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- So bleiben Soft-Tops topp -

Pflege von Cabrio-Dächern

Cabrio-Fahren hat, wer wüsste es nicht, seine ganz speziellen Reize. Um diese möglichst unbeschwert von Instandsetzungskosten genießen zu können, sollte man freilich einem Textil-Verdeck ab und zu etwas Zuwendung gönnen.
  • Tägliche Pflege nützt

    Das Verdeck sollte, um Scheuerstellen und Stockflecken zu vermeiden, nie im feuchten oder stark verschmutzten Zustand zusammengefaltet werden. Sinnvoll ist auch eine regelmäßige Sichtkontrolle: Verunreinigungen (besonders aggressiv: Vogelkot, Baumharze, Ausscheidungen von Insekten) hinterlassen nur dann keine dauerhaften Spuren, wenn man sie möglichst rasch mit einem feuchtem Schwamm entfernt.


  • Nicht alle Cabrios taugen für die Waschanlagen

    Für Cabrio-Dachhäute aus Kunststoff stellen automatische Waschanlagen meist kein Problem dar, ansonsten gibt es üblicherweise Aussagen dazu in der Fahrzeug-Bedienungsanleitung. Lesenswert sind dort auch die weiteren typspezifischen Cabrio-Pflegetipps, bis hin zur Auswahl geeigneter Pflege- und Reinigungsmittel. Allgemein gut geeignet sind Waschanlagen, die an Stelle von Bürsten mit weichen Textilstreifen arbeiten. Keinesfalls sollte man die Lanze eines Hochdruckstrahlers aufs Verdeck richten.


  • Cabriodächer mögen schonende Handarbeit

    Für die regelmäßige Verdeckpflege ist möglichst Handarbeit angesagt. Routinemäßig genügt ein trockenes Abbürsten mit weicher Naturborste, die Streichrichtung folgt der Stoff-Struktur. Ist eine Nassreinigung nicht zu umgehen, dann sollten im ersten Durchgang nur klares, kaltes Wasser und die Bürste zum Einsatz kommen. Die gängigen elektrischen Verdeck-Antriebe sind im Übrigen wartungsfrei.


  • Spezielle Verdeckreiniger sind nur bei starker Verschmutzung sinnvoll

    Nur bei besonders nachhaltiger Verschmutzung sind spezielle Verdeckreiniger nötig. Es gibt sie in unterschiedlicher Zusammensetzung für Kunststoff und -Stoffverdecke. Falls man sich nicht sicher ist: Speziell auf das jeweilige Verdeck-Material abgestimmte Produkte bekommt man vorrangig im Zubehörshop der entsprechenden Fabrikatvertretung. Für ganz hartnäckige Flecken gibt es spezielle Reinigungsmittel. Diese sollte man aber nur einsetzen, wenn es wirklich nicht anders geht, und dann unter strikter Einhaltung der Verarbeitungs-Hinweise. Das Risiko, dass das Endergebnis "fleckiger" aussieht als zuvor, ist nicht zu unterschätzen. Haushaltsübliche Fleckenentferner sollte man in keinem Fall verwenden.


  • Gegen eine schnelle Wiederverschmutzung hilft die Imprägnierung

    Bei Textilmaterialien kann ein gelegentliches Nach-Imprägnieren sinnvoll sein. Hier sollte man sich aber unbedingt an die Vorgaben des Fahrzeugherstellers (Bedienungsanleitung bzw. Beratung durch Vertragshändler) halten und die Verarbeitungshinweise des Produktes halten. In jedem Fall wichtig: Die neue Imprägnierung muss vor dem ersten Regen bzw. Waschen vollständig abgetrocknet sein.


  • Gummi- und Scheibenpflege nicht vergessen

    Um die Vielzahl der Gummidichtungen geschmeidig zu halten, streicht man sie mit Pflegemitteln auf Silikonbasis ein. Heckscheiben aus Kunststoff präsentieren sich in zunehmendem Alter brüchig, vergilbt und verkratzt. Herauspolieren lassen sich allenfalls leichte Kratzer, z. B. mit „Autosol Kratzerentferner“, „Dr. Wack C1 Heckscheibenreiniger“ oder „Sonax Scheibenreinigungspolitur“. Stärkere Verschleißerscheinungen bedeuten meist ein neues Verdeck, da die Scheibe nicht immer bzw. nur mit hohen Aufwand gewechselt werden kann.


  • Im Winter - weiterfahren oder einmotten?

    Seit Käfers Zeiten weiß man: Mit einem gut gepolsterten, dicht schließenden Verdeck kommt man auch durch den Winter. Kunststoff-Heckscheiben darf man freilich nicht mit dem Eiskratzer bearbeiten, bei der Verwendung von Enteisungssprays sollte man wiederum darauf achten, dass die Dachhaut nicht mit benetzt wird. Und: Ein steif gefrorenes Verdeck bleibt natürlich auch bei Wintersonne zu! Wer sein Auto den Winter über einmottet, der sollte auf einen gut durchlüfteten Stellplatz achten, das Verdeck schließen, die Autofenster zur Belüftung des Innenraums einen Spaltbreit geöffnet lassen und den Reifenluftdruck um etwa 0,2 bar erhöhen (verhindert sog. "Standplatten"). Die Batterie muss ab und zu geladen werden (komfortabel sind hier Geräte mit permanenter Erhaltungsladungs-Funktion), weitere Maßnahmen sind bei einer kurzweiligen Einlagerung normalerweise nicht nötig.


  • Ein Verdeck hält gut 10 Jahre – bei guter Pflege auch länger
    Nach rund zehn Jahren kann eine Cabrio-Dachhaut die durchschnittliche Lebenserwartung erreicht haben. Einsatzbedingungen, Witterungseinflüsse wie auch starkes Sonnenlicht (UV-Strahlung) spielen hierbei keine unerhebliche Rolle - dank pfleglicher Behandlung und einem Abstellplatz in der Garage können es aber durchaus ein paar Jahre mehr werden! 

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