Gardasee-Urlaub in Corona-Zeiten: Das müssen Reisende wissen

Blick auf den Gardasee bei Dämmerung
Blick auf Limone sul Garda am Westufer des Gardasees ∙ © iStock.com/Daniel_Keuck

Gardasee-Urlaub ist trotz steigender Infektionszahlen derzeit problemlos möglich. Das sind die Einreisebestimmungen für Italien und die wichtigsten Regeln vor Ort.

  • Update: Verschärfte Regeln für Restaurants und Museen

  • Autourlauber: In Trentino, Lombardei und Venetien gibt es unterschiedliche Regeln

  • Gardasee-Regionen gelten als "weiße" Risikozonen

Italien ist kein Corona-Hochrisikogebiet

Italien gilt nicht als Corona-Hochrisikogebiet. Für die Rückkehr nach Deutschland gelten dennoch besondere Regeln.

+++ Neue Regeln für Reiserückkehrer +++

+++ Seit 1. August müssen alle Reiserückkehrer einen der folgenden Nachweise bereits bei der Einreise nach Deutschland vorlegen können: einen aktuellen Corona-Test, Nachweis einer vollständigen Impfung oder einen Genesenen-Nachweis. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren. Die neuen Einreise-Regeln gelten für alle Länder unabhängig davon, ob man aus einem Nicht-Risikogebiet, einem Hochrisiko-Gebiet oder einem Virusvarianten-Gebiet einreist. Dies gilt unabhängig von der Art des Verkehrsmittels. Die digitale Einreiseanmeldung* wird nur bei der Einreise aus einem Hochrisiko- oder Virusvarianten-Gebiet benötigt. +++

Hier finden Sie die ausführlichen neuen Regeln für die Einreise nach Deutschland

Infos zu Corona-Testmöglichkeiten im europäischen Ausland

Gardasee: Einreise nach Italien vereinfacht

Wer aus Deutschland nach Italien einreisen will, benötigt einen negativen Corona-Test (PCR oder Antigen), der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Von der Testpflicht ausgenommen sind lediglich Kinder unter 6 Jahren sowie vollständig Geimpfte und Genesene.

Hier geht's zu den ausführlichen Einreiseregeln für Italien

Risikozonen: Gardasee ist rundum "weiß"

Die italienischen Regionen sind je nach Infektionsgeschehen in vier Risikozonen (rot, orange, gelb und weiß) eingeteilt, in denen zusätzliche abgestufte Maßnahmen für Hotels, Restaurants und Geschäfte gelten.

Alle drei Regionen, an die der Gardasee grenzt, sind derzeit als "weiße" Risikozonen eingestuft. Hier sind die meisten Beschränkungen aufgehoben. In den weißen Zonen müssen die Menschen nur die Maskenpflicht einhalten und die Gesundheitsabstände beachten.

Verschärfte Corona-Regeln für Restaurants und Museen

Wegen steigender Infektionszahlen verschärft Italien ab 6. August seine Corona-Regeln: Dann ist unter anderem für Restaurantbesuche im Innenbereich, in Museen, oder Schwimmbädern mindestens ein einfacher Impfnachweis, ein negativer Corona-Test oder ein Genesungsnachweis notwendig.

Aktuelle Inzidenzwerte für Italien

Corona-Regeln für Autofahrer rund um den Gardasee

Für Autofahrer, die am Gardasee unterwegs sind, gelten spezielle Regeln: Wer etwa von Torbole nach Peschiera und anschließend weiter nach Sirmione fahren möchte, muss wissen, wie viele Mitfahrer er im Auto haben darf und wo sie sitzen dürfen.

Lombardei und Trentino mit strengen Auflagen

In der Lombardei und im Trentino gelten die Regeln, die in den meisten italienischen Regionen vorgeschrieben sind: Kommen alle Insassen eines Autos aus demselben Haushalt oder stehen in einem engen Verhältnis zueinander (eine genauere Definition geben die italienischen Behörden nicht), gibt es keine Einschränkungen – weder Maskenpflicht noch Abstandsregeln sind in diesem Fall einzuhalten.

Man muss jedoch einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sobald Personen aus weiteren Haushalten zusammen unterwegs sind. In diesem Fall gelten auch die allgemeinen Abstandsregeln: Deshalb ist die Zahl der Mitfahrer im Fahrzeug begrenzt. Laut Auskunft des italienischen Außenministeriums dürfen dann höchstens zwei Personen je Sitzreihe und nur auf den an der Seite gelegenen Sitzen befördert werden. Der Beifahrersitz muss frei bleiben.

Konkretes Beispiel: In einem Pkw mit fünf Sitzen dürfen somit neben dem Fahrer nur zwei weitere Personen im Fahrzeug Platz nehmen. Sind, wie etwa in einem Minibus, weitere Sitzreihen vorhanden, so können zwei weitere Personen je Sitzreihe auf den Außenplätzen mitgenommen werden.

Venetien begrenzt Zahl der Mitfahrer nicht

Weniger streng geht es in Venetien zu: Hier ist die Zahl der Mitfahrer nicht begrenzt. Kommen diese aus verschiedenen Haushalten, müssen sie aber einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen

Bei Verstoß gegen diese Vorschriften muss mit einer hohen Geldstrafe zwischen 400 und 3000 Euro gerechnet werden. Auch die Weiterfahrt kann untersagt werden. Aus der Praxis sind allerdings derzeit noch keine Fälle bekannt, dass deutsche Gardasee-Touristen durch die italienische Polizei scharf kontrolliert wurden.