheiten

Einreisende auf dem Landweg über Frankreich müssen weiterhin einen negativen Corona-Test oder einen vollständigen Impfnachweis bzw. ein Genesenen-Zertifikat vorlegen.

Urlauber mit Direktflügen aus Deutschland müssen bei der Einreise auf die Kanaren keinen negativen Covid-19-Test und auch keinen Impfschutz mehr nachweisen. Ganz Deutschland wird von der spanischen Regierung nicht mehr als Risikogebiet eingestuft.

Allerdings wird beim Einchecken in die Unterkunft ein negativer Corona-Test erwartet (siehe unten).

Achtung: Bei der Einreise aus anderen spanischen Regionen gilt weiterhin die Pflicht zur Vorlage eines negativen PCR- oder Antigen-Schnelltests, der maximal 72 Stunden alt sein darf. Dies gilt auch, wenn Reisende aus Deutschland vor der Einreise auf die Kanaren einen Zwischenstopp oder eine Umsteigeverbindung auf dem spanischen Festland hatten. Kinder unter 6 Jahren sind von dieser Testpflicht befreit.

Einreise-Formular und Corona-App

Wie generell bei Spanien-Reisen müssen auch Kanaren-Touristen vor Abflug für die Einreise ein digitales Gesundheitsformular* ausfüllen. Dabei wird ein QR-Code erzeugt, der bei der Ankunft vorgelegt werden muss. Dazu kann man auch die kostenfreie SpTH-App* nutzen.

Übergangsweise kann weiterhin ein Formular in Papierform bei Einreise ausgefüllt werden. Fluggesellschaften, Reedereien und Reiseveranstalter müssen Reisende darauf hinweisen, dass das Formular vorzulegen ist.

Außerdem müssen Urlauber, die ein Smartphone besitzen, während ihres Kanaren-Aufenthalts die Corona-App "Radar Covid"* installieren. So sind sie mit den örtlichen Gesundheitsbehörden vernetzt und könnten bei einem erhöhten Ansteckungsrisiko wichtige Infos erhalten. Für Reisende ohne Smartphone besteht diese Verpflichtung laut Information des spanischen Fremdenverkehrsamtes in Frankfurt nicht.

Was Reisende zum Fliegen in Corona-Zeiten wissen müssen.

Corona-Test oder Impfnachweis beim Einchecken in eine Unterkunft

Landschaft im Norden Teneriffas
Wanderparadies Kanaren: Traumhafte Ausblicke ∙ © iStock.com/Balate Dorin

Die kanarische Regionalregierung schreibt vor, dass Touristen, die in einem Hotel, Ferienhaus oder einer Ferienwohnung übernachten wollen, beim Einchecken in die Unterkunft einen negativen Corona-Test (PCR oder Antigen) oder den Nachweis einer vollständigen Impfung vorlegen müssen. Ebenfalls anerkannt wird eine erste Impfung, die vor mindestens 15 Tagen und höchstens vier Monaten durchgeführt wurde. Die Pflicht zur Vorlage eines Nachweises gilt für alle Personen ab 12 Jahren.

Für die Übernachtung in privaten Haushalten oder in der eigenen Immobilie gilt diese zusätzliche Vorschrift nicht.

Wer zu einem späteren Zeitpunkt eine zweite Unterkunft bezieht, benötigt laut ADAC Recherchen keinen neuen Test. Es genügt, wenn man den ursprünglichen Test vorlegt, mit dem man in der ersten Unterkunft eingecheckt hat, und zusätzlich das Datum der Einreise nachweist. Dies kann z.B. durch Vorlage des Boarding-Passes erfolgen.

Rückkehr von den Kanaren nach Deutschland

  • Meldepflicht vor der Rückkehr: JA (Digitale Einreiseanmeldung*)

  • Testpflicht für Flugreisende am Abflugort: JA (Ausnahmen siehe unten)

  • Testpflicht zur Rückkehr: JA (Ausnahmen siehe unten)

Spanien (inkl. Kanarische Inseln) gilt als Hochinzidenz-Gebiet, es gibt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Das hat gravierende Folgen für Reise-Rückkehrer: In Deutschland gilt eine 10-tägige Quarantäne-Pflicht, von der man sich frühestens am fünften Tag freitesten kann. Zusätzlich zur digitalen Einreiseanmeldung ist bereits vor der Einreise nach Deutschland ein Corona-Test (PCR- oder Antigen-Schnelltest) verpflichtend. Geimpfte und Genesene sind von der Test- und Quarantäne-Pflicht befreit. Hier finden Sie alle Details zur Einreise aus Hochinzidenz-Gebieten

Wichtig für die Rückkehr aus dem Ausland nach Deutschland

In ganz Deutschland gilt eine Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten. Ausgenommen sind vollständig geimpfte und genesene Personen sowie Kinder unter 6 Jahren.

Alle Flugreisenden müssen zusätzlich bereits beim Check-in am Abflugort ein negatives Testergebnis vorweisen – auch wenn sie aus Nicht-Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren. Auch hiervon sind vollständig Geimpfte, Genesene und Kinder unter 6 Jahren ausgenommen. Ohne Nachweis einer Testung, einer Impfung oder einer Genesung ist kein Mitflug möglich.

Je nach Art des Risikogebiets gelten unterschiedliche Regeln zu Quarantäne und der Möglichkeit des Freitestens.

Details zu Quarantäne, Testpflicht und digitalem Einreiseformular sowie alles zu Ausnahmen für Geimpfte und Genesene finden Sie hier. Ebenso Wichtiges zur Einreise aus Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten.

Hochinzidenz-Gebiet und Stornierungs-Möglichkeiten

Das gilt für Pauschalurlauber und Individualreisende

Pauschalurlauber haben unter anderem dann die Möglichkeit ihre Reise kostenlos zu stornieren, wenn außergewöhnliche Umstände am Urlaubsort die Durchführung der Pauschalreise erheblich beeinträchtigen. Vor der Corona-Pandemie war eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes ein deutlicher Hinweis auf das Vorliegen außergewöhnlicher Umstände, und Pauschalreisen konnten in diesem Fall in der Regel kostenlos storniert werden.

Ob nach über einem Jahr Pandemie noch ein außergewöhnlicher Umstand vorliegt, wenn ein Land/Gebiet als Hochinzidenz-Gebiet eingestuft wird, ist bisher nicht gerichtlich geklärt. Aufgrund dieser unklaren Rechtslage sollten Reisende daher zunächst versuchen, mit ihrem Reiseveranstalter eine gütliche Einigung zu suchen. Teilweise bieten Reiseveranstalter den Urlaubern nun von sich aus die Möglichkeit einer kostenlosen Umbuchung an. Inwieweit die Veranstalter auch kostenlose Stornierungen ermöglichen, steht in deren Ermessen.

Beispielsweise TUI Deutschland bietet Kundinnen und Kunden mit Reiseziel Spanien oder Niederlande bei Anreise bis 15. August die kostenlose Umbuchung oder Stornierung ihrer Reise an. Alternativ können die Reisen auch weiterhin angetreten werden.

Für Individualreisende ist es schwieriger, sich von dem Vertrag zu lösen: Maßgeblich ist hierbei nur, ob der Anbieter die gebuchte Leistung (z.B. den Flug oder die Übernachtung) erbringen kann. Ist dies der Fall, und wirkt sich die Einstufung des Gebiets nicht unmittelbar auf die vertraglich geschuldete Leistung aus, so kann der Individualreisende die Reise zwar absagen, muss jedoch im Regelfall Stornokosten bezahlen. Ein kostenfreier Rücktritt käme nur in Betracht, wenn dies im Vorfeld vertraglich mit dem Anbieter vereinbart wurde.

Hier finden Sie viele weitere Rechtstipps zu Reisen in Corona-Zeiten.

Die wichtigsten Corona-Regeln auf den Kanaren

Touristen mit Mundschutz auf Teneriffa
Kanaren: Maskenpflicht auch an den Uferpromenaden ∙ © imago images/Agencia EFE

Der nationale Gesundheitsnotstand ist beendet. Somit können die 18 Regionen nun eigene Corona-Maßnahmen verfügen, die sie für sinnvoll halten.

Die Regionalregierung der Kanaren hat aber beschlossen, die bislang geltenden Einschränkungen vorerst beizubehalten. Allerdings gibt es keine nächtlichen Ausgangssperren mehr.

Wer jetzt auf die Kanarischen Inseln reist, muss vor allem folgende Regeln beachten:

  • In der Öffentlichkeit ist zu Personen, die nicht zum eigenen Haushalt gehören, ein Abstand von mindestens 1,5 Meter einzuhalten.

  • Die generelle Maskenpflicht im Freien wurde am 26. Juni aufgehoben. Das Tragen einer Maske ist aber weiterhin verpflichtend, wenn kein ausreichender Abstand (mindestens 1,5 Meter) zu Personen außerhalb des eigenen Haushalts eingehalten werden kann.

  • Am Strand muss zwischen Strandliegen, Sonnenschirmen und sonstiger Strandausstattung ein Abstand von 2 Metern bestehen.

  • In Hotels und Appartements gibt es eigene Sicherheits- und Hygienevorschriften, über die die jeweilige Unterkunft informiert. Sie sind unbedingt einzuhalten.

  • In Restaurants gilt ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zwischen den Tischen. Gemeinsam genutzte Speisekarten sind nicht zulässig.

  • Im Freien, also auch in den Außenbereichen der Gastronomie, ist das Rauchen verboten, wenn der Abstand von zwei Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann.

Aktuelle Beschränkungen auf den einzelnen Inseln

Um ein erneutes Aufflammen der Corona-Pandemie zu verhindern, hat die kanarische Regionalregierung nach einem Ampelsystem Beschränkungen für die einzelnen Inseln erlassen.

  • Alarmstufe 1 (grün):
    El Hierro

    - Im öffentlichen und privaten Raum dürfen sich maximal zehn nicht zusammenlebende Personen treffen
    - Restaurants, Cafés und Bars müssen spätestens um 2 Uhr schließen; pro Tisch maximal zehn Personen (Außenbereich) beziehungsweise sechs Personen (Innenbereich)
    - Nachtclubs dürfen ebenfalls bis 2 Uhr öffnen.

  • Alarmstufe 2 (gelb):
    Lanzarote und La Gomera

    - Im öffentlichen und privaten Raum dürfen sich maximal sechs nicht zusammenlebende Personen treffen
    - Restaurants, Cafés und Bars müssen spätestens um 0 Uhr schließen; pro Tisch maximal sechs Personen (Außenbereich) und vier Personen (Innenbereich)

  • Alarmstufe 3 (rot):
    Gran Canaria, Fuerteventura und La Palma

    - Im öffentlichen und privaten Raum dürfen sich maximal vier nicht zusammenlebende Personen treffen
    - Um 22 Uhr werden Parks und Strände geschlossen, an denen sich häufig Gruppen ansammeln.
    - Restaurants, Cafés und Bars müssen spätestens um 0 Uhr schließen; pro Tisch maximal vier Personen (sechs Personen, falls alle geimpft sind)

  • Alarmstufe 4 (braun):
    Teneriffa

    - Es dürfen sich maximal zwei nicht zusammenlebende Personen treffen
    - Restaurants, Cafés und Bars müssen spätestens um 0 Uhr schließen; pro Tisch maximal vier Personen (sechs Personen, falls alle geimpft sind). Für den Beuch der Innenbereiche gastronomischer Betriebe benötigt man einen negativen Test oder einen Impf- bzw. Genesenennachweis.
    - Zusätzlich Beschränkungen der Reisefreiheit zu anderen Inseln

Hinweise zu Flug- und Pauschalangeboten

Fast alle Reiseveranstalter und Airlines bieten wieder Flüge und Pauschalreisen auf die Kanaren an. Durch den Wegfall der Reisewarnung hat sich das Angebot weiter vergrößert.

Pauschalreise: Wann kann man wegen Corona stornieren?

Fliegen in Corona-Zeiten: Das gilt im Flugzeug

Versicherung für den Fall einer Corona-Infektion

Die Kanaren haben als erste Region Spaniens alle Besucher gegen zusätzliche Kosten für den Fall versichert, dass sie sich während ihres Urlaubs mit dem Coronavirus infizieren. Der Vertrag mit der Versicherung Axa Spanien deckt den Rückflug in die Heimat, die Quarantäne-Unterkunft sowie die medizinischen Kosten ab.

In den Genuss der Versicherung kommen alle Urlauber, sowohl spanische als auch ausländische. Reisende sind dabei automatisch versichert und müssen nicht selbst tätig werden.

Einzige Einschränkungen:

  • Die Versicherung gilt nur für einen Zeitraum von maximal 30 Tagen nach der Einreise

  • Sie greift nur, wenn sich der Betroffene auf den Kanaren infiziert hat und nicht bereits in seinem Heimatland

Kanarische Inseln: Beliebtes Urlaubsziel der Deutschen

Junge Frau wandert auf Gran Canaria
Gran Canaria: Vulkanlandschaften von bizarrer Schönheit ∙ © iStock.com/npdesignde

Im Jahr 2019 reisten rund 2,65 Millionen deutsche Touristen per Flugzeug auf eine der Kanarischen Inseln (Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma). Auf den Kanaren macht der Anteil des Tourismus am Bruttoinlandsprodukt rund 35 Prozent aus – keine andere Region Spaniens ist so sehr vom Reisegeschäft abhängig.

Die Highlights der Kanaren

Die Kanaren bestehen aus sieben Hauptinseln, und jede von ihnen bietet den Besuchern etwas anderes. Hier kommen Strand-, Aktiv- und Kultururlauber auf ihre Kosten 

Mit Material von dpa

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