Glatteis in Deutschland: Wo jetzt Glättegefahr besteht
Von Katja Fastrich

Die landesweite gefährliche Großwetterlage der letzten Woche ist vorerst vorbei. Allerdings warnt auch jetzt der Deutsche Wetterdienst in einigen Regionen vor erhöhter Glättegefahr. Mancherorts wird auch das Streusalz knapp.
Update: Flugausfälle am Airport Frankfurt
Mitteldeutschland: Unwetterwarnung wegen Schneeglätte
Glatteis auf den Straßen: Wo das Streusalz knapp wird
Bahnverkehr läuft normal
Die Wetteraussichten für alle, die mit dem Auto unterwegs sind, haben sich prinzipiell gebessert. Allerdings verschärft sich in einigen Regionen Deutschlands die Glatteisgefahr zur Wochenmitte: Aktuell warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in weiten Teilen Hessens vor unwetterartigem Schneefall (Warnstufe 3 von 4, Stand: 3. Februar, 16 Uhr).
Unwetterwarnung in Hessen: Gefahr für Leib und Leben
In einer amtlichen Unwetterwarnung heißt es, es bestehe Gefahr für Leib und Leben durch eine geschlossene Schneedecke, eingeschränkte Mobilität, blockierte Verkehrswege und Glatteis. Die Warnung gilt für den 3. Februar bis voraussichtlich bis 19 Uhr.
Abends und nachts Glättegefahr in Niedersachsen
In der Nacht zum Mittwoch, 4. Februar, besteht voraussichtlich zwischen Westen und Nordwesten ein erhöhtes Risiko für Glatteis auf den Straßen und Gehwegen, so der Deutsche Wetterdienst. "Das genaue Gebiet sowie die Verbreitung sind recht unsicher, jedoch könnte in etwa die Region vom Emsland bis zum Weserbergland betroffen sein", erklärt ein DWD-Meteorologe. Auch hier kann das Glatteis unwetterartig sein.
Laut den Prognosen ziehen die nunmehr überwiegend in Schnee übergegangenen Niederschläge am Mittwoch nach Norden ab und es ist weitestgehend trocken.
Unfälle und Staus wegen Schneeglätte
Heftige Schneefälle sorgen auf den Autobahnen rund um Wiesbaden für starke Behinderungen. "Auf unseren Autobahnen geht gerade fast nichts mehr", sagte ein Sprecher der Polizeiautobahnstation Wiesbaden. Betroffen sei unter anderem die A3. Dort staue sich der Verkehr zwischen Raunheim und Idstein auf knapp 30 Kilometern Länge. Auch auf den Autobahnen 66, 671 und 643 gebe es lange Staus. Es hätten sich zahlreiche Unfälle ereignet, bei denen bislang aber lediglich Sachschäden entstanden seien. (Stand: 3. Februar, 17.55 Uhr) .
Glatteis auf den Straßen – Streusalz wird knapp
Grundsätzlich gilt: Bei Straßenglätte ist es am wichtigsten, besonders vorausschauend und umsichtig zu fahren und genügend Abstand einzuhalten. Es wird geraten, sich vor Fahrtantritt über die Situation auf den Autobahnen zu informieren.
In Niedersachsen und auch in anderen Bundesländern ist inzwischen wegen der lang anhaltenden winterlichen Bedingungen teilweise das Streusalz knapp. Betroffen sind unter anderem der Landkreis Osnabrück, das Emsland oder auch die Stadt Meppen.
Hier erfahren Sie alles zur aktuellen Straßensituation in Deutschland.
Gut zu wissen: In Deutschland gilt die situative Winterreifenpflicht.
Auch in Notsituationen sind die ADAC Pannenhelfer rund um die Uhr für die Mitglieder unterwegs. Etwas längere Wartezeiten als üblich sollten aber einkalkuliert werden.
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Deutsche Bahn: Zugverkehr ohne Störungen
Laut Informationen der Deutschen Bahn rollen die Züge bundesweit einigermaßen normal.
So ist die Lage an den Flughäfen in Deutschland
Am Frankfurter Flughafen war der Flugverkehr am Dienstag, 3. Februar, wegen des starken Schneefalls am Nachmittag vorübergehend eingestellt worden. Grund war die Schneedecke auf den Start- und Landebahnen. Teile des Flugbetriebs wurden ab etwa 16.15 Uhr wieder aufgenommen. Mit Verzögerungen und Flugstreichungen muss aber weiterhin gerechnet werden. Es wurden Abgaben bereits 67 Flüge annulliert.
Der Flugbetrieb an den anderen Airports in Deutschland läuft weitgehend normal. Größere Störungen gibt es derzeit nicht.
Mit Material von dpa.