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Der ADAC

Corona-Impfung: Diese Länder erleichtern Urlaubern das Reisen

Spritze, Reise- und Impfpass
Brauchen Urlauber bald zwei Pässe? Erste Länder erleichtern die Einreise für Geimpfte ∙ © stock.adobe.com/Lothar Drechsel

Zwei Pässe für mehr Reisefreiheit: Erste Länder vereinfachen die Einreise für Personen, die bereits gegen Covid-19 geimpft sind. Aber: Bei der Rückkehr aus Risikogebieten nach Deutschland gibt es vorerst keine Test- oder Quarantäne-Befreiung.

  • EU-Kommission erwartet eine Impfrate von 70 Prozent im Sommer

  • Island: Impfnachweis ersetzt zwei Tests und Quarantäne

  • ADAC: Impfung im WHO-Impfpass eintragen lassen

An den Corona-Impfstoff knüpfen sich weltweit hohe Erwartungen. Auch die Reisebranche erhofft sich von den Vakzinen den ersehnten Aufschwung. Die EU-Kommission hält eine Impfrate von 70 Prozent der Erwachsenen in der EU bis zum Sommer für machbar – wobei "Sommer" in diesem Fall eine Spanne zwischen Juni und Ende August bedeutet.

In Deutschland sind aktuell 4.234.952 Menschen gegen Covid-19 geimpft, das entspricht einer Impfquote von 5,1 Prozent (Stand: 2. März 2021, RKI).

Einige Länder haben jetzt angekündigt, geimpften Personen die Einreise zu erleichtern. Achtung: Für Rückkehrer nach Deutschland aus Risikogebieten, Hochinzidenz-Gebieten bzw. Virusvarianten-Gebieten bleiben die Test- und Quarantänepflichten laut Auskunft des Robert-Koch-Instituts (RKI) vorerst bestehen.

Einreiseanmeldung, Test- und Quarantäne: Regeln für Reise-Rückkehrer nach Deutschland

Reisewarnungen und Risikogebiete weltweit

Hier finden Sie eine Übersicht von Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes zu Urlaubsländern weltweit. Außerdem: Welche Länder als Corona-Risikogebiete eingestuft sind: Alles zu Reisewarnungen und Risikogebieten

Estland: Keine Quarantäne für Covid-19-Geimpfte

Aktuell dürfen auch ungeimpfte Deutsche uneingeschränkt nach Estland einreisen. Dies kann sich schnell ändern: Sollte der Inzidenzwert Deutschlands oberhalb von 150 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer 2-Wochen-Frist liegen, verhängt Estland wieder eine Quarantänepflicht.

Davon befreit sind dann nur Personen, die in den letzten sechs Monaten vollständig gegen Covid-19 geimpft wurden. Akzeptiert werden WHO-Impfnachweise oder eine ärztliche Bestätigung mit Informationen unter anderem zur Anzahl der verabreichten Impfstoffdosen und Impfstoff-Zusammensetzung in englischer, estnischer oder russischer Sprache.

Georgien: Einreise mit Impfnachweis möglich

Georgien erlaubt die uneingeschränkte Einreise auf dem Luftweg für Personen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind (zwei Impfdosen) und einen entsprechenden Nachweis vorlegen können.

Island: Urlaub mit Corona-Impfung einfacher

Wer einen Nachweis liefern kann, dass er gegen Covid-19 geimpft (zwei Impfdosen) ist, darf wieder auf die Vulkaninsel einreisen, ohne einen negativen Corona-Test vorlegen zu müssen. Auch die fünf- bis sechsttägige Quarantäne sowie ein zweiter Test entfallen dann.

Zugelassen sind Impfungen mit den Vakzinen von Moderna, AstraZeneca und Biontech. Alle weiteren Voraussetzungen sind auf den Seiten der isländischen Gesundheitsbehörde* zu finden.

Madeira: Vorteile für Geimpfte und Genesene

Wer vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist oder die Infektion laut ärztlichem Attest überstanden hat, muss bei der Einreise auf Madeira keinen negativen PCR-Test vorlegen. Als Nachweis wird eine Impfbescheinigung (in englischer Sprache!) oder im Fall der Genesung ein ärztliches Attest akzeptiert.

Reisen in die Republik Moldau wieder möglich

Zwar gewährt die Republik Moldau einigen Berufs- und Personengruppen Ausnahmen, doch die Einreise ins Land ist Touristen grundsätzlich nicht erlaubt. Sonderregelungen gibt es ab sofort aber für Geimpfte: Wer eine Corona-Impfung nachweisen kann, darf in die Republik Moldau einreisen und ist von einer 14-tägigen Selbstisolation befreit, sofern er oder sie keinerlei Symptome zeigt.

In Polen entfällt die Quarantäne für Covid-19-Geimpfte

Wer aus Deutschland mit Bus, Bahn oder Flugzeug nach Polen reisen möchte, muss sich anschließend für 10 Tage in Quarantäne begeben. Für Einreisende mit dem Privatfahrzeug gilt diese Regelung nicht. Von der Quarantäne befreit sind ab sofort nicht nur Personen, die einen negativen Corona-Test vorzeigen können, sondern auch diejenigen, die bereits gegen Covid-19 geimpft sind und dies nachweisen können.

Zwei Impfdosen statt Test und Quarantäne in Rumänien

Von der Test- und Quarantänepflicht ist in Rumänien befreit, wer gegen Covid-19 geimpft ist, und bei dem die zweite Impfdosis mindestens zehn Tage vor der Einreise nach Rumänien erfolgt ist. Der Nachweis über die Impfung muss bei der Einreise vorgelegt werden.

Seychellen-Urlaub: Für Geimpfte keine Quarantäne

Die Insel im Indischen Ozean lässt Personen quarantänefrei einreisen, wenn sie eine vollständige Impfung (zwei Impfdosen) belegen können und mindestens zwei Wochen seit der Impfung vergangen sind. Zusätzlich benötigt man allerdings einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Neue Regelung ab 25. März: Touristen können unabhängig von ihrem Impfstatus einreisen und müssen anschließend keine Quarantäne absolvieren. Es genügt dann, einen negativen PCR-Test vorzulegen, der maximal 72 Stunden vor Abflug durchgeführt wurde.

Slowenien: Impf-Nachweis genügt

Von der 10-tägigen Quarantänepflicht nach der Einreise befreit sind Personen, die gegen Covid-19 geimpft sind oder die sich in der Vergangenheit mit dem Virus SARS-CoV-2 nachweislich infiziert haben und hiervon genesen sind.

Dänemark, Schweden, Griechenland planen Impfpass

Um zunächst vor allem Dienstreisen zu erleichtern, will Dänemark einen digitalen Corona-Pass mit Impfdaten auf den Weg zu bringen. Auch das Nachbarland Schweden plant schon für den Sommer einen digitalen Impfpass mit der Begründung, solche Impfnachweise könnten künftig von manchen Ländern bei der Einreise gefordert werden. Griechenland will mit einem digitalen Impfpass vor allem auch das touristische Reisen erleichtern und setzt zunächst auf Absprachen mit einzelnen Ländern.

Verhandlungen über EU-Impfass laufen. Das rät der ADAC

Auch wenn die Verhandlungen derzeit in der Europäischen Union geführt werden: Noch gibt es kein EU-einheitliches Impf-Zertifikat. Bis es soweit ist, rät der ADAC, die Impfung im internationalen WHO-Impfpass eintragen zu lassen, sofern vorhanden, und diesen bei Reisen dabeizuhaben. Kann man den Impfpass bei der Impfung nicht vorlegen, empfiehlt es sich, im Impfzentrum/bei der zuständigen Hotline fragen, ob die Impfung nachgetragen werden kann.

Urlaub im Risikogebiet – das sind Ihre Rechte

Aufgrund der hohen Covid-19-Infektionszahlen sind viele Urlaubsregionen als Risikogebiete ausgewiesen. Pauschal- und Individual-Reisende sind verunsichert:

  • Lässt sich der Urlaub ins Risikogebiet stornieren?

  • Was ist zu tun, wenn man bereits vor Ort ist?

  • Was geschieht, wenn man trotz Corona bucht?

Hier finden Sie alle Antworten auf Fragen rund ums Reiserecht in Corona-Zeiten

Mit Material von dpa.

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