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Covid-19: Hygiene-Tipps für Autofahrer und beim Carsharing

Autofahrer trägt Mundschutz und reinigt Lenkrad
Coronavirus: Auch Autofahrer können das Infektionsrisiko minimieren ∙ © iStock.com/miodrag ignjatovic

Viele Menschen steigen derzeit aufs Auto um, da sie sich dort in Zeiten der Corona-Krise sicherer fühlen. Das sollten Autofahrer beachten, um das Infektionsrisiko mit SARS-CoV-2 so gering wie möglich zu halten.

Wer allein im Auto sitzt, hat grundsätzlich schon mal ein sehr geringes Infektionsrisiko, so die Auskunft des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR). Dennoch stellt sich auch hier die Frage: Was tun, wenn man ohne Handschuhe beim Tanken einen Zapfhahn berührt, oder Einkäufe ins Auto geladen hat und unsicher ist, ob sich auf diesen Gegenständen Coronaviren befinden? Wie steht es um die Hygiene in Carsharing-Autos?

Coronaviren können eine Zeit lang auf Oberflächen überleben

Grundsätzlich können Coronaviren durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Oberflächen gelangen und dort eine Zeit lang überleben. Eine Ansteckung per Schmierinfektion wäre denkbar, wenn das Virus kurz danach über die Hände einer anderen Person auf deren Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes oder die Augen übertragen wird.

Was die Überlebensfähigkeit von Coronaviren auf Oberflächen betrifft, zeigen laut BfR erste Laboruntersuchungen: SARS-CoV-2 kann nach starker Kontamination bis zu drei Stunden als Aerosol (Dampf, Nebel in der Luft), bis zu vier Stunden auf Kupferoberflächen, bis zu 24 Stunden auf Karton und bis zu drei Tagen auf Edelstahl und Plastik infektiös bleiben.

Händewaschen auch für Autofahrer und beim Carsharing oberstes Gebot

Autofahrer schützen sich am besten, indem auch sie unterwegs die allgemein gültigen Hygieneregeln einhalten. Richtiges Händewaschen* sei oberstes Gebot, so das BfR, zudem solle man vermeiden, sich ins Gesicht zu fassen, um etwaige Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzunehmen.

Gibt es unterwegs keine Gelegenheit zum Säubern der Hände – etwa nach einem Tankvorgang – könne man sich auch schützen, in dem man Feuchttücher im Auto mitführt, die Wasch-Tenside enthalten. Spezielle Desinfektionsmittel seien für gesunde Menschen nicht erforderlich. Beim Tanken empfiehlt es sich, auch als Nicht-Dieselfahrer die bereitgestellten Diesel-Handschuhe zu verwenden und beim Zahlvorgang in der Tankstelle auf den Mindestabstand von 1,5 Metern zu achten. An Tankstellen gilt überdies eine Maskenpflicht.

Fahrzeug reinigen beim Carsharing

Wer in diesen Tagen ein Carsharing-Auto nutzt, sorgt sich womöglich, dass der Wagen zur Virenschleuder werden können. Nach Angaben der Anbieter werden die Fahrzeuge häufiger gereinigt, der Anbieter "Stadtmobil" etwa erklärte auf Anfrage, dass man die "Reinigungsintervalle verkürze".

Will man auf Nummer sicher gehen und den Autoinnenraum desinfizieren, so genügen nach Auskunft des Bundesamtes für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) normale Flüssigseifen oder Geschirrspülmittel, da diese – wie auch beim Händewaschen – bereits die Viren zerstören können. Hier dürfen jedoch keinesfalls aggressive Mittel verwendet werden!

In Zeiten von Covid-19 gemeinsam unterwegs? Besser nicht!

Zwar gibt es zu (berufsbedingten) Fahrgemeinschaften aktuell keine Vorschriften, aber deutliche Empfehlungen, etwa vom Bayerischen Innenministerium: Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes seien auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Wer also alleine zur Arbeit kommen kann, sollte dies für die Zeit der Ausgangsbeschränkung auch tun.

Was Sie bei Taxifahrten beachten sollten

Die Corona-Pandemie zwingt immer mehr Menschen in häusliche Isolation. Personen mit chronischen Beschwerden oder sonstigen Einschränkungen, die kein Auto haben, können gerade jetzt auf ein Taxi angewiesen sein. Dr. Klaus-Ludwig Schäfer vom ADAC Ambulanz-Service gibt Tipps, wie sich das Risiko einer Ansteckung minimieren lässt.