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Gardasee-Urlaub: Diese Corona-Regeln gelten im Auto

Blick auf den Gardasee bei Dämmerung
Blick auf Limone sul Garda am Westufer des Gardasees ∙ © iStock.com/Daniel_Keuck

Die Corona-Regeln für Autofahrer können innerhalb Italiens abweichen. Besonders gut aufpassen müssen Urlauber am Gardasee, der gleich an drei Regionen grenzt. Das gilt zwischen Riva del Garda, Malcesine und Limone.

  • In der Lombardei muss mitunter der Beifahrersitz frei bleiben

  • Venetien begrenzt Zahl der Mitfahrer nicht

  • Trentino macht Ausnahmen bei "engen Kontakten"

  • Bei Verstößen drohen Geldstrafen von 400 bis 3000 Euro

Trentino im Norden, Lombardei im Westen und Venetien im Osten: Wer in Zeiten der Corona-Pandemie am Gardasee etwa von Torbole nach Peschiera und anschließend weiter nach Sirmione fahren möchte, muss wissen, wie viele Mitfahrer er im Auto haben darf, und wo sie sitzen dürfen.

Strenge Corona-Auflagen für Autofahrer in der Lombardei

In der Lombardei gelten die Regeln, die in den meisten italienischen Regionen vorgeschrieben sind: Kommen alle Insassen eines Autos aus demselben Haushalt, gibt es keine Einschränkungen – weder Maskenpflicht noch Abstandsgebote.

Man muss jedoch einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sobald Personen aus weiteren Haushalten zusammen unterwegs sind. In diesem Fall gelten auch die allgemeinen Abstandsregeln: Deshalb ist die Zahl der Mitfahrer im Fahrzeug begrenzt. Laut Auskunft des italienischen Außenministeriums dürfen dann höchstens zwei Personen je Sitzreihe und nur auf den an der Seite gelegenen Sitzen befördert werden. Der Beifahrersitz muss frei bleiben.

Konkretes Beispiel: In einem Pkw mit fünf Sitzen dürfen somit neben dem Fahrer nur zwei weitere Personen im Fahrzeug Platz nehmen. Sind, wie etwa in einem Minibus, weitere Sitzreihen vorhanden, so können zwei weitere Personen je Sitzreihe auf den Außenplätzen mitgenommen werden.

Venetien begrenzt Zahl der Mitfahrer nicht

Weniger streng geht es in den beiden anderen Provinzen zu: In Venetien ist die Zahl der Mitfahrer nicht begrenzt. Kommen diese aus verschiedenen Haushalten, müssen sie aber einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Trentino: Enge Kontakte sind wie Haushaltsangehörige

In der zur Region Trentino-Südtirol gehörenden Provinz Trentino im Norden des Gardasees werden Personen, die miteinander in engem Kontakt stehen, ohne im selben Haushalt zu leben, Haushaltsangehörigen gleichgestellt. Kann man dies glaubhaft machen, darf im Auto auf Mindestabstände und Maske verzichtet werden.

Das gilt für die Durchreise durch Südtirol

In Südtirol ist die Zahl der Mitfahrer laut Auskunft der Verkehrsmeldezentrale in Bozen hingegen nicht begrenzt. Kommen diese aus verschiedenen Haushalten, müssen sie aber einen Mund-Nasen-Schutz tragen. 

Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen

Bei Verstoß gegen diese Vorschriften muss mit einer hohen Geldstrafe zwischen 400 und 3000 Euro gerechnet werden. Auch die Weiterfahrt kann untersagt werden. Aus der Praxis sind allerdings derzeit noch keine Fälle bekannt, dass deutsche Gardasee-Touristen durch die italienische Polizei scharf kontrolliert wurden.

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Auch am Gardasee: Maskenpflicht und Abstandsregeln

Überall in Italien gelten Abstandsregeln – auch für Urlauber. In Geschäften, Zügen oder anderen geschlossenen Räumen gibt es eine Maskenpflicht, sie wurde gerade bis mindestens 31. Juli verlängert. Die besonders strenge Verordnung der Lombardei, auch im Freien einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wurde mittlerweile aufgehoben.

Touristenmagnet in Norditalien

Der Gardasee lockt jedes Jahr mehr als 20 Millionen Touristen an, viele von ihnen kommen aus Deutschland. Nachdem der Norden Italiens hart von der Corona-Krise getroffen wurde, kommen jetzt wieder Urlauber in die Region. Der beliebte Ferienpark "Gardaland" öffnet wieder (für eine beschränkte Besucheranzahl pro Tag), die Fähren auf dem See verkehren ebenfalls.

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