Medienberichte und Studien

  • Günstig Tanken wird schwieriger

    Neue Preisspitze am Spätnachmittag unterbricht Abwärtstrend tagsüber


    Morgens teuer, abends billig – an diesem Rat konnten sich sparsame Autofahrer vor der Fahrt zur Tankstelle bislang orientieren. Die gut kalkulierbaren günstigen Tageszeiten werden jedoch immer häufiger von zwischenzeitlichen Preisspitzen unterbrochen. Wie eine aktuelle Untersuchung des ADAC zeigt, weisen die Preise für Benzin und Diesel wie bisher in den Nachtstunden ihren höchsten Stand auf und sinken ab dem frühen Morgen bis zum späten Abend. Mittlerweile wird dieses Muster täglich durch zwei zwischenzeitliche Preisspitzen unterbrochen.


    Die erste Preisspitze beginnt nach 12 Uhr und erreicht nach einem Anstieg von über zwei Cent um 13 Uhr ihren Höhepunkt. Gegen 15 Uhr sind die Preise wieder auf dem vorherigen Niveau und sinken weiter ab. Bei der zweiten, neuen Preisspitze geht die Kurve ab 17 Uhr um rund 1,5 Cent nach oben. Sie erreicht zwischen 17 und 18 Uhr ihr Maximum, danach sinkt der Preis wieder auf das vorherige günstige Niveau.


    Die aktuelle Untersuchung hat ergeben, dass die günstigste Zeit zum Tanken zwischen 21 und 22 Uhr liegt. Für die Masse der Autofahrer alltagstauglicher und daher empfehlenswerter ist jedoch unverändert der Zeitkorridor zwischen 16 und 22 Uhr. Zwischen zwei und fünf Uhr morgens ist Tanken am teuersten – die Preise sind dann um mehr als zehn Cent höher als in der günstigsten Phase des Tages. Sparfüchse sollten neben dem Blick auf die Uhr auch den Vergleich der Preise zwischen den einzelnen Anbietern nicht vergessen.


    Informationen über die Spritpreise an den deutschen Tankstellen bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Die Daten werden von der Markttransparenzstelle bereitgestellt und auch vom Online-Preisvergleich des ADAC unter www.adac.de/tanken veröffentlicht. Bei der aktuellen Marktuntersuchung hat der ADAC die Kraftstoffpreise vom gesamten August 2017 von allen gut 14.000 Tankstellen ausgewertet. 


    ADAC-Untersuchung  PDF, 50 KB


  • Wer abends tankt, tankt billiger

    ADAC-Untersuchung: Günstige Phase dauert je nach Marke von 18 bis 23 Uhr / Rund sechs Preisänderungen pro Tag 


    Autofahrer können abends länger als bisher mit niedrigen Kraftstoffpreisen rechnen. Während der günstigste Zeitraum des Tages zum Tanken bislang zwischen 18 und 20 Uhr lag, hat sich nach einer aktuellen ADAC-Untersuchung die Niedrigpreis-Phase – je nach Marke – bis 23 Uhr verlängert. Untersucht und ausgewertet hat der Club auf Basis der Daten der Markttransparenzstelle sämtliche Preisbewegungen der fünf großen Marken Aral, Esso, Jet, Shell und Total in den Monaten April, Mai und Juni 2016. Die größten Preisunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern gibt es weiterhin zwischen 22 und 23 Uhr. Dann kostet der Kraftstoff an den Tankstellen von Shell und Aral im Durchschnitt 15 Cent mehr als bei Jet, das die Preise erst um 23 Uhr anhebt. Am teuersten ist Tanken in den Nachtstunden zwischen 23 und 5 Uhr morgens. Danach sinken die Spritpreise bei allen Anbietern bis zum frühen Abend, unterbrochen von einer zwischenzeitlichen Preisspitze von zwei bis drei Cent während der Mittagszeit. Die Preisbildung bei den einzelnen Marken unterscheidet sich erheblich. Bei Shell kostet ein Liter Benzin nachts im Schnitt 14 Cent mehr als zum günstigsten Zeitpunkt am frühen Abend. Bei Aral liegt die Differenz bei 13,8 Cent. Im Tankstellennetz von Jet weichen die Preise hingegen nur um 6,6 Cent ab. Während Jet seine Preise an den Zapfsäulen täglich um weniger als acht Cent erhöht und senkt, gehen bei Aral und Shell die Preise jeweils um über 16 Cent nach oben und unten. Dies trägt entscheidend zur zeitweise bestehenden großen Preisdifferenz zwischen den Tankstellen bei. Die Annahme, dass die Mineralölkonzerne die Preise jeden Tag viele Male anheben und senken, hat sich bei der ADAC-Untersuchung nicht bestätigt: Im Schnitt gibt es rund zwei Preiserhöhungen sowie gut vier Senkungen pro Tag und Tankstelle. Große Unterschiede offenbaren sich beim Vergleich der Durchschnittspreise der fünf großen Marken. So kostet der Liter Kraftstoff bei Aral und Shell im Tagesmittel rund sechs Cent mehr als bei Jet. Die deutliche Differenz ergibt sich unter anderem aus der unterschiedlichen Struktur und Größe der jeweiligen Tankstellennetze. So liegen die Stationen von Jet meist an wettbewerbsintensiven innerstädtischen Standorten, an denen auch die Preise der anderen Anbieter tagsüber meist nur um einen Cent höher liegen.


    ADAC-Untersuchung  PDF, 1097 KB


  • Tanken an der Autobahn: Autofahrer zahlen kräftig drauf

    Autofahrer, die an einer Autobahntankstelle Sprit nachfüllen, werden dort zum Teil kräftig zur Kasse gebeten. Dies zeigt ein aktueller ADAC Vergleich der Kraftstoffpreise an Autobahnstationen mit denen an Tankstellen derselben Marke im nahegelegenen Umland. Danach liegen die Literpreise für Diesel an der Schnellstraße um bis zu elf Cent über der Vergleichstankstelle. Bei Benzin betrug der größte Preisunterschied zwischen den beiden Tankstellen neun Cent je Liter. Untersucht wurden die aktuellen Literpreise für Super E10 und Dieselkraftstoff an insgesamt 210 Tankstellen, davon 105 Autobahnstationen verschiedener Anbieter und 105 Tankstellen neben der Autobahn.

    Auch im Schnitt liegen die Autobahnpreise klar über denen der Umlandtankstellen. Laut ADAC kostet Benzin an den Autobahnstationen im Mittel drei Cent mehr als an der Vergleichstankstelle. Beim Diesel hat der Club eine Differenz von 2,9 Cent ermittelt. Bemerkenswert ist nach Ansicht des Clubs auch ein weiterer Aspekt der Untersuchung, wonach bei knapp zehn überprüften Tankstellenpaaren der Kraftstoff gleich teuer war und in einzelnen Fällen sogar an der Autobahn geringfügig günstiger.

    Angesichts der Tatsache, dass an Autobahntankstellen für Kraftstoff gleich viel Energiesteuer erhoben wird wie an anderen Stationen und auch die gleichen Produktkosten anfallen, sind die ermittelten höheren Durchschnittspreise an der Autobahn nach Meinung des ADAC ungerechtfertigt. Der Club empfiehlt den Autofahrern, sich gerade vor längeren Fahrten über die aktuellen Spritpreise zu informieren und entweder vor der Reise zu tanken oder bei Bedarf eine günstigere Station neben der Autobahn anzusteuern. Umfangreiche Informationen findet man im Online-Preisvergleich des ADAC unter www.adac.de/tanken. Speziell für Autobahnfahrten gibt es dort das Angebot "Tanken auf Reisen", bei dem Tankstellen in unmittelbarer Nähe von Autobahnausfahrten zusammengestellt sind.

    Ergebnis der Autobahnerhebung vom 14.12.2012

    PDF, 92 KB


  • ADAC Studie zum Kraftstoffmarkt

    Der ADAC fordert das Bundeskartellamt auf, konsequent und verschärft gegen die Behinderungen freier Kraftstoffanbieter durch die großen Markenanbieter auf den Raffineriemärkten vorzugehen. "Die Benachteiligung freier Tankstellen muss ein Ende haben", so ADAC Präsident Peter Meyer anlässlich der Vorstellung einer vom Automobilclub beim Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsökonomie in Auftrag gegebenen Studie zum Kraftstoffmarkt. "Wie sonst sollen die Freien ihrer Rolle auf dem Kraftstoffmarkt gerecht werden und den Autofahrern Kraftstoff zu niedrigeren Preisen anbieten", so Meyer weiter.

    Auch die Autofahrer könnten laut ADAC den Preiswettbewerb viel stärker zu ihren Gunsten beeinflussen. Wie eine im Rahmen der Studie durchgeführte repräsentative Befragung ergab, vergleichen 41 Prozent der Autofahrer nie oder nur selten die Kraftstoffpreise vor dem Tanken. Rund 43 Prozent tanken erst dann, wenn der Tank leer ist und 40 Prozent steuern sogar immer dieselbe Tankstelle an. Peter Meyer: "Die Preise steigen und sinken mehrfach am Tag um bis zu 10 Cent. Wer clever tankt, kann so pro Tankfüllung einige Euro einsparen und gleichzeitig Druck auf die teuren Tankstellen ausüben: Wenn mehr Autofahrer stets bei günstigen Gelegenheiten tanken oder häufiger freie Tankstellen anfahren, würde das den Wettbewerb stärker ankurbeln."

    Damit sich die Autofahrer laufend über aktuelle Preisbewegungen an den Tankstellen informieren können, fordert der Club zudem den gezielten Ausbau der Online-Preisinformationssysteme. "Auch die von der Bundesregierung beschlossene Markttransparenzstelle sollte in erster Linie dem Zweck dienen, den Autofahrer über die Preise in seiner Umgebung zu informieren. Wenn dies zudem die Position des Kartellamtes bei der Verfolgung von Wettbewerbsmissbräuchen stärkt, dann ist das zu begrüßen", so der ADAC Präsident.

    Preisregulierungs-Modelle wie in Österreich oder Australien lehnt der ADAC ab. So konnte auch die jetzt vorgelegte Studie durch diese Modelle zwar eine Reduzierung der Preisbewegungen feststellen, aber keine positive Wirkung auf das Preisniveau. Vielmehr besteht die Gefahr von Preissteigerungen zuungunsten der Verbraucher als direkte Folge der Regulierung.

    Studie Kraftstoffmarkt  PDF, 4,47 MB

    Studie Kraftstoffmarkt ADAC-Folgerungen  PDF, 21 KB


  • Zukunftstechnologien

    Experten zufolge reichen die bekannten Erdölreserven nur noch bis ins Jahr 2050, wenn keine neuen Lagestätten gefunden werden. Kraftstoffe und Strom aus erneuerbaren Quellen wie Sonne, Wind, Biomasse und Wasser können zu mehr Kostenstabilität beitragen und die Importabhängigkeit von fossiler Energie verringern. Sie sind von großer Bedeutung für die Verringerung des CO2 Ausstoßes und der damit einhergehenden Klimaerwärmung. Die Entwicklung heute noch teurer Zukunftstechnologien auf Basis dieser Energiequellen scheint also mehr als eine "rentable" Überlegung zu sein.

    Die ADAC Informationsbroschüre gibt einen Überblick über die Reichweite von Rohstoffen wie Öl oder Gas, zeigt den zukünftigen Energiemix auf, nennt die innovativen Fahrzeugantriebe von morgen und bewertet die alternativen Kraftstoffe der Zukunft. Passend zum Thema definiert der ADAC seine Empfehlungen an die Politik und Industrie und gibt Autofahrern praktische Tipps.

    Zukunftstechnologien, Informationsbroschüre  
    PDF, 888 KB


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