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– Teure Pedelec-Batterien und ihre Haltbarkeit 10/2015 –

Die Batteriequalität macht tatsächlich große Unterschiede

Die meisten Ersatzbatterien für Elektrofahrräder kosten deutlich über 500 Euro. Daher ist es umso wichtiger, dass solch ein teurer Akku möglichst lange hält. Meistens handelt es sich dabei um Lithium-Ionen-Batterien, die beispielsweise auch aus Handys oder Laptops bekannt sind. Und vom alltäglichen Gebrauch dieser Geräte weiß man, dass die Stromspender oft nicht besonders langlebig sind. Mit welcher Haltbarkeit Pedelec-Besitzer bei ihrer Batterie rechnen dürfen, hat der ADAC in einem Dauertest am Beispiel von zwei häufig verbauten Typen untersucht. Die Ergebnisse sind gut, hängen aber stark von der Art der Nutzung der Akkus ab – man hat also als Verbraucher einen erheblichen Einfluss auf die Lebensdauer moderner Lihtium-Ionen-Batterien.

Im Test wurden Lithium-Ionen-Batterien von zwei Herstellern untersucht, die häufig in Pedelecs verbaut werden: von Bosch und von Samsung.

Akku-Batterien unterliegen einer gewissen Alterung durch ihre Benutzung, es handelt sich also um ein „Verschleißteil“. Da der Ersatz teuer ist, kommt der Haltbarkeit folglich eine wichtige Bedeutung zu. Die Ersatzbatterie von Bosch kostet um die 500 Euro, die von Samsung um die 250 bis 300 Euro. Im Test musste die Bosch-Batterie also auch zeigen, ob sie ihren höheren Preis tatsächlich Wert ist.

Der Hersteller Bosch beispielsweise garantiert, dass selbst nach 500 Voll-Ladezyklen noch mindestens 80 Prozent der Gesamtkapazität zur Verfügung stehen. Im Langzeittest hat sich gezeigt, dass der Hersteller sein Versprechen voll einhalten kann, selbst nach über 700 Vollzyklen konnte noch 80 Prozent der ursprünglichen Kapazität erreicht werden.

Die Mindestanforderungen kann auch die Samsung-Batterie einhalten, sie liegt erst bei knapp über 500 Vollzyklen unter 80 Prozent der Anfangskapazität. Angesichts der Ergebnisse kann die Bosch-Batterie folglich ihren Aufpreis gegenüber des Samsung-Pendants rechtfertigen.

Der Test hat auch gezeigt, dass je nach Nutzung der Kapazität die Akkus unterschiedlich schnell altern. Jeder Lade- und Entladezyklus bringt einen Verschleiß mit sich. Im mittleren Ladezustandsbereich ist der Verschleiß am geringsten, in den Randbereichen am höchsten. D.h., wenn man den Akku ständig im Bereich 80 bis 100 Prozent des Ladezustands nutzt (ebenso bei 0 bis 20 Prozent), belastet das den Akku am höchsten. Ideal ist eine Ladestandsnutzung zwischen 40 und 60 Prozent; dann hält beispielsweise der Bosch-Akku über 9.350 Ladezyklen, was bei einem Pedelec eine Reichweite von über 93.500 km entspricht. Die Randnutzung lässt die Batteriekapazität schon nach 1.150 Ladezyklen unter 80 Prozent fallen (nur ca. 11.500 km).


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