Krampfadern sind erweiterte Venen, die sich bläulich oder violett unter der Haut abzeichnen können. Wenn sie zum kosmetischen oder medizinischen Problem werden, gibt es verschiedene Optionen. Krampfadern können Schmerzen und schwere Beine verursachen Verödung oder operative Entfernung möglich Vorbeugend helfen richtiges Sitzen und Venengymnastik Etwa einer von fünf Erwachsenen hat Krampfadern – sichtbar erweiterte, oberflächliche Venen. Sie treten vor allem an den Waden, Kniekehlen und Oberschenkeln auf, seltener auch im Intimbereich. Während viele Menschen ihre Krampfadern kaum bemerken, sorgen sie bei anderen für belastende Symptome. Krampfadern und Besenreiser erkennen Krampfadern entwickeln sich aus den Venen direkt unter der Haut und sind daher sicht- und meist auch tastbar. Es gibt verschiedene Ausprägungen. Besenreiser: Rötliche oder bläuliche, feine Verästelungen unter der Haut; sie verursachen keine weiteren Symptome und können auch an anderen Körperstellen (wie im Gesicht) entstehen Retikuläre Varizen: Mittelgroße, netzartig angeordnete Krampfadern, die bläulich durch die Haut schimmern und sich oft an den Außenseiten von Ober- und Unterschenkeln bilden Stamm- und Seitenastvarizen: Große, verdickte Venen unter der Haut, meist innen und hinten an den Unterschenkeln, die sich blau bis violett absetzen und oft geschlängelt oder geknäult verlaufen Verursachen Krampfadern Schmerzen? Während feine Besenreiser meist nicht spürbar sind, können ausgeprägte Krampfadern verschiedene Symptome verursachen: schwere, müde Beine geschwollene Knöchel spannende, juckende Haut ziehende Schmerzen in Waden oder Kniekehlen nächtliche Krämpfe in Waden und Füßen Dabei bedeuten ausgeprägte Krampfadern nicht unbedingt mehr Beschwerden. Die Symptome, die Krampfadern verursachen, sind sehr individuell. Sind Krampfadern gefährlich? Krampfadern sind nicht unmittelbar gefährlich. Sie können aber ernste Komplikationen mit sich bringen, zum Beispiel Hautgeschwüre bis hin zum "offenen Bein" (Ulcus cruris) oder eine Entzündung der oberflächlichen Venen (Thrombophlebitis). Wie entstehen Krampfadern? Krampfadern entwickeln sich aus den oberflächlichen Beinvenen. Ihre Aufgabe ist es, das verbrauchte Blut aus Haut, Muskulatur und Fettgewebe in die tieferen Venen und schließlich zurück zum Herzen zu transportieren. Die Venen besitzen viele kleine Ventile – sogenannte Venenklappen –, die verhindern, dass das Blut wieder zurückfließt. Insbesondere die Beinvenen müssen jeden Tag gegen die Schwerkraft arbeiten. Mit zunehmendem Alter werden die Venenwände und -klappen schwächer. Die Gefäßwände dehnen sich aus und die Klappen schließen nicht mehr richtig. Das Blut versackt vermehrt in den Beinen und die Venen weiten und krümmen sich, bis sichtbare Krampfadern entstehen. Bestimmte Risikofaktoren können Krampfadern begünstigen: höheres Lebensalter erbliche Veranlagung Schwangerschaften langes Sitzen oder Stehen im Alltag Übergewicht hohe Körpergröße Wie lassen sich Krampfadern entfernen? Wenn Krampfadern Beschwerden bereiten oder kosmetisch sehr stören, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Darüber berät am besten eine Phlebologin oder ein Phlebologe, Fachärzte, die auf Venenerkrankungen spezialisiert sind. Mit einer körperlichen Untersuchung und einem speziellen Duplex-Ultraschall können sie den Zustand der Venen überprüfen. Häufig empfehlen Fachleute im ersten Schritt eine Kompressionstherapie durch passende Stützstrümpfe, um den geschwächten Venen die Arbeit zu erleichtern. Manche Betroffene machen gute Erfahrungen mit Cremes oder Salben, die zum Beispiel Extrakte aus Rosskastanien und/oder rotem Weinlaub enthalten. Mit Kompressionsstrümpfen, Salben und hochgelegten Beinen lassen sich die Symptome lindern, die Krampfadern bilden sich aber normalerweise nicht mehr zurück. Um sie zu entfernen, kommen verschiedene Eingriffe infrage. Operation der Varizen Bei einer Krampfadern-Operation wird die betreffende Vene über einen kleinen Schnitt in der Leiste komplett herausgezogen. Dieses sogenannte Venenstripping kommt vor allem für große, lange Venen infrage. Bei kleineren und verästelten Krampfadern kommt eher eine Phlebektomie mit mehreren kleinen Schnitten entlang der Vene zum Einsatz. Venen versiegeln und veröden Bei sogenannten endovenösen Eingriffen werden die Krampfadern nicht entfernt, sondern von innen verschlossen. Dabei schiebt die Ärztin oder der Arzt einen dünnen Schlauch (Katheter) in die Vene vor und verschließt sie entweder mit elektromagnetischen Wellen (Radiofrequenzablation) oder mit einem Laser. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Krampfadern mit Spritzen von außen zu veröden (Sklerotherapie). Wie kann man Krampfadern vorbeugen? Krampfadern und Besenreisern können Sie bis zu einem gewissen Grad entgegenwirken. Die Maßnahmen sind auch geeignet, damit bestehende Krampfadern sich nicht verschlimmern. Sorgen Sie für regelmäßige Bewegung, gehen Sie zu Fuß und nehmen Sie die Treppe Vermeiden Sie langes Stehen und Sitzen Im Sitzen gilt: Beine nicht kreuzen und möglichst oft hochlegen Streben Sie ein gesundes Gewicht an Hinweis: Diese Informationen wurden sorgfältig recherchiert, ersetzen jedoch nicht die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Alle Angaben ohne Gewähr.