Kanaren-Urlaub: Inzidenz, Einreise und Corona-Regeln

Luftaufnahme von Puerto de la Cruz auf Teneriffa
Teneriffa: Meerwasser-Schwimmbecken in Puerto de la Cruz ∙ © iStock.com/Balate Dorin

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Urlaub auf Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und Co. ist wieder deutlich leichter möglich. Auf einer Insel gibt es für Reisende Probleme diese sind allerdings nicht durchs Coronavirus bedingt.

  • Update: Vulkan auf La Palma kommt nicht zur Ruhe

  • Deutsche benötigen bei der Einreise Test-, Impf-, oder Genesungs-Nachweis

  • In der Unterkunft wird bei Anreise ein negativer Test- oder Impfnachweis verlangt

  • Aktuelle Inzidenz: 20,18 Infizierte je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen

Aktuelle Lage auf Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote & Co.

Die Infektionszahlen auf den Kanaren sind seit Ende Juli stark rückläufig. Der Inzidenz-Wert der Inselgruppe liegt aktuell bei 20,18 Infizierten je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen (Stand: 21. Oktober, Quelle: Ministerio de Sanidad) und damit deutlich unter dem Wert in Deutschland.

Kanaren-Urlaub: Das müssen Reisende wissen

Wichtig für die Einreise auf die Kanarischen Inseln

Rückkehr von den Kanaren nach Deutschland

Die wichtigsten Corona-Regeln auf den Kanaren

Versicherung für den Fall einer Corona-Infektion

Kanarische Inseln: Beliebtes Urlaubsziel der Deutschen

Wichtig für die Einreise nach Spanien

Keine Reisewarnung

Momentan gilt für dieses Land keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Des Weiteren wird ein Einreiseformular* benötigt.

ReisewarnungNein
Corona-RisikogebietNein
Hochinzidenz-GebietNein
Virusvarianten-GebietNein
Registrierung für die EinreiseJa – Hier finden Sie das Einreiseformular*
Corona-Test bei EinreiseJa – Ein PCR- oder Antigen-Test ist Pflicht
Corona-Test für GeimpfteNein
Gültigkeitsdauer des Corona-TestsMaximal 48 Stunden
Quarantäne-Pflicht nach EinreiseNein – Keine Quarantäne-Pflicht
Dauer der Quarantäne nach Einreise0 Tage
Quarantäne-Pflicht nach RückkehrNein

Weitere Besonderheiten

Reisende auf dem Landweg benötigen für Spanien kein Einreiseformular.

Ganz Deutschland gilt aus spanischer Sicht als Corona-Risikogebiet: Das bedeutet, dass Urlauberinnen und Urlauber bei der Einreise einen negativen Corona-Test (PCR oder Antigen, maximal 72 Stunden alt) oder einen Impf- bzw. Genesenen-Nachweis benötigen. Kinder unter 12 Jahren sind von der Nachweis-Pflicht befreit.

Einreise-Formular und Corona-App

Wie generell bei Spanien-Reisen müssen auch Kanaren-Touristen vor Abflug für die Einreise ein digitales Gesundheitsformular* ausfüllen. Dabei wird ein QR-Code erzeugt, der bei der Ankunft vorgelegt werden muss. Dazu kann man auch die kostenfreie SpTH-App* nutzen.

Fluggesellschaften, Reedereien und Reiseveranstalter müssen Reisende darauf hinweisen, dass der QR-Code vorzulegen ist.

Außerdem müssen Urlauberinnen und Urlauber, die ein Smartphone besitzen, während ihres Kanaren-Aufenthalts die Corona-App "Radar Covid"* installieren. So sind sie mit den örtlichen Gesundheitsbehörden vernetzt und könnten bei einem erhöhten Ansteckungsrisiko wichtige Infos erhalten. Für Reisende ohne Smartphone besteht diese Verpflichtung laut Information des spanischen Fremdenverkehrsamtes in Frankfurt nicht.

Was Reisende zum Fliegen in Corona-Zeiten wissen müssen.

Corona-Test oder Impfnachweis beim Einchecken in eine Unterkunft

Landschaft im Norden Teneriffas
Wanderparadies Kanaren: Traumhafte Ausblicke ∙ © iStock.com/Balate Dorin

Die kanarische Regionalregierung schreibt vor, dass Touristen, die in einem Hotel, Ferienhaus oder einer Ferienwohnung übernachten wollen, beim Einchecken in die Unterkunft einen negativen Corona-Test (PCR oder Antigen), den Nachweis einer Impfung oder Genesung vorlegen müssen. Die Pflicht zur Vorlage eines Nachweises gilt für alle Personen ab 12 Jahren.

Für die Übernachtung in privaten Haushalten oder in der eigenen Immobilie gilt diese zusätzliche Vorschrift nicht.

Wer zu einem späteren Zeitpunkt eine zweite Unterkunft bezieht, benötigt laut ADAC Recherchen keinen neuen Test. Es genügt, wenn man den ursprünglichen Test vorlegt, mit dem man in der ersten Unterkunft eingecheckt hat, und zusätzlich das Datum der Einreise nachweist. Dies kann z.B. durch Vorlage des Boarding-Passes erfolgen.

Vulkanausbruch auf La Palma: So ist aktuelle Lage

Die Insel La Palma kommt nicht zur Ruhe. Bei dem ersten Ausbruch seit 1971 stößt ein Vulkan aus der Bergkette "Cumbre Vieja" seit dem 19. September nahezu pausenlos große Mengen an Gesteinsbrocken, Lava, Rauch und Asche aus. Immer wieder entstehen neue Lavaströme. Wie lange der Vulkan aktiv bleiben wird, können auch Fachleute nicht sagen. Es kann Wochen oder auch Monate dauern.

Mehr als 2200 Gebäude wurden bisher zerstört, darunter auch Hotels, Tankstellen, Supermärkte. Zahlreiche Straßen und Wege* sind unpassierbar. Auf der Westseite von La Palma gibt es keine Verbindung zwischen dem Norden und dem Süden der Insel mehr.

Immer wieder erschüttern zudem kleine bis mittlere Erdbeben den Süden der Insel, allein am Sonntag, 24. Oktober, bebte die Erde dort fast 80-mal.

Ganz La Palma ist zum Katastrophengebiet erklärt worden, auch wenn im Norden und Osten der Insel von dem Naturereignis insgesamt weniger zu spüren ist. Die Schäden belaufen sich nach Schätzungen der Regionalregierung bereits auf mehrere Hundert Millionen Euro. Verletzt wurde bisher niemand.

Der Flughafen auf La Palma* im Nordwesten der Insel hat den Betrieb wieder aufgenommen: Es sind aber jederzeit stunden- oder tageweise Sperrungen möglich. Wird der Betrieb erneut eingestellt, bleibt Reisenden nur der Seeweg. Die Fähren sind etwa vier Stunden bis zur nächst größeren Nachbarinsel Teneriffa unterwegs, wo der Flugverkehr zuletzt normal lief. Einige Airlines leiten ihre Maschinen bis auf Weiteres generell dorthin um.

Das Auswärtige Amt rät derzeit von nicht notwendigen Reisen nach La Palma ab. Es ist weiterhin mit Erdbeben, gesundheitsgefährdendem Ascheregen und möglicherweise auch mit der Entwicklung giftiger Gase zu rechnen.

Naturkatastrophen: Ihre Rechte bei Flug-Stornierung

Rückkehr von den Kanaren nach Deutschland

  • Meldepflicht vor der Rückkehr: NEIN

  • Testpflicht zur Rückkehr: JA (Ausnahmen siehe unten)

Die Kanaren gelten aus deutscher Sicht nicht als Corona-Hochrisiko-Gebiet und es gibt keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Dadurch gibt es keine Quarantänepflicht für Ungeimpfte bei der Rückkehr.

Regeln für die Rückkehr nach Deutschland

Alle Reiserückkehrenden müssen einen der folgenden Nachweise bereits bei der Einreise nach Deutschland vorlegen können: einen aktuellen Corona-Test, den Nachweis einer vollständigen Impfung oder einen Genesenen-Nachweis. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren. 

Hier finden Sie die Regeln für die Einreise nach Deutschland.

Die wichtigsten Corona-Regeln auf den Kanaren

Touristen mit Mundschutz auf Teneriffa
Kanaren: Maskenpflicht gilt dort, wo kein Mindestabstand möglich ist ∙ © imago images/Agencia EFE

Der nationale Gesundheitsnotstand ist beendet. Somit können die 18 Regionen eigene Corona-Maßnahmen verfügen, die sie für sinnvoll halten.

Die Regionalregierung der Kanaren hat aber beschlossen, die bislang geltenden Einschränkungen vorerst beizubehalten. Allerdings gibt es keine nächtlichen Ausgangssperren mehr. Derzeit gilt für alle Kanareninseln die Alarmstufe 1 (grün):

  • Im öffentlichen und privaten Raum dürfen sich maximal 12 nicht zusammenlebende Personen treffen
    In der Öffentlichkeit ist zu Personen, die nicht zum eigenen Haushalt gehören, ein Abstand von mindestens 1,5 Meter einzuhalten.

  • Die generelle Maskenpflicht im Freien ist aufgehoben. Das Tragen einer Maske ist aber weiterhin verpflichtend, wenn kein ausreichender Abstand (mindestens 1,5 Meter) zu Personen außerhalb des eigenen Haushalts eingehalten werden kann.

  • Am Strand muss zwischen Strandliegen, Sonnenschirmen und sonstiger Strandausstattung ein Abstand von 2 Metern bestehen. Es dürfen sich nur Gruppen bis zu 12 Personen aufhalten.

  • Restaurants, Cafés, Bars und Nachtclubs müssen spätestens um 3 Uhr schließen; pro Tisch maximal 12 Personen und Sicherheitsabstand von 1,5 Metern; Tanzen ist nicht erlaubt
    Kapazität in öffentlichen Bussen bei 100 Prozent.

  • In Hotels und Appartements gibt es eigene Sicherheits- und Hygienevorschriften, über die die jeweilige Unterkunft informiert. Sie sind unbedingt einzuhalten.

  • Im Freien, also auch in den Außenbereichen der Gastronomie, ist das Rauchen verboten, wenn der Abstand von zwei Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann.

Fliegen in Corona-Zeiten: Das gilt im Flugzeug

Versicherung für den Fall einer Corona-Infektion

Die Regionalregierung der Kanaren hat alle Besucherinnen und Besucher gegen zusätzliche Kosten für den Fall versichert, dass sie sich während ihres Urlaubs mit dem Coronavirus infizieren. Der Vertrag mit der Versicherung Axa Spanien deckt Folgendes ab:

  • alle vor Ort anfallenden ärztlichen Kosten

  • medizinischer Rücktransport (falls notwendig)

  • Kosten für die Verlängerung des Aufenthalts wegen Quarantäne (bis zu 14 Tagen)

Urlauberinnen und Urlauber (sowohl spanische als auch ausländische) sind dabei automatisch versichert und müssen nicht selbst tätig werden.

Zu beachten sind folgende Einschränkungen:

  • Die Versicherung gilt nur für einen Zeitraum von maximal 30 Tagen nach der Einreise

  • Sie greift nur, wenn sich die Betroffenen auf den Kanaren infiziert haben und nicht bereits in ihrem Heimatland

Kanarische Inseln: Beliebtes Urlaubsziel der Deutschen

Junge Frau wandert auf Gran Canaria
Gran Canaria: Vulkanlandschaften von bizarrer Schönheit ∙ © iStock.com/npdesignde

Im Jahr 2019 reisten rund 2,65 Millionen Deutsche per Flugzeug auf eine der Kanarischen Inseln (Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma). Auf den Kanaren macht der Anteil des Tourismus am Bruttoinlandsprodukt rund 35 Prozent aus – keine andere Region Spaniens ist so sehr vom Reisegeschäft abhängig.

Mit Material von dpa

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