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Der ADAC

Corona und Autofahren: Diese Regeln gelten im Lockdown

Auch für Autofahrer gelten während des Lockdowns Beschränkungen ∙ © Shutterstock/Shopping King Louie

Der Lockdown in Deutschland wird bis vorerst 14. Februar verlängert. Die Maßnahmen betreffen weiterhin auch Autofahrer. Was Sie jetzt unterwegs, beim Tanken und im Wagen selbst beachten müssen.

  • Kontaktbeschränkungen können auch Autofahrer betreffen

  • Auto-Werkstätten haben während des Lockdowns geöffnet

  • Mund-Nasen-Schutz besser nicht an den Rückspiegel hängen

1. Wie viele Personen dürfen in einem Auto sitzen?

Zwei junge Frauen fahren im Auto
Maximal eine weitere Person aus einem anderen Haushalt darf im Auto mitfahren ∙ © iStock.com/skynesher

Die ADAC Juristen weisen darauf hin, dass Kontaktbeschränkungen auch im Auto beachtet werden müssen. In der Öffentlichkeit und im privaten Umfeld ist der Aufenthalt nur noch mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet.

Hier gibt es kleine Unterschiede in den Bundesländern, beispielsweise ab welchem Alter Kinder als Personen gelten, es muss daher die konkrete Regelung im Bundesland beachtet werden.

Mit dem erlaubten Personenkreis darf gemeinsam im Auto gefahren werden, auch dann, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Der Mindestabstand sollte dennoch wo immer möglich eingehalten werden. Es wird empfohlen, gemeinsame Autofahrten mit Personen außerhalb der Familie und Angehörigen des eigenen Hausstands auf das Nötigste zu beschränken. Das Tragen eines Mundschutzes ist bei Fahrten mit einer haushaltsfremden Person ratsam, aber nicht vorgeschrieben.

2. Ist es erlaubt, wegen Covid-19 im Auto Mundschutz zu tragen?

In Bussen und Bahnen, in Läden oder Supermärkten müssen Mund-Nasen-Masken oder Schals ("Alltagsmasken") getragen werden: Sie sollen beim Husten, Niesen und Sprechen Umstehende vor einer Ansteckung mit Sars-CoV-2 schützen. Diese Masken darf man grundsätzlich auch im Auto tragen, muss jedoch darauf achten, dass das Gesicht erkennbar bleibt. Ansonsten droht unter Umständen ein Bußgeld.

Im praktischen Fahrschulunterricht und bei praktischen Fahrprüfungen ist ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben.

Viele Autofahrer wollen ihren Mund-Nasen-Schutz griffbereit haben und hängen ihn während der Fahrt an den Rückspiegel. Das ist allerdings kein guter Ort, da die Gesichtsmaske dort die Sicht beeinträchtigt. Außerdem gewöhnt sich das Gehirn an das Dauerpendeln im Sichtfeld, der Fahrer kann weniger schnell auf Fußgänger oder Radfahrer reagieren. Besser ist es, die Maske mit der Innenseite nach oben in eine mitgebrachte Plastikschale zu legen, die man zu Hause ausspült.

Mit Maske am Steuer: Das müssen Sie beachten

3. Wohin darf ich mit dem eigenen Fahrzeug fahren?

Menschen in Deutschland sollen derzeit generell auf nicht notwendige Reisen und Besuche – auch von Verwandten – verzichten. Das gilt auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge. In den Bundesländern mit Ausgangsbeschränkungen ist das Verlassen der Wohnung nur aus einem wichtigen Grund möglich. Auch müssen teilweise geltende nächtliche Ausgangssperren beachtet werden.

Regional kann es außerdem an beliebten Tageszielen zu Einschränkungen kommen. Es müssen daher die konkret geltenden Regelungen des jeweiligen Bundeslandes beachtet werden.

Außerdem ist in Deutschland in allen Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern der Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort herum eingeschränkt, dies gilt insbesondere für tagestouristische Unternehmungen.

In Sachsen gilt die 15 Kilometer-Regel jederzeit und ist nicht an die 7-Tage-Inzidenz geknüpft. In Thüringen wird empfohlen, den 15 km-Radius für alle Versorgungsgänge und Aktivitäten zu beachten.

Ausgangsbeschränkungen und Ausgangssperren: Was gilt jetzt wo?

Reisen innerhalb der meisten EU-Länder sind derzeit nur unter Auflagen möglich, zudem gelten fast alle Staaten als Corona-Risikogebiete. Entsprechend warnt das Auswärtige Amt vor touristischen Reisen. Wer mit dem Auto verreisen möchte, sollte sich vorab beim Reiseland erkundigen, welche Regeln dort für Autofahrer gelten. Die Grenzen zu den Nachbarländern sind mit Ausnahme der Übergänge zu Tschechien, Dänemark und Frankreich für Touristen geöffnet.

So ist die Lage an Deutschlands Grenzen

4. Was muss ich an Tankstellen beachten?

Spätestens an der Kasse ist der Mundschutz vorgeschrieben ∙ © ADAC/Martin Hangen

Auch an der Zapfsäule und im Kassenbereich sind Abstandsregeln zu beachten. An Tankstellen gilt zudem eine Maskenpflicht. Viele Tankstellenbetreiber bevorzugen die kontaktlose Karten-Zahlung.

5. Darf ich zur Werkstatt, in die Waschanlage oder zum TÜV?

Derzeit sieht der neue, verschärfte Lockdown keine Schließungen von Werkstätten vor, da diese als systemrelevant eingestuft sind. Ähnliches wird voraussichtlich für Waschanlagen oder Prüfstationen gelten. Wichtig hierbei ist es, vor Ort Abstandsregeln und Hygienevorschriften einzuhalten. Das Tragen eines Mundschutzes wird empfohlen.

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6. Sind Carsharing-Autos Virenschleudern?

Wer in diesen Tagen ein Carsharing-Auto nutzt, sorgt sich womöglich, dass der Wagen zur Virenschleuder werden könnte. Nach Angaben der Anbieter werden die Fahrzeuge häufiger gereinigt als früher, "Stadtmobil" etwa erklärte auf Anfrage, dass man die "Reinigungsintervalle verkürze".

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann den Auto-Innenraum vor Fahrtantritt desinfizieren.

7. Ich habe eine Panne. Kommt der ADAC wie gewohnt?

Der ADAC leistet trotz gewisser Einschränkungen durch Covid-19 auch während des neuerlichen Lockdowns Pannenhilfe für havarierte Mitglieder. Alle Fahrer des ADAC sind informiert und angehalten, sich an die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Hygienevorschriften zu halten.

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8. Wo parke ich das Auto während Quarantäne und Co.?

Quarantäne, Arbeit im Home Office oder Kurzarbeit – viele Autofahrer nutzen ihren Wagen derzeit weniger. Wenn das Auto auf der Straße im öffentlichen Raum geparkt ist, sollten Sie Folgendes beachten: Man darf prinzipiell unbegrenzt draußen parken. Allerdings sind temporäre Halteverbote zu beachten. Daher ist es ratsam, regelmäßig nach dem Wagen zu sehen. Wird ein temporäres Parkverbotsschild aufgestellt, darf das Auto frühestens nach 72 Stunden abgeschleppt werden.

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