Kanaren-Urlaub: Inzidenz, Einreise und Corona-Regeln

Luftaufnahme von Puerto de la Cruz auf Teneriffa
Teneriffa: Meerwasser-Schwimmbecken in Puerto de la Cruz ∙ © iStock.com/Balate Dorin

+++ Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert +++

Urlaub auf Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und Co. ist weiterhin möglich. Allerdings steigen die Corona-Zahlen derzeit massiv an. Was Reisende jetzt wissen müssen.

  • Kanaren sind Hochrisiko-Gebiet

  • Deutsche benötigen bei der Einreise Test-, Impf- oder Genesungs-Nachweis

  • Aktuelle Inzidenz: 1249,69 Infizierte je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen

Aktuelle Lage auf Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote & Co.

Die in den letzten Wochen steil angestiegenen Infektionszahlen auf den Kanaren scheinen mittlerweile ihren Höhepunkt überschritten zu haben und sinken wieder leicht. Der Inzidenz-Wert der Inselgruppe liegt aktuell bei 1249,69 Infizierten je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen (Stand: 20. Januar, Quelle: Ministerio de Sanidad) und damit höher als in Deutschland.

Die Infektionslage auf den einzelnen Inseln unterscheidet sich: La Gomera weist mit etwas über 600 die niedrigste Inzidenz aus. Teneriffa und Fuerteventura melden Werte zwischen 1100 und 1200, Gran Canaria und Lanzarote liegen zwischen 1300 und 1400 und La Palma bei knapp über 1800. Spitzenreiter ist El Hierro mit einer Inzidenz von über 2300.

Überblick: Corona-Neuinfektionen auf den Kanarischen Inseln

Grafiken einblenden

Ich möchte über infogram.com eingebundene Grafiken, Tabellen oder andere Inhalte auf adac.de sehen. Hierbei werden personenbezogene Daten (IP-Adresse o.ä.) an Infogram übertragen. Mit Schließen des Browsers oder des Tabs erlischt Ihre diesbezügliche Zustimmung. Infogram hat verbundene Unternehmen oder Subunternehmer mit Sitz außerhalb der EU/EWR in Drittländern (wie USA). In den Datenschutzinformationen erhalten Sie weitere Informationen.

Kanaren-Urlaub: Das müssen Reisende wissen

Wichtig für die Einreise auf die Kanarischen Inseln

Rückkehr von den Kanaren nach Deutschland

Die wichtigsten Corona-Regeln auf den Kanaren

Versicherung für den Fall einer Corona-Infektion

Kanarische Inseln: Beliebtes Urlaubsziel der Deutschen

Wichtig für die Einreise nach Spanien

Infos im Überblick


Reisewarnung des Auswärtigen Amtes

JA

Hochrisiko-Gebiet

JA

Virusvarianten-Gebiet

NEIN

Einreiseformular nötig

JA - Einreiseformular für Spanien*

Corona-Test für Geimpfte und Genesene vor Einreise

NEIN

Corona-Test für Ungeimpfte vor Einreise

JA - PCR-Test (max. 72 Stunden) oder Antigen-Schnelltest (max. 48 Stunden)

Quarantäne-Pflicht nach Einreise

NEIN

Das gilt für Kinder

Unter 12 Jahren kein 3G-Nachweis nötig

Neue Gültigkeitsdauer für Impfzertifikate ab 1. Februar

Ab 1. Februar gilt: Ohne Booster sind Impfzertifikate für Einreisen EU-weit statt bislang zwölf nur noch neun Monate nach der Grundimmunisierung gültig.

Einreise-Formular und Corona-App

Wie generell bei Spanien-Reisen müssen auch Kanaren-Touristen vor Abflug für die Einreise ein digitales Gesundheitsformular* ausfüllen. Dabei wird ein QR-Code erzeugt, der bei der Ankunft vorgelegt werden muss. Dazu kann man auch die kostenfreie SpTH-App* nutzen.

Fluggesellschaften, Reedereien und Reiseveranstalter müssen Reisende darauf hinweisen, dass der QR-Code vorzulegen ist.

Beim Einchecken in eine Unterkunft muss kein Impfnachweis oder negativer Corona-Test mehr vorgelegt werden. Eine entsprechende Regelung wurde von der kanarischen Regionalregierung mittlerweile aufgehoben.

Die Behörden empfehlen Urlauberinnen und Urlaubern, die ein Smartphone besitzen, während ihres Kanaren-Aufenthalts die Corona-App "Radar Covid"* zu installieren. So sind sie mit den örtlichen Gesundheitsbehörden vernetzt und könnten bei einem erhöhten Ansteckungsrisiko wichtige Infos erhalten.

Was Reisende zum Fliegen in Corona-Zeiten wissen müssen.

Vulkanausbruch auf La Palma zum Stillstand gekommen

Der Vulkanausbruch auf La Palma, der seit Mitte September an mehreren Stellen der Vulkankette "Cumbre Vieja" wiederholte Eruptionen und Lavaströme auslöste, ist seit dem 14. Dezember zum Stillstand gekommen. Die zuständige Katastrophenschutzbehörde hat wegen möglicher erneuter vulkanischer Aktivitäten noch keine endgültige Entwarnung gegeben.

Weite Teile der umliegenden Gemeinden bleiben bis auf Weiteres evakuiert und dürfen nicht betreten werden. Mehrere Straßen sind gesperrt. Besucher der Insel sollten unbedingt die Anweisungen der Behörden befolgen.

Naturkatastrophen: Ihre Rechte bei Flug-Stornierung

Grafiken einblenden

Ich möchte über infogram.com eingebundene Grafiken, Tabellen oder andere Inhalte auf adac.de sehen. Hierbei werden personenbezogene Daten (IP-Adresse o.ä.) an Infogram übertragen. Mit Schließen des Browsers oder des Tabs erlischt Ihre diesbezügliche Zustimmung. Infogram hat verbundene Unternehmen oder Subunternehmer mit Sitz außerhalb der EU/EWR in Drittländern (wie USA). In den Datenschutzinformationen erhalten Sie weitere Informationen.

Rückkehr von den Kanaren nach Deutschland

Die Kanaren gelten als Hochrisiko-Gebiet, auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes ist in Kraft getreten.

Infos im Überblick


Anmeldung vor der Rückreise

JA - Digitale Einreiseanmeldung*

Corona-Test für Geimpfte und Genesene vor Rückkehr

NEIN (Impf- oder Genesenen-Nachweis reicht aus)

Corona-Test für Ungeimpfte vor Rückkehr

JA - PCR-Test oder Antigen-Schnelltest (max. 48 Stunden)

Quarantäne-Pflicht für Geimpfte und Genesene in Deutschland

NEIN

Quarantäne-Pflicht für Ungeimpfte in Deutschland

JA (10 Tage, freitesten nach 5 Tagen möglich)

Das gilt für Kinder

Unter 6 Jahren entfällt die Testpflicht, nicht jedoch die Quarantäne-Pflicht: Die Quarantäne endet automatisch nach 5 Tagen

Weitere Informationen

Rückkehr nach Deutschland

Die wichtigsten Corona-Regeln auf den Kanaren

Touristen mit Mundschutz auf Teneriffa
Kanaren: Maskenpflicht gilt dort, wo kein Mindestabstand möglich ist ∙ © imago images/Agencia EFE

Der nationale Gesundheitsnotstand ist beendet. Somit können die 18 Regionen eigene Corona-Maßnahmen verfügen, die sie für sinnvoll halten. Folgende Regeln gelten auf allen Inseln:

  • In öffentlich zugänglichen geschlossenen Räumen besteht eine generelle Maskenpflicht. Im Freien muss eine Maske getragen werden, wenn zu Personen, die nicht zum eigenen Haushalt gehören, kein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

  • Im Freien, also auch in den Außenbereichen der Gastronomie, ist das Rauchen verboten, wenn der Abstand von zwei Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. Komplett untersagt ist das Rauchen beim Gehen.

  • Auf der Straße darf auch kein Alkohol konsumiert werden. Ab 22 Uhr gilt für den Einzelhandel ein Alkohol-Verkaufsverbot.

  • In Hotels und Appartements gibt es eigene Sicherheits- und Hygienevorschriften, über die die jeweilige Unterkunft informiert. Sie sind unbedingt einzuhalten.

Die Regionalregierung der Kanaren hat zudem ein Ampelsystem eingeführt, nach dem auf den einzelnen Inseln abgestufte Maßnahmen gelten.

Aktuelle Beschränkungen auf den einzelnen Inseln

Um ein erneutes Aufflammen der Corona-Pandemie zu verhindern, hat die kanarische Regionalregierung nach einem Ampelsystem Beschränkungen für die einzelnen Inseln erlassen.

  • Alarmstufe 1 (grün):
    Derzeit keine Insel

    - Im öffentlichen und privaten Raum dürfen sich maximal 12 nicht zusammenlebende Personen treffen
    - Restaurants, Cafés, Bars und Nachtclubs (mit einer Kapazität von mehr als 30 Gästen) dürfen zu maximal 75 Prozent ausgelastet sein (100-prozentige Auslastung, falls der Betreiber die 3G-Regel anwendet). Sperrstunde spätestens um 3 Uhr (bei 3G keine Sperrstunde); pro Tisch maximal 12 Personen; Tanzen ist nicht erlaubt
    - An Stränden dürfen sich nur Gruppen bis zu 12 Personen aufhalten; Strandkapazität bei 100 Prozent

  • Alarmstufe 2 (gelb):
    La Gomera und El Hierro

    - Im öffentlichen und privaten Raum dürfen sich maximal 8 nicht zusammenlebende Personen treffen
    - Restaurants, Cafés, Bars und Nachtclubs (mit einer Kapazität von mehr als 30 Gästen) dürfen zu maximal 50 Prozent ausgelastet sein (75-prozentige Auslastung, falls der Betreiber die 3G-Regel anwendet). Sperrstunde spätestens um 2 Uhr (bei 3G um 3 Uhr); pro Tisch maximal 8 Personen; Tanzen ist nicht erlaubt
    - An Stränden dürfen sich nur Gruppen bis zu 8 Personen aufhalten; Strandkapazität bei 75 Prozent

  • Alarmstufe 3 (rot):
    Fuerteventura, Lanzarote, Gran Canaria
    (bis 21.1.) und La Palma (bis 21.1.)
    - Im öffentlichen und privaten Raum dürfen sich maximal 6 nicht zusammenlebende Personen treffen
    - In Restaurants, Cafés, Bars und Nachtclubs (mit einer Kapazität von mehr als 30 Gästen) gilt verpflichtend die 3G-Regel. Lokale dürfen zu maximal 40 Prozent ausgelastet sein Sperrstunde spätestens um 1 Uhr; pro Tisch maximal 6 Personen; Gäste in den Innenräumen müssen sich in einem Register eintragen; Tanzen ist nicht erlaubt
    - An Stränden dürfen sich nur Gruppen bis zu 6 Personen aufhalten; Strandkapazität bei 50 Prozent

  • Alarmstufe 4 (lila):
    Teneriffa, Gran Canaria
    (ab 22.1.), La Palma (ab 22.1.)
    - Im öffentlichen und privaten Raum dürfen sich maximal 6 nicht zusammenlebende Personen treffen
    - In Restaurants, Cafés, Bars und Nachtclubs (mit einer Kapazität von mehr als 30 Gästen) gilt verpflichtend die 3G-Regel. Lokale dürfen zu maximal 33 Prozent ausgelastet sein. Sperrstunde spätestens um 0 Uhr; pro Tisch maximal 6 Personen; Gäste in den Innenräumen müssen sich in einem Register eintragen; Tanzen ist nicht erlaubt
    - An Stränden dürfen sich nur Gruppen bis zu 6 Personen aufhalten; Strandkapazität bei 50 Prozent
    - Kapazität in öffentlichen Bussen bei 75 Prozent

Fliegen in Corona-Zeiten: Das gilt im Flugzeug

Versicherung für den Fall einer Corona-Infektion

Landschaft im Norden Teneriffas
Wanderparadies Kanaren: Traumhafte Ausblicke ∙ © iStock.com/Balate Dorin

Die Regionalregierung der Kanaren hat alle Besucherinnen und Besucher gegen zusätzliche Kosten für den Fall versichert, dass sie sich während ihres Urlaubs mit dem Coronavirus infizieren (Voraussetzung ist ein auf den Inseln erfolgter positiver PCR-Test). Der Vertrag mit der Versicherung Axa Spanien deckt Folgendes ab:

  • alle vor Ort anfallenden ärztlichen Kosten

  • medizinischer Rücktransport (falls notwendig)

  • Kosten für die Verlängerung des Aufenthalts wegen Quarantäne (bis zu 14 Tagen)

Urlauberinnen und Urlauber (sowohl spanische als auch ausländische) sind dabei automatisch versichert und müssen nicht selbst tätig werden.

Zu beachten sind folgende Einschränkungen:

  • Die Versicherung gilt nur für einen Zeitraum von maximal 30 Tagen nach der Einreise

  • Voraussetzung ist außerdem die Buchung einer regulären Unterkunft

Kanarische Inseln: Beliebtes Urlaubsziel der Deutschen

Junge Frau wandert auf Gran Canaria
Gran Canaria: Vulkanlandschaften von bizarrer Schönheit ∙ © iStock.com/npdesignde

Im Jahr 2019 reisten rund 2,65 Millionen Deutsche per Flugzeug auf eine der Kanarischen Inseln (Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma). Auf den Kanaren macht der Anteil des Tourismus am Bruttoinlandsprodukt rund 35 Prozent aus – keine andere Region Spaniens ist so sehr vom Reisegeschäft abhängig.

Grafiken einblenden

Ich möchte über infogram.com eingebundene Grafiken, Tabellen oder andere Inhalte auf adac.de sehen. Hierbei werden personenbezogene Daten (IP-Adresse o.ä.) an Infogram übertragen. Mit Schließen des Browsers oder des Tabs erlischt Ihre diesbezügliche Zustimmung. Infogram hat verbundene Unternehmen oder Subunternehmer mit Sitz außerhalb der EU/EWR in Drittländern (wie USA). In den Datenschutzinformationen erhalten Sie weitere Informationen.

Mit Material von dpa

* Durch Anklicken des Links werden Sie auf eine externe Internetseite weitergeleitet, für deren Inhalte der jeweilige Seitenbetreiber verantwortlich ist.