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Bis zu 20 Prozent Kraftstoff sparen

Spritsparen

Autos haben ein größeres Sparpotenzial, als die meisten denken. Die Fahrer müssen allerdings ihren Teil dazu beitragen. Mit unseren Tipps können Sie Sprit und Geld sparen:

  • Drehzahlen niedrig halten:
    Flott beschleunigen, möglichst rasch die Gänge hochschalten und dann mit niedrigen Drehzahlen die gewählte Geschwindigkeit beibehalten. Selbst im Stadtverkehr kann man im 5. Gang noch gut mitschwimmen. Schalten Sie erst dann zurück, wenn der Motor ruckelt oder kein Gas mehr annimmt.

  • Vorausschauend fahren:
    Jedes Bremsen vergeudet Energie. Nutzen Sie daher so lange wie möglich die Motorbremswirkung. Im "Schiebebetrieb", beim Heranrollen an eine Ampel, nicht den Gang herausnehmen. Die meisten Autos sind mit einer Schubabschaltung ausgerüstet, welche die Kraftstoffzufuhr in dieser Situation absperrt.

  • Kurze Strecken meiden:
    Bei kaltem Motor verbraucht das Auto am meisten. Um rund zu laufen, benötigt zumindest der Ottomotor in der Warmlaufphase ein "fetteres" Gemisch als nach längerer Laufzeit, also mit deutlich höherem Kraftstoffanteil. Die Folge können hochgerechnet bis zu 30 Liter Verbrauch je 100 Kilometer sein. Bei Kurzstrecken von ein paar Kilometern also lieber aufs Fahrrad umsteigen oder mehrere Einzelfahrten kombinieren.

  • Im Leerlauf Motor aus:
    Wer keine Start-Stopp-Automatik hat, kann auch selbst am Schlüssel drehen. Bei Wartezeiten von mehr als 20 Sekunden lohnt es sich, den Motor auszuschalten. An Bahnübergängen ist dies sogar vorgeschrieben. In der Summe spart man so 0,5 bis 1 Liter pro Stunde.

  • Verbraucher ausschalten:
    Weil das Auto seinen Strom selbst erzeugen muss, kosten viele eingeschaltete Verbraucher Sprit. Die heizbare Heckscheibe zieht zum Beispiel 185 Watt und sollte – wenn die Scheibe frei ist – gleich wieder abgeschaltet werden. Das Radio kommt auf 20 Watt, die Lüftung auf 170. Faustregel: 100 Watt erfordern rund 0,1 Liter/100 Kilometer. Aber: Nie an der Beleuchtung und damit an der Sicherheit sparen!

  • Gewicht reduzieren:
    Ob Straßenatlas, Getränkekisten oder Kleinkram aller Art: Nicht benötigte Utensilien spazieren zu fahren, heißt mehr Gewicht und kostet Kraftstoff. Also am besten alles raus, was Sie nicht brauchen. 100 Kilo Zusatzlast ergeben rund 0,3 Liter Mehrverbrauch. Auch Dachträger, Dachboxen und Fahrrad-Kupplungsträger erhöhen den Verbrauch signifikant. Bei Nichtgebrauch also runter damit.

  • Richtiger Luftdruck:
    Zu wenig Luft erhöht den Verbrauch. Schon 0,2 bar weniger sorgen für einen größeren Rollwiderstand und somit für unnötigen Mehrverbrauch (ca. 1 Prozent) sowie Verschleiß. Der Reifen-Luftdruck sollte regelmäßig kontrolliert werden. Eine leichte Erhöhung des vom Fahrzeughersteller empfohlenen Reifenluftdrucks um max. 0,2 Bar für jeden Beladungszustand ist möglich, sofern dies in der Bedienungsanleitung beschrieben ist. Das spart zusätzlich Kraftstoff.

  • Spritpreis-App:
    Was hilft der effizienteste Fahrstil, wenn die Tankstelle am Ende Wucherpreise verlangt? Um die Spritpreise der Anbieter in Ihrer Nähe vergleichen zu können, gibt es die Spritpreis-App, die die aktuellen Preise anzeigt. So lässt sich auf einen Blick die günstigste Tankstelle finden. Die App kann für Smartphones mit Android-Betriebssystem und für Apple-Geräte kostenlos heruntergeladen werden.

  • ADAC Spritspartraining:
    Unter der Anleitung erfahrener Trainer lässt sich im ADAC Spritspartraining die eigene Fahrweise optimieren. Ob in Ihrer Gegend eine solche Schulung angeboten wird, erfahren Sie über Ihren Regionalclub: www.adac.de/regional

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