Verkehrstote 2025: Mehr tödliche Unfälle

• Lesezeit: 3 Min.

Von Katharina Dümmer

Feedback

Ein Kreuz an der Landstrasse erinnert an einen tödlichen Unfall
Verkehrstote in Deutschland 2025: 2814 Menschen verloren auf der Straße ihr Leben© Shutterstock/Ronald Rampsch

Mehr Verkehrstote in Deutschland: Die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Menschen im Jahr 2025 ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes etwas höher als 2024. Viele schwere Unfälle würden sich vermeiden lassen.

  • Zahl der Verkehrstoten steigt um 2 Prozent auf 2814

  • Mehr Tote bei allen Verkehrsarten

  • Mehr Verkehrssicherheit durch Fahrassistenzsysteme

Verkehrstote 2025: Anstieg gegenüber 2024

Die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Menschen ist nach Informationen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden im Jahr 2025 wieder leicht gestiegen. Während 2024 noch 2770 Menschen im Straßenverkehr ums Leben kamen, sind es 2025 nach vorläufigen Ergebnissen 2814 – ein Anstieg von etwa 2 Prozent.

Detaillierte Angaben liegen derzeit nur zu den Monaten Januar bis November 2025 vor.

Die Zahl der Verletzten lag nahezu unverändert bei 366.000. Während die Zahl der Leichtverletzten auf 318.000 stieg (ein Plus von 1 Prozent), ging die Zahl der Schwerverletzten um 4 Prozent auf 48.400 zurück. "Dies ist der niedrigste Wert seit 1991, dem ersten Jahr, in dem die Verletzten getrennt in schwer und leicht verletzt ausgewiesen wurden", so das Statistische Bundesamt in seiner Pressemeldung.

Verkehrstote seit 1953: Im Trend sinken die Zahlen

Mit dem leichten Anstieg der Verkehrstoten 2025 wurde der Abwärtstrend aus dem Vorjahr unterbrochen. Im langfristigen Trend allerdings ist die Zahl der Verkehrstoten seit Beginn der 70er-Jahre deutlich gesunken. In den vergangenen 50 Jahren gab es in Deutschland viele technische und rechtliche Neuerungen, um die Zahl der tödlichen Unfälle zu reduzieren (siehe Grafik).

2,5 Millionen Verkehrsunfälle in Deutschland

Insgesamt registrierte die Polizei im Jahr 2025 gut 2,5 Millionen Unfälle und damit in etwa so viele wie ein Jahr zuvor (- 0,2 Prozent). Bei 2,2 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschäden, was ebenfalls in etwa der Zahl aus dem Vorjahr entspricht (- 0,3 Prozent). Die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, stieg um 1 Prozent auf gut 293.000.

Neue Verkehrsregeln, Spritpreise und Verbraucher-Tipps

Verkehrstote: Mehr Fahrer von E-Scootern

Die Zahlen zeigen, dass es bei fast allen Verkehrsarten mehr Todesopfer gab. So starben mehr Menschen, die mit einem Auto oder einem Fahrrad (jeweils ein Plus von 4 Prozent) unterwegs waren. Besonders stark fiel der Anstieg bei den Nutzerinnen und Nutzern von Krafträdern mit Versicherungskennzeichen – etwa Mofas oder E-Bikes – (ein Plus von 28 Prozent) und von E-Scootern (sechs Getötete mehr, plus 25 Prozent) aus.

Dagegen verunglückten weniger Fahrer von Motorrädern und Motorrollern tödlich. Hier sank die Zahl der Todesopfer um 8 Prozent. Bei Fußgängern und Fußgängerinnen blieb die Zahl nahezu unverändert (+1 Prozent).

ADAC: Verbesserung der Verkehrssicherheit

Laut ADAC zeichnet sich ab, dass das Ziel der Bundesregierung, die Zahl der Verkehrstoten zwischen 2021 und 2030 um 40 Prozent zu reduzieren, verfehlt wird. Die Zahlen stiegen nach dem pandemiebedingten Rückgang 2020 und 2021 wieder spürbar an.

Der Anteil der Getöteten im Straßenverkehr, die ohne einen Konflikt mit anderen Verkehrsteilnehmenden bei Alleinunfällen ums Leben gekommen sind, liegt inzwischen bei mehr als einem Drittel. Dies zeigt, dass Unfälle sehr häufig mit der eigenen Verantwortung in Zusammenhang stehen.

Der ADAC setzt bei der Verbesserung der Verkehrssicherheit auf ein Zusammenspiel aus Fahrausbildung und Fahreignung, Fahrzeugsicherheit und Verkehrsinfrastruktur sowie Kontrollen und Sanktionen. Auch die Ausweitung des Lernzeitraums bei der Fahrausbildung wie im Zuge des begleiteten Fahrens ab 17 ist ein wichtiges Instrument, um die Unfälle mit Beteiligung junger Fahrer zu reduzieren.

Die Möglichkeit, mit Begleitung mehr Routine im motorisierten Straßenverkehr aufzubauen und Fahrpraxis zu sammeln, wirkt dem Anfängerrisiko nachweislich entgegen.

Generell wichtig ist ein verkehrsmittelübergreifend rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr. Der ADAC unterstützt deshalb die Aktion #mehrAchtung des Bundesministeriums für Verkehr.