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Gardasee-Urlaub: Ganz Italien ist jetzt Corona-Risikogebiet

Blick auf den Gardasee bei Dämmerung
Blick auf Limone sul Garda am Westufer des Gardasees ∙ © iStock.com/Daniel_Keuck

Der Gardasee ist ein beliebtes Reiseziel für den Herbst. Allerdings steigt auch in Norditalien die Zahl der Corona-Infektionen. Alle angrenzenden Regionen sind bzw. werden Corona-Risikogebiete.

  • Update: Ganz Italien ist jetzt Corona-Risikogebiet

  • Autourlauber: In Trentino, Lombardei und Venetien gibt es verschiedene Regeln

  • Bei Verstößen drohen Geldstrafen von 400 bis 3000 Euro

Warme Temperaturen bis in den Spätherbst locken um diese Jahreszeit besonders häufig die süddeutschen Urlauber an den Gardasee. Allerdings macht Covid-19 mehr und mehr einen Strich durch die Urlaubsplanung.

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Was Italien-Urlauber bei der Anreise durch Österreich und die Schweiz, aber auch vor Ort in Hotels und Restaurants beachten müssen.

Urlaub in Italien in Corona-Zeiten

Ganz Italien ist Corona-Risikogebiet

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat mittlerweile ganz Italien zum Corona-Risikogebiet erklärt. Damit verbunden ist automatisch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Für Urlauber besteht daher eine Quarantänepflicht nach ihrer Rückkehr.

Corona-Regeln für Autofahrer rund um den Gardasee

Für Autofahrer, die derzeit trotzdem am Gardasee unterwegs sind, gelten spezielle Regeln: Wer etwa von Torbole nach Peschiera und anschließend weiter nach Sirmione fahren möchte, muss wissen, wie viele Mitfahrer er im Auto haben darf und wo sie sitzen dürfen.

Lombardei mit strengen Auflagen

In der Lombardei gelten die Regeln, die in den meisten italienischen Regionen vorgeschrieben sind: Kommen alle Insassen eines Autos aus demselben Haushalt, gibt es keine Einschränkungen – weder Maskenpflicht noch Abstandsgebote.

Man muss jedoch einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sobald Personen aus weiteren Haushalten zusammen unterwegs sind. In diesem Fall gelten auch die allgemeinen Abstandsregeln: Deshalb ist die Zahl der Mitfahrer im Fahrzeug begrenzt. Laut Auskunft des italienischen Außenministeriums dürfen dann höchstens zwei Personen je Sitzreihe und nur auf den an der Seite gelegenen Sitzen befördert werden. Der Beifahrersitz muss frei bleiben.

Konkretes Beispiel: In einem Pkw mit fünf Sitzen dürfen somit neben dem Fahrer nur zwei weitere Personen im Fahrzeug Platz nehmen. Sind, wie etwa in einem Minibus, weitere Sitzreihen vorhanden, so können zwei weitere Personen je Sitzreihe auf den Außenplätzen mitgenommen werden.

Venetien begrenzt Zahl der Mitfahrer nicht

Weniger streng geht es in den beiden anderen Provinzen zu: In Venetien ist die Zahl der Mitfahrer nicht begrenzt. Kommen diese aus verschiedenen Haushalten, müssen sie aber einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Trentino: Enge Kontakte sind wie Haushaltsangehörige

In der zur Region Trentino-Südtirol gehörenden Provinz Trentino im Norden des Gardasees werden Personen, die miteinander in engem Kontakt stehen, ohne im selben Haushalt zu leben, Haushaltsangehörigen gleichgestellt. Kann man dies glaubhaft machen, darf im Auto auf Mindestabstände und Maske verzichtet werden.

Das gilt für die Durchreise durch Südtirol

In Südtirol ist die Zahl der Mitfahrer laut Auskunft der Verkehrsmeldezentrale in Bozen nicht begrenzt. Kommen sie aus verschiedenen Haushalten, müssen sie aber einen Mund-Nasen-Schutz tragen. 

Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen

Bei Verstoß gegen diese Vorschriften muss mit einer hohen Geldstrafe zwischen 400 und 3000 Euro gerechnet werden. Auch die Weiterfahrt kann untersagt werden. Aus der Praxis sind allerdings derzeit noch keine Fälle bekannt, dass deutsche Gardasee-Touristen durch die italienische Polizei scharf kontrolliert wurden.