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Urlaub in Griechenland 2020: Was Reisende wissen müssen

Restaurant auf Mykonos
Sonnige Aussichten für Griechenland: Es dürfen wieder Urlauber kommen ∙ © imago images/blickwinkel

Kreta, Korfu, Rhodos und Co. – deutsche Touristen können ihren Urlaub auf den griechischen Inseln oder auf dem Festland verbringen. Die speziellen Einreisebestimmungen sollten sie allerdings kennen.

  • Formular muss 24 Stunden vor Abreise ausgefüllt sein

  • Kreuzfahrtschiffe dürfen wieder anlegen

  • Aktuelle Inzidenz: 20,77 Infizierte je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen

Griechenland ist bislang glimpflich durch die Corona-Krise gekommen. Die griechische Regierung hat die Quarantänepflicht für mehrere Länder, darunter auch Deutschland, aufgehoben. Es gibt keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Griechenland.

Einreise: Nur mit Formular und QR-Code

Alle internationalen Gäste müssen spätestens 24 Stunden vor ihrer Abreise nach Griechenland (Land-, See- oder Luftweg) ein Online-Formular* (auch auf Deutsch verfügbar) der griechischen Zivilschutzbehörde ausfüllen. Darin werden unter anderem Name, Wohnort, Flugnummer, Angaben zu Besuchen in anderen Ländern sowie Namen, Adressen und Telefonnummern von Kontaktpersonen und die Anschrift abgefragt, unter der man in Griechenland während des Urlaubs zu erreichen ist. Camper müssen zumindest eine vorläufige Aufenthalts-Adresse (Campingplatz) angeben.

Ist das Formular korrekt ausgefüllt, bekommt der Reisende einen QR-Code per E-Mail oder auf sein Handy geschickt, der bei der Einreise vorgezeigt werden muss. Aus dem Code wollen die griechischen Behörden ableiten, ob sich der Besucher noch am Flughafen einem Covid-19-Test unterziehen muss. Wer getestet wird, soll sich bis zur Auswertung des Tests 24 Stunden in Selbstisolation begeben, eine Weiterreise zur Zieladresse ist aber erlaubt.

Laut Information der griechischen Regierung* reicht es, wenn eine gemeinsam reisende Familie ein Formular ausfüllt.

Kann kein Code vorgezeigt werden, ist nach Angaben des Auswärtigen Amts eine Geldbuße von 500 Euro möglich. Nach Medienberichten wurde bereits ein deutscher Kreta-Urlauber zur Kasse gebeten, weil er das erforderliche Formular nicht ausgefüllt hatte.

Flug, Fähre und Landweg: Was man beachten muss

Touristen, die auf dem Landweg nach Griechenland fahren, müssen zwingend über den bulgarisch-griechischen Grenzübergang Kulata-Promachonas einreisen und dabei einen negativen Covid-19-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Dieser muss von einem anerkannten Testlabor des Herkunfts- oder Transitlands durchgeführt worden sein. Es wird ausschließlich die Vorlage eines Tests aus dem Abreiseland anerkannt.

Flugpassagiere aus Deutschland benötigen derzeit – im Gegensatz zu Bürgern mehrerer anderer europäischer Staaten – keinen verpflichtenden Corona-Test. Dies gilt auch für Reisende, die mit der Fähre aus Italien eintreffen.

Diese Bestimmungen geben den aktuellen Zustand wieder und können sich jederzeit auch kurzfristig ändern. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte daher unabhängig von der Art der Einreise einen aktuellen Corona-Test im Gepäck haben, den er bei Bedarf vorweisen kann.

Fähren Italien-Griechenland verkehren

Der Fährverkehr von und nach Italien läuft normal. Nach Auskunft des Buchungsbüros von "GoFerry" müssen auch Fährpassagiere unbedingt das oben genannte Einreise-Formular ausgefüllt haben und den entsprechenden QR-Code vorweisen.

Wer keine vorläufige Adresse für seinen Aufenthalt angeben kann, etwa, weil er auf einer privaten Yacht Urlaub verbringt oder seine Unterkunft spontan vor Ort buchen möchte, kann das Formular nicht ausfüllen und kommt somit nicht auf die Fähre.

Masken müssen auf Fähren immer getragen werden – auch auf den offenen Decks.

Mit der Fähre nach Italien: Was Reisende unbedingt wissen sollten

Seit dem 12. August müssen Personen, die unter anderem aus Griechenland und Kroatien nach Italien einreisen, grundsätzlich einen negativen Covid-19-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Ansonsten droht eine Quarantäne.

Laut Information der italienischen Behörden (Ufficio Emigrazione ed Affari Sociali) gilt dies aber nicht für den Transit mit privaten Verkehrsmitteln. Die Durchreise durch Italien muss in diesem Fall innerhalb von 36 Stunden erfolgen. Zusätzlich müssen Transitreisende eine Eigenerklärung* ausfüllen und bei eventuellen Kontrollen vorzeigen.

Die Ausnahmeregelung für Transitreisende gilt nicht, wenn die Personen Covid-19-Symptome zeigen oder sich in den letzten 14 Tagen in Bulgarien oder Rumänien aufgehalten haben.

Auch die Fährverbindungen innerhalb Griechenlands sind wieder in Betrieb. Passagiere müssen vor Abfahrt jedoch einen Fragebogen ausfüllen, der auf der Webseite des Marineministeriums* abrufbar, aber auch bei den Reisebüros oder Reedereien erhältlich ist.

Kreuzfahrtschiffe dürfen seit 1. August in folgenden sechs Häfen anlegen: Piräus, Rhodos, Heraklion, Volos (Mittelgriechenland), Korfu und Katakolon (Olympia). Sportboote dürfen Häfen wieder anlaufen, sofern sie weniger als 50 Passagiere transportieren und diese aus Staaten kommen, für die keine Einreisebeschränkungen gelten.

Urlaubsaktivitäten mit Abstandsregeln und Maskenpflicht

Es gelten zahlreiche Verhaltens- und Abstandsregeln sowie Hygienevorschriften: In öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis, auf Fähren und Krankenhäusern müssen auch Touristen Schutzmasken tragen. Verstöße kosten mindestens 150 Euro. Dasselbe gilt für Geschäfte und alle öffentlichen Räume.

Die archäologischen Stätten, wie etwa die Akropolis in Athen, aber auch die Museen empfangen landesweit wieder Besucher, auch dort gibt es eine Maskenpflicht. Alle Badestrände sind nutzbar. In den Urlaubsorten am Meer sollen die Liegen und die Sonnenschirme am Pool oder am Strand etwa drei bis fünf Meter voreinander entfernt stehen. Hotels, Campingplätze, Jugendherbergen und Ferienwohnungen dürfen den Betrieb aufnehmen.

Wenn in Bars und Restaurants mindestens 1,5 Meter Abstand eingehalten werden, muss kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Mykonos und Co.: Verschärfte Corona-Regeln

Nachdem in zahlreichen Touristengebieten die Corona-Fälle ansteigen, gelten dort bis auf Weiteres verschärfte Corona-Regeln. Betroffen sind unter anderem Athen, Kreta, Mykonos, Paros, Antiparos, Zakynthos, Lesbos sowie die nordgriechische Halbinsel Chalkidiki. Restaurants, Tavernen, Cafés und Bars schließen um Mitternacht. In Restaurants darf pro Tisch nur eine Familie sitzen (maximal sechs Personen). Die Maskenpflicht gilt auch im Freien. Versammlungen von mehr als neun Personen sind verboten. Wochenmärkte sind geschlossen.

Mit Material von dpa

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